Russen-Raketen
Jetzt, nach dem sich alle beteiligten „GroĂmĂ€chte“ an dem Krieg in Syrien einig sind, dass dieser vorbei ist, liefert die russische Regierung ihr Waffensystem S-300 der syrischen Regierung. Zuvor hiess es stets, das syrische Verteidigungsministerium hĂ€tte alles – Radar und Raketen, um feindlichen BeschuĂ abzuwehren und wĂŒrde keine neuen Waffen fĂŒr den Luftraum benötigen.
Die ganze Heuchelei um den Abschuss eines russischen Ăberwachungs-Flugzeuges Il-20 am 17.9.2018 ĂŒber dem Mittelmeer durch die syrischen StreitkrĂ€fte wegen eines israelischen „Manövertricks“ bildet nur den Vorwand, dieses Raketenabwehr-System und die Radare nun dort vor Ort in der RealitĂ€t weiter zu erproben anstatt nur in Simulationen und auf TestgelĂ€nden.
Die russische und israelische Verteidigungsindustrie ist miteinander eng verbunden. Anstatt es Syrien mit der Lieferung zu ermöglichen, sich vor feindlichen Angriffen zu schĂŒtzen sowie die eigenen, wie es aus dem Kreml heisst, wird man in den militĂ€rischen Entwicklungszentren gemeinsam mit israelischen Personal Auswertungen vornehmen zwecks Weiterentwicklungen.
Alles andere ist diplomatische Propagandashow fĂŒr die Ăffentlichkeit und sollte nicht fĂŒr bare MĂŒnze genommen werden wie das Zitat des russischen Verteidigungsministers in der Tass am 24.9.2018:
„Ich unterstreiche – auf Bitte der israelischen Seite haben wir 2013 die Lieferung von S-300-Systemen, die fĂŒr den Versand bereit waren, ausgesetzt, wĂ€hrend das syrische MilitĂ€r eine Ausbildung erhalten hatte. Nun hat sich die Situation geĂ€ndert und wir sind nicht zu beschuldigen.“
Welche vornehme RĂŒcksicht vor fĂŒnf Jahren gegenĂŒber dem „Waffenbruder“, durch die der Syrien-Krieg verlĂ€ngert wurde.
Schuld haben alle, die Waffen produzieren und verkaufen. Das Unschuldslamm zu spielen ist zynisch und verhöhnt die Toten in den Kriegen.
Quelle:
http://tass.com/defense/1022844
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