US-Verteidigungsminister trifft MilitĂ€rstĂ€be in China, SĂŒdkorea und Japan

Asienreise des Pentagon-Chefs nach China, SĂŒdkorea und Japan – Besichtigung einer chinesischen nuklearen Anlage In der kommenden Woche wird US-Verteidigungsminister Robert Gates nach China fliegen. Nach Angaben westlicher MilitĂ€rkreise wird Gates mit dem PrĂ€sidenten Chinas, Hu Jintao GesprĂ€che fĂŒhren, kurz bevor seinerseits Jintao zu einem Staatsbesuch nach Washington aufbrechen wird.

USA: Attentat auf Mitglied des StreitkrÀfte-Ausschusses

Tucson: Gabrielle Giffords, Abgeordnete des US-ReprĂ€sentantenhauses, Mitglied des StreitkrĂ€fte-Ausschusses und Mitglied in dessen Bereitschafts-Unterauschuss (Subcommittee on Readiness), der u.a. im Rahmen des „Base Realignment and Closure“-Programms zustĂ€ndig fĂŒr die Schließung von MilitĂ€rbasen ist, wurde heute bei einem gezielten Attentat aus nĂ€chster NĂ€he in den Kopf geschossen. Unklar ist, ob und wie sie dieses Attentat ĂŒberlebt hat. Giffords hielt eine WĂ€hlerveranstaltung „Congress on Your Corner“ ab (1). Es war also ihre Veranstaltung und nicht irgendeine zufĂ€llige Menschenansammlung. Bezeichnenderweise wurde ihre höchst einflussreiche Position im US-Parlament in der leider immer noch einflussreichen Informationsindustrie in Deutschland geflissentlich ĂŒbersehen.

Signale des Friedens aus Korea, Japan und China: Kriegstreiber unter Druck

Nordkorea bietet SĂŒdkorea GesprĂ€che ohne Vorbedingungen an. Auch werden eine „Verbessung des Volkslebens“ und „freie Reisen und Austausch aller Klassen und Schichten“ in Aussicht gestellt. Die USA revanchieren sich auf ihre Weise: mit einem neuen MilitĂ€rmanöver, welches sich ausdrĂŒcklich auch gegen China richtet, sowie dem Versuch einen MilitĂ€rpakt zwischen SĂŒdkorea und Japan zu konstruieren. Doch die Regierung Japans befĂŒrwortet direkte GesprĂ€che mit dem Norden Koreas und deutet eine Teilnahme an den von China vorgeschlagenen Sechs-Parteien-GesprĂ€chen an, welche die Obama-Clinton-Regierung in Washington immer noch ablehnt. Vor wenigen Tagen machte die Diplomatie des lange Zeit vor der Weltöffentlichkeit verschlossenen Nordkorea einen großen Sprung nach vorn. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA (1) zitierte heute einen Aufruf des „Komitees fĂŒr eine friedliche Wiedervereinigung Koreas“, welches direkte GesprĂ€che zwischen Norden und SĂŒden vorschlug – ohne Vorbedingungen: „Wir schlagen formell baldige GesprĂ€che ohne Vorbedingungen zwischen den Behörden des Nordens und SĂŒdens vor.“ Der Berichterstattung ĂŒber den Vorschlag des Vereinigungskomitees folgten auf KCNA eine ganze Reihe weiterer ErklĂ€rungen, die eine erstaunliche diplomatische Offensive Pyongyang dokumentieren: offensichtlich versucht Nordkorea (Demokratische Volksrepublik Korea) tatsĂ€chlich die innerkoreanischen Beziehungen und Kontakte wieder zu beleben.

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