Herr Geißler, ist das der Erfolg Ihrer Schlichtung?

Mit viel Brimborium hat Heiner Geißler vor einem Jahr eine ‚Schlichtung‘ im Streit um Stuttgart 21 einberufen – das Ergebnis lautete u.a.: Die Leistungsfähigkeit von S21 wird per Stresstest nachgewiesen, die Bäume im Schlossgarten bleiben erhalten. Den Stresstest hat der Tunnelbahnhof nur durch massive Fälschungen in der Berechnung und durch Annahme falscher Zahlen für den Kopfbahnhof ‚bestanden‘. Die Abholzung der Bäume hat die Bahn jetzt ausgeschrieben.

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Abstimmungskampf: Maulkorb für JA-Sager?

Die S21-Lobby tut alles um Werbung für das ‚JA zum Ausstieg‘ zu verhindern: Wo sie nur können, verhindern die S21-Betreiber, dass Werbeflächen für die JA-zum-Ausstieg-Kampagne vermietet werden. Das jüngste Highlight aus dieser Zensur-Kampagne ist eine einstweilige Verfügung gegen den Verein Umkehrbar e.V., den Spot ‚Walter Sittler sagt JA zum Ausstieg aus Stuttgart 21‘ nicht weiter zu verbreiten.

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Die Schweiz hat für 6 Mrd. Ihr ganzes Netz perfektioniert

Stuttgart: Die JA-zum-Ausstieg-Kampagne war gestern zu Gast in Zürich, wo sie von renommierten Schweizer Bahnexperten und Verkehrspolitikern empfangen wurde: Nationalrätin Franziska Teuscher von den Grünen, ProBahn-Vorsitzender Edwin Dutler und der ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel. Unter seiner Führung wurde das groß angelegte Projekt Bahn2000 realisiert, das aus 135 Bauprojekten in der ganzen Schweiz besteht. In Sachen Demokratie äußerten sich die schweizer Gastgeber sehr unerwartet: „Ein bisschen Stuttgart würde auch der Schweiz gut tun“, sagte Franziska Teuscher. Was jedoch das milliardenschwere Großprojekt Stuttgart 21 angeht, war das Urteil klar und eindeutig: „Das ist gegen jede eisenbahntechnische Vernunft. Es ist die größte Dummheit, die ich an Projekten je in Europa gesehen habe!“ (Edwin Dutler). Der Aufwand und die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Landpartie: Der Endspurt im Wahlkampf

Stuttgart: Die Facebook-Gruppe ‚Aussteiga‘ (aussteiga.de) wirbt für das ‚JA‘ zum Ausstieg aus dem Milliardengrab Stuttgart 21 – und das nicht nur im Netz, sondern auch ganz real bei den Menschen vor Ort: Am Samstag, 19. November werden drei Aussteiga-Busse mit 150 engagierten Bürgern im ganzen Land unterwegs sein, um Infomaterial zu verteilen. Auf ihrer Tour kommen die Aussteiga-Busse auch zu Ihnen auf den Marktplatz. Dort wird jeweils in einer Blitz-Aktion Infomaterial verteilt. Im Infomaterial sind die Nachteile beschrieben, die Stuttgart 21 für die einzelnen Regionen mit sich bringen würde, ebenso wie der Nutzen des Ausstiegs fürs ganze Land.

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