Amerikas Achillesferse

Haben Sie gehört von der spontan organisierten Prozession, in der nach der offiziellen Parade eine halbe Million Menschen durch Moskau zogen mit Bildern ihrer Verwandten, die im Zweiten Weltkrieg um ihr Leben kamen? Die Veranstaltung wurde als „Das ewige Regiment“ bezeichnet. Ähnliche Prozessionen fanden in vielen Städten in ganz Russland statt, und die Zahl der Teilnehmer wird auf insgesamt etwa vier Millionen geschätzt. Die Presse des Westens machte sich darüber entweder lustig oder stellte es hin als einen Versuch Putins, antiwestliche Gefühle hochzupeitschen. Diese „Berichterstattung“ der Presse ist reine Propaganda! In der Tat handelte es sich um einen enthusiastischen spontanen Ausbruch eines genuinen Gefühls der Öffentlichkeit. Wenn Sie nur ein bisschen darüber nachdenken, dann wird klar, dass so etwas in diesem Ausmaß nie künstlich erreicht werden hätte können, und der Gedanke, dass Millionen Menschen ihre Toten für Propagandazwecke prostituieren würden, ist ehrlich gesagt zynisch und beleidigend.

Die Hölle ist losgelassen

Die Amerikaner spielten eine kleine Rolle in dem Krieg gegen Hitler. Eisenhower wartete klugerweise, bis die Rote Armee Hitler besiegt hatte und führte dann die Invasion durch, lange nachdem sich das Glück gegen Deutschland gewendet hatte. Washington beansprucht heute Anerkennung für den Sieg in einem Krieg, in dem Washingtons Beitrag bescheiden war.

Elmau: Polizeistaat Deutschland fürchtet sich vor altem Mann

Gerhard Haase muss ausziehen, denn auch er wurde als ein solches Gefahrenpotential vom Sicherheitsapparat eingestuft. Nicht nur unmittelbar für die beiden Tage, sondern für Wochen. Haase ist kein verkappter Terrorist. Er und seine verstorbene Frau wohnten seit fünfzig Jahren in der Hütte, die dem Hotelschloss gehört und dem Ehepaar ein Dauerwohnrecht eingeräumt hat. Beide arbeiten in dem Schlosshotel und man kann davon ausgehen, dass sie schon allein wegen der militärisch-geheimdienstlichen Historie des Schlosses sämtliche Sicherheitschecks durchliefen.

Thüringens Ministerpräsident: „Wenn ich mir den Internetknoten in Frankfurt anschaue…“

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen und in der Partei „Die Linke“, äußert sich in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ zur aktuellen Spionage-Affäre und zur Verstrickung der Geheimdienste mit faschistischen Gruppen. Neben wichtigen und persönlichen Angaben zur seiner eigenen Geschichte, u.a. in der HBV Gewerkschaft (heute Ver.di) und Konfrontationen mit Faschisten in Thüringen zu Beginn der 90er Jahre, macht Bodo Ramelow als erster Ministerpräsident, sowie hochrangiger Funktionär im Staat überhaupt, die Spionage am größten Internet-Knoten der Welt endlich zum Thema.