Bibis Sohn oder: Drei in einem Auto

IM GEGENSATZ zu vielen anderen Israelis hasse ich Benjamin Netanjahu nicht. Als Person interessiert er mich nicht besonders. Aber ich glaube, dass er eine Gefahr fĂŒr die Zukunft Israels darstellt. Die Besessenheit, mit der er an der Macht festhĂ€lt, bewirkt, dass er unsere nationalen Interessen an Interessengruppen verkauft, und zwar nicht nur an MilliardĂ€re, sondern auch an das korrupte religiöse Establishment und viele andere.

Ein solcher Mann ist nicht dazu fĂ€hig, Frieden zu schließen, nicht einmal, wenn er es wollte. Frieden schließen verlangt CharakterstĂ€rke, die sich unter anderem drin zeigt, dass einer das Risiko, gestĂŒrzt zu werden, auf sich nimmt. Eine solche Waghalsigkeit kommt Netanjahu ĂŒberhaupt nicht in den Sinn.

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Das wichtigste Land, das das US-MilitÀr erobert hat

Dennoch gibt es ein Land, in dem das US-MilitĂ€r wirklich regiert; ein Land, das das US-MilitĂ€r wirklich erobert hat. Wo und was ist es? Die Vereinigten Staaten von Amerika natĂŒrlich. UnabhĂ€ngig von seinen Verlusten und Frustrationen im Ausland gewinnt das US-MilitĂ€r immer mehr Geld und Einfluss hier zu Hause. Der Kongress liebt es, die PrĂ€sidenten lieben es, unsere Kultur liebt es (meistens), oder wird zumindest dazu gedrĂ€ngt, es unabhĂ€ngig von den Ergebnissen zu „unterstĂŒtzen“.

Jemen beweist, dass die USA die kriegfĂŒhrenden KrĂ€fte in den Griff bekommen mĂŒssen

Mit dem Jemenkrieg, der sich seinem dritten Jahrestag nĂ€hert, mit Afghanistan, wo der Krieg schon gut ĂŒber 17 Jahre lang dauert, mit Irak und Syrien, die scheinbar permanente Kriege der Vereinigten Staaten von Amerika sind, und Eskalationen in ganz Afrika fĂŒhren die USA anscheinend mehr Krieg als je zuvor. PrĂ€sident Trump hat dem MilitĂ€r in diesen Kriegen eine zunehmende Autonomie verliehen, und das GefĂŒhl des Kontrollverlustes ist spĂŒrbar.

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Die Verhaftung von Ahed Tamimi wirft ein beunruhigendes Licht darauf, wie Kinder von Israel behandelt werden

Ahed und Nabi Saleh haben gezeigt, dass der unbewaffnete Widerstand des Volkes – wenn er Israel und der Welt Unbehagen bereiten soll – es sich nicht leisten kann, passiv oder höflich zu sein. Er muss furchtlos, antagonistisch und störend sein.

Vor allem muss er dem UnterdrĂŒcker einen Spiegel vorhalten. Ahed hat den schießwĂŒtigen Tyrannen entlarvt, der in der Seele zu vieler Israelis lauert. Das ist eine Lektion, die eines Gandhi oder Mandela wĂŒrdig ist.

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