DIE GRIECHENLAND-KRISE (VII): Am Anfang war die Statistik

Im Oktober 2009 erhöhte die vom neu gewĂ€hlten Parlament Griechenlands ins Amt gewĂ€hlte Regierung der „Pasok“ unter Giorgos Papandreou (ebenfalls Vorsitzender der „Sozialistischen Internationale“) und seinem Finanzminister Giorgos Papaconstantinou die Prognose ĂŒber das griechische Staatsdefizit im laufenden Jahre 2009 von 3, 7 Prozent (MĂ€rz 2009) auf 12,5 Prozent (Oktober 2009) des Bruttoinlandsproduktes (BIP). AusfĂŒhrender Akteur: die „Hellenic Statistical Authority“ ELSTAT, die griechische Statistikbehörde. (1)

Der ESM-Gesetzentwurf

Hier der heute von der Bundesregierung beschlossene „Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 2. Februar 2012 zur Einrichtung des EuropĂ€ischen StabilitĂ€tsmechanismus“. Er enthĂ€lt zwar noch keine Regelung der „Parlamentsbeteiligung“ in der parlamentarischen Demokratie (schönen Gruß an das „Handelsblatt“, dem der Entwurf „vorliegt“), aber nichtsdestrotz einen entscheidenden Passus, der bereits einen fundamentalen Umbruch in den bisherigen Planungen zur Zerschlagung der europĂ€ischen Demokratien darstellt: sĂ€mtliche relevanten operativen Maßnahmen dieser geplanten internationalen Finanzinstitution bedĂŒrfen selbst nach diesem vorlĂ€ufigen Regierungsentwurf eines Gesetzes der Republik Deutschland.

820 Milliarden Euro: EZB-Gelddruckerei ĂŒberschĂŒttet die Wucherer, die schĂŒtten zurĂŒck

Die „Übernacht-Einlagen“, die „Angstkasse“, oder besser: das Gelddepot des weltweiten Finanzkartells bei ihrer persönlichen Gelddruckerei, der Frankfurter Zentralbank des Euro-Systems, ist innerhalb von drei Tagen um weitere 43 Milliarden Euro auf ĂŒber 820 Milliarden Euro explodiert. Die kapitalistische Informationsindustrie, ebenso wie die in zwei Jahrzehnten des Krieges und der weltweiten Expansion des unkontrollierten Interbankensystems („Globalisierung“) versauten „öffentlich-rechtlichen“ Medien erzĂ€hlen dazu nur Dreck daher oder schweigen völlig.

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