UN-UnterstĂŒtzung fĂŒr die Atomindustrie?

„Es ist skandalös, dass der Atomindustrie auf der Weltklimakonferenz Raum gegeben wird, um ihre kruden Thesen und falschen Versprechungen zu verbreiten. Atomenergie ist mit einer echten nachhaltigen Energiewende nicht kompatibel“, so der IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen. Nach Auffassung von Rosen geht es beim geplanten Bau von Atomkraftwerken wie aktuell in Großbritannien nicht um Klimaschutz, sondern in erster Linie um milliardenschwere Quersubventionen fĂŒr Atomwaffenprogramme.

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Atomwaffen vor Gericht

Die Ă€rztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an den Richter des Amtsgerichtes Cochem Gerald Michel, die fĂŒnf angeklagten Atomwaffengegner*innen freizusprechen. Am Mittwoch mĂŒssen sie sich fĂŒr ihre Aktion des Zivilen Ungehorsams auf dem AtomwaffenstĂŒtzpunkt BĂŒchel verantworten. Sie waren am 23. Juli 2018 aus Protest gegen die dort gelagerten Massenvernichtungswaffen in den StĂŒtzpunkt eingedrungen und haben auf der Start- und Landebahn gesungen und musiziert.

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Gemeinsamer Appell an BundeslĂ€nder: Export-Verbot fĂŒr Brennelemente beschließen

Die VerbĂ€nde und Initiativen richten ihre Forderung insbesondere an die nordrhein-westfĂ€lische Landesregierung, die zu den lautesten Kritikern der grenznahen belgischen AKW Tihange 2 und Doel 3 gehört. Bislang folgte der harschen Rhetorik jedoch kein echtes Engagement gegen die Pannenmeiler. „Immer wenn es konkret wird, etwas gegen den Betrieb der Riss-Reaktoren zu unternehmen, glĂ€nzt Nordrhein-Westfalen mit UntĂ€tigkeit“, erklĂ€rt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. „Eigene wirksame Maßnahmen bleibt MinisterprĂ€sident Laschet bisher schuldig. Damit ist er als Kritiker der Pannenreaktoren unglaubhaft.“

ICAN dankt Botschaften jener Staaten, die Atomwaffenverbot ratifiziert haben

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), die die IPPNW mitbegrĂŒndet hat, erhielt den Friedensnobelpreis im Vorjahr vor allem fĂŒr die Anstrengungen um dieses Verbotsabkommen. „Aufgrund des Friedensnobelpreises hat das Atomwaffenverbot endlich die öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, die es verdient und benötigt“, erklĂ€rt Xanthe Hall, IPPNW-AbrĂŒstungsexpertin und Mitglied im Vorstand von ICAN Deutschland.