Ein FĂŒhrer ohne Ruhm

Als Arafat (wie ich glaube) ermordet worden war, gab es offenbar zwei Kandidaten fĂŒr seine Nachfolge: Mahmoud Abbas und Farouk Kaddoumi. Beide gehörten zur GrĂŒndergeneration der PLO. Kaddoumi war weit extremer: Er glaubte nicht, dass Israel jemals Frieden schließen werde, und er bewunderte das syrische Regime von Hafez al-Assad. Die FĂŒhrung der PLO wĂ€hlte Abbas.

Verantwortung fĂŒr Drohnenmorde: PrĂ€sident Obama und der Nebel des Krieges

„Diese Operation entsprach voll den Richtlinien, nach denen wir antiterroristische Maßnahmen in der Region durchfĂŒhren,“ sagte er, und auf der Grundlage von „hunderten Stunden der Überwachung glaubten wir, dass das (das von den von Drohnen abgeschossenen Raketen getroffene und zerstörte GebĂ€ude) eine Anlage von al-Qaeda war, dass keine Zivilisten anwesend waren.“ Sogar angesichts der besten Absichten und strengsten Sicherheitsmaßnahmen, so der PrĂ€sident, „ist es eine grausame und bittere Wahrheit, dass im Nebel des Krieges allgemein und besonders in unserem Kampf gegen Terroristen Fehler, manchmal tödliche Fehler – passieren können.“

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Wer gewinnt?

Die klassische Definition von Sieg ist: Die Seite, die auf dem Schlachtfeld bleibt, hat die Schlacht gewonnen. Aber hier hat sich niemand bewegt. Die Hamas ist noch immer dort – und Israel auch.
Carl von Clausewitz, der preußische Kriegstheoretiker, erklĂ€rte mit dem berĂŒhmten Wort, „ ein Krieg sei nur die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“. Aber in diesem Krieg hat keine der beiden Seiten klare politische Ziele. Also kann der Sieg nicht auf diese Weise beurteilt werden.
Die intensive Bombardierung des Gazastreifens hat keine Kapitulation der Hamas gebracht. Auf der andern Seite hat die intensive Raketenkampagne der Hamas, die den grĂ¶ĂŸten Teil Israels betraf, auch keinen Erfolg gehabt. Der ĂŒberwĂ€ltigende Erfolg der Raketen, die in Israel ĂŒberall hinreichen, hat sich mit dem ĂŒberwĂ€ltigenden Erfolg der „Iron Dome“-Gegenraketen, die sie abfangen, getroffen.

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Jemen: Da sind sie wieder, die deutschen Geisel-News!

Verschleppte leben noch, aber wo, wann, wer – keine Ahnung Am Mittwoch, den 6. Januar stellte Radio Utopie im Zusammenhang mit den kriegerischen Auseinandersetzungen im Jemen fest, dass auch Deutschland die Interessen seiner Grosskonzerne dort verteidigen wird, wenn britische und US-amerikanische Spezialeinheiten sich das Gebiet im Jemen mit UnterstĂŒtzung der mit US-Geldern gefĂŒgig gemachten hiesigen Regierung aufteilen.

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Kriegsparteien isoliert: Auch Evangelische Kirche will RĂŒckkehr der Soldaten aus Afghanistan

Die EKD-Ratsvorsitzende Margot KĂ€ĂŸmann hat sich in einem  Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, stellvertretend fĂŒr ungefĂ€hr 25 Millionen evangelische Christen in der Repuplik, klar positioniert. Die Landesbischöfin und Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland spricht sich fĂŒr einen „möglichst baldigen“ Abzug des deutschen MilitĂ€rs aus seiner Besatzungszone in Afghanistan aus. Vielleicht wird jetzt auch den Kirchen langsam bewusst, wie tief die Republik bereits weltweit in FeldzĂŒge und Kriege versunken ist. Margot KĂ€ĂŸmann, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, hat sich zu Weihnachten in einem Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (14) fĂŒr eine „möglichst baldige“ RĂŒckkehr der deutschen Soldaten aus Afghanistan ausgesprochen. Damit forderte sie auch die Aufgabe der dortigen Besatzungszone, die immerhin anderthalbmal so gross ist wie Deutschland selbst. Einigen wird das Loslassen sicher schwer fallen. Das schöne Landgut im Mittleren Osten…

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