Tokio: Bewerbung fĂĽr Olympische Spiele im Jahr 2020

Japans Government setzt auf Normalität im Alltag – Beruhigungspillen und erste Anti-Atom-Proteste. (Foto: kentin unter cc-Lizenz Wikipedia) In der japanischen Hauptstadt formieren sich die Anti-Atom-Gegner. Am Sonntag gingen nach Mitteilung der Nachrichtenagentur Reuters fĂĽnftausend Demonstranten gegen die Betreibung von Atomkraftwerken auf die Strasse. (1) Tokios BĂĽrgermeister Shintaro Ishiha teilte laut BBC vom 10.April 2011 mit, dass sich die Hauptstadt Japans um die Olympischen Spiele im Jahr 2020 bewerben wird, um somit zu einer Erholung der Infrastruktur der Region beizutragen, die durch das verheerende Erdbeben und den dadurch ausgelösten Tsunami stark in Mitleidenschaft gezogen worden war.

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EU will „internationale Standards“ fĂĽr AKW-Betrieb durch G20, fordert IAEO-Sondersitzung

Die Erdbeben und Tsunami in Japan unmittelbar folgende Atomaffäre in Fukushima soll nun einer internationalen Agenda dienen. Die Regierungen von Deutschland und Frankreich erhöhen in Abstimmung den Druck auf die Internationale Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) und ihren seit Ende 2009 amtierenden japanischen Präsidenten Yukiya Amano. Des Weiteren ist nun plötzlich von einem  „internationalen Standard“ fĂĽr den Betrieb von Atomkraftwerken die Rede, welcher durch die (bereits als finanzpolitisch gescheitert geltende) G20-Organisation bestimmt werden soll. Den G20-Vorsitz hat zur Zeit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.

Ein psychologischer Krieg gegen Japan und die Welt

Die Atomaffäre in Fukushima eskaliert sich selbst, in Ermangelung von Fakten. Eine Analyse. Heute morgen reicht es Robert Hetkämper. Um 7 Uhr unserer und 15 Uhr japanischer Zeit fragt, live aus Tokio zugeschaltet, der Asien-Korrespondent des ARD im Morgenmagazin der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten Deutschlands, was da in Fukushima eigentlich vor sich geht. Wie könne es sein, dass in einem schon vor dem Erdbeben stillgelegten Reaktorgebäude 4 des AKW Fukushima I nun auch noch ein Feuer ausbreche? Und warum werde dies von US-Soldaten gelöscht und nicht von den Angestellten des Kraftwerksbetreibers Tokyo Electric Power Company (Tepco), von dem man sowieso schon seit 20 Jahre wisse, dass die nicht ganz koscher seien? Warum seien nur noch 50 Mitarbeiter des Atomkonzerns auf dem gesamten riesigen Kraftwerksgelände? Und wie könne es sein, dass praktisch jeden Tag die Welt mit einer neuen Explosion in einem Atomkraftwerk aufwache? Das Ganze wirke, so ZDF-Asien-Korrespondent Hetkämper, „wie ein Comic“ mit den populären Endzeit-Szenarien eines menschenleeren, atomar verseuchten Tokios. Robert Hetkämper, weiss Gott kein Quertreiber, sondern sehr konservativen Charakters, ĂĽbertrifft mit dieser einfachen Nachdenklichkeit das Niveau fast jeden Journalisten, der ĂĽber die seit Tagen andauernde Atomaffäre aus Fukushima berichtet.

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