Eine kostspielige Rede

Der israelische Wohlfahrtsstaat, der einmal Neidobjekt vieler Länder war (erinnern Sie sich an den Kibbuz?), zerbricht. Alle unsere Sozialdienste zerbröseln. Das Geld geht an die riesige Armee, die groß genug für eine Mittelmacht wäre. Schlägt also irgendjemand vor, das Militär drastisch zu verkleinern? Natürlich nicht. Was denn, unseren tapferen Soldaten das Messer in den Rücken stoßen? Unseren zahlreichen Feinden die Tore öffnen? Aber das wäre ja Verrat!

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Netanjahus Exodus: Auszug der Waffen aus Israel

Das ist die andere Seite Israels. Und auch die der europäischen Regierungen, die sich ĂĽber Netanjahus „Fehltritt“ echoffieren. Es gibt existenziellere Vorkommnisse zu ĂĽberprĂĽfen: die UnterstĂĽtzung und Ăśberflutung des illegalen Waffenmarktes mit den eigenen Pistolen und Sturmgewehren, die gleichzeitige AusrĂĽstung sich feindlich gegenĂĽberstehender Parteien und die Kontrolle der dahinter stehenden Regierungsbeamten und der Geheimdienste.

Die Kasinorepublik

IN ISRAEL sind Wettgeschäfte gesetzlich verboten. Wir haben keine Kasinos und geheime Spielhöllen werden von der Polizei geschlossen. In frühester Jugend hat man uns gelehrt, dass Kasino-Mogule böse Menschen sind, schon fast wie Waffenhändler. Sie nehmen armen, spielsüchtigen Leuten das Geld ab, stürzen sie in Verzweiflung und sogar in den Selbstmord. Vergleiche Dostojewski.

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MĂĽnchner Sicherheitskonferenz: Volker Beck kritisiert Absage der TĂĽrkei wegen Israels spontaner Teilnahme

Es ist Angelegenheit der Türkei, diese Gelegenheit als politisches Statement zu dem Verbrechen des Überfalls auf das Schiff “Mavi Marmara” der Hilfsflotte Free Gaza zu nutzen, bei dem zehn türkische Staatsbürger getötet wurden. Der israelische Aussenminister Avidgor Lieberman nannte gestern die jüngste israelische Entschuldigung ein “enormes Missverständnis”.