Venezuela: Warum die Europa-Reise fĂŒr Juan GuaidĂł kein Erfolg war

Bei seinem Auftritt unter fĂŒhrenden internationalen Politikern, „schien er wie ein Mann, dessen beste Zeit vorĂŒber ist“, schrieb das Blatt. Den schwersten RĂŒckschlag bescherte GuaidĂł aber ausgerechnet US-PrĂ€sident Donald Trump: Er reiste aus Davos ab, ohne sich mit dem Venezolaner getroffen zu haben. Zuvor hatte GuaidĂł in Presseinterviews ausdrĂŒcklich bekrĂ€ftigt, er hoffe auf ein Treffen mit dem US-PrĂ€sidenten. Dass dies nicht zustande kam – kurz nachdem die USA ihre Sanktionen gegen die Zentralbank Venezuelas teilweise gelockert hatten – weist darauf hin, dass der internationale RĂŒckhalt fĂŒr den Oppositionspolitiker bröckelt.

Streit um Ärzte: Áñez-FĂŒhrung in Bolivien bricht Beziehungen mit Kuba ab

Kubas Außenminister Rodriguez reagierte ĂŒber den Kurznachrichtendienst Twitter ungewöhnlich harsch auf die Kritik. Es handele sich um „vulgĂ€re LĂŒgen der selbsternannten Putschisten in Bolivien“. Áñez Äußerungen seien „ein weiteres Beispiel fĂŒr ihre UnterwĂŒrfigkeit gegenĂŒber den Vereinigten Staaten“. Die politische FĂŒhrung in La Paz erklĂ€rte die diplomatischen Beziehungen daraufhin fĂŒr beendet.

RWE und EON vor Einstieg in militÀrische Urananreicherung?

Vor dem Hintergrund der jetzt bekanntgewordenen GesprĂ€che zwischen Pentagon und Urenco erscheint auch der Besuch des Berliner WirtschaftsstaatssekretĂ€rs Andreas Feicht (CDU) zu Jahresbeginn in der Urananreicherungsanlage in Gronau in neuem Licht: Laut einem Medienbericht in den WestfĂ€lischen Nachrichten sprach Feicht mit der FĂŒhrung von Urenco und ETC auch ĂŒber „Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und Russland“.

Neue Ufer: EuropÀische Marinemission am Persischen Golf beschlossen

Angesichts der Zuspitzung der Lage sei dies erforderlich geworden, so die ErklĂ€rung acht europĂ€ischer Staaten. Im Fall Deutschlands und dreier weiterer Staaten bleibt es – vorerst zumindest – bei einer rein verbalen UnterstĂŒtzung. Doch angesichts der Tatsache, dass von interessierten Kreisen seit Monaten Druck auf eine deutsche MarineprĂ€senz in der Region ausgeĂŒbt wird, besteht die Gefahr, dass das nicht so bleiben könnte. Denn auch wenn die europĂ€ischen Staaten erklĂ€ren, mit dieser PrĂ€senz „deeskalierend“ wirken zu wollen, liegt die Vermutung doch weitaus nĂ€her, dass das eigentliche Interesse primĂ€r darin besteht, in der geostrategisch bedeutsamen Region machtpolitisch-militĂ€risch Flagge zu zeigen.

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