Frieden und Wassermelonen

Als ich Mitte der 50er-Jahre nach einer Persönlichkeit Ausschau hielt, die vielleicht David Ben Gurion im Amt des MinisterprĂ€sidenten ablösen könnte, dachte ich an Goldmann. Er hatte das notwendige Format und war bei moderaten Zionisten beliebt. Was nicht weniger bedeutsam war: er hatte eine klare Meinung. Vom ersten Tag des Staates Israel an hatte er vorgeschlagen, dass Israel eine „nahöstliche Schweiz“ werden möge, neutral zwischen den USA und der Sowjetunion. FĂŒr ihn war Frieden mit den Arabern fĂŒr die Zukunft Israels absolut notwendig.

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Die Suabis

Das muss auslĂ€ndischen Lesern erklĂ€rt werden. Die Suabi-Familie ist eine große Hamula (eine große Sippe) in Nazareth und in den benachbarten Orten. Mehrere Mitglieder dieser Familie dienten seit den frĂŒhen Tagen Israels in der Knesset, alle als Mitglieder zionistischer Parteien oder arabischer Fraktionen, die mit zionistischen Parteien verknĂŒpft waren.

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Können zwei zusammengehen?

Dies hörte ich von mindestens zehn frĂŒheren Knesset-Mitgliedern und anderen als wir im Knesset-Foyer noch Orangensaft tranken. Ich könnte es auch selbst gesagt haben (und tat es wahrscheinlich).
Es war die Eröffnungssitzung der neuen Knesset, und frĂŒhere Mitglieder wurden zu einem Empfang mit den neuen eingeladen. Dann saßen wir im Plenum.

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Wehe dem Sieger!

LAPID GEWANN 19 Sitze. Seine Fraktion ist die zweitgrĂ¶ĂŸte in der Knesset mit 120 Sitzen, nach Likud-Beitenu, die 31 Sitze hat. Die Zusammensetzung des Parlamentes ist so, dass es fĂŒr Binjamin Netanjahu fast unmöglich ist, eine Koalition ohne ihn zu bilden.
Der frĂŒhere Fernsehstar befindet sich in der Situation eines Kindes in einem SĂŒĂŸwarenladen, das sich nehmen kann, was immer es sich wĂŒnscht. Er kann sich jeden Regierungsposten auswĂ€hlen, der ihm und seinen Untergebenen gefĂ€llt. Er kann dem MinisterprĂ€sidenten fast jede Politik aufzwingen.

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Ein Schritt zur Mitte hin

ES WAR die Nacht fĂŒr die Optimisten.
Dienstag um 22 Uhr eins, eine Minute nachdem die Wahllokale geschlossen wurden, verkĂŒndeten die drei Fernsehprogramme das Ergebnis ihrer Hochrechnungen, die unmittelbar nach dem Verlassen der Wahllokale durchgefĂŒhrt wurden.
Die verheerenden Voraussagen der Pessimisten wurden total widerlegt.
Israel ist nicht verrĂŒckt geworden.

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Wen wÀhlen?

GEHEN WIR zur aktuellen Wahl.
Meine Methode ist es, alle miteinander wetteifernden Wahllisten in einer wahllosen Reihe zu notieren.
Dann streiche ich all jene aus, die ich nicht wĂ€hle, auch wenn mein Leben davon abhĂ€ngen wĂŒrde. Das ist der leichte Teil.
Als erstes gibt es den Likud-Beitenu. Der Likud allein ist schon schlimm genug. Die Zusammenlegung mit Avigdor Liebermans Partei Israel Beitenu macht ihn sogar noch destruktiver.

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