Österreichische U.N.O.-Soldaten liessen syrische Grenzer verbluten

Blauhelme Österreichs spielten im Jahr 2012 die zu "Neutralen" in der Pufferzone zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen und zeigten eine unerhörte Unmenschlichkeit und Bösartigkeit

Am Freitag, den 27.April 2018 veröffentlichte die österreichische Zeitschrift "Falter" auf ihrem Online-Portal der Redaktion auf dem Postweg zugespieltes Material, darunter auch ein Video-Mitschnitt vom 29.9.2012 der im Golan stationierten österreichischen Soldaten des Bundesheeres im Rahmen ihres Einsatzes für die Mission der Friedenstruppen der United Nations Disengagement Observer Force (U.N.D.O.F.). Die Aufnahmen wurden vom Grenzposten "UNO Position Hermon Süd" auf dem Hermon-Gebirge angefertigt und zeigen die Ermordung von neun syrischen Geheimpolizisten in ihrem Auto, auf die aus einem zuvor beobachteten Hinterhalt geschossen wurde.

Der Grenzkonflikt wurde damals als Zwischenfall zwischen "Schmugglern" und syrischen Kräften gemeldet, als einer von vielen. Die Existenz des folgenden Videos war bisher nicht bekannt.

Schockierend ist das Verhalten der Österreicher: Das Auto musste den Grenzposten passieren und hielt dort zu einem kurzen Gespräch an, man kannte sich. Ohne Hinweis auf den von dreizehn Männern gelegten Hinterhalt, der eine Stunde zuvor von den Blauhelmen ebenfalls gefilmt wurde, liess man die in zivil gekleideten Grenzer in ihr Verderben fahren, bei dem alle Insassen den Tod fanden. Die Exekution wurde voller Spannung erwartet und auf eine unglaublich zynische Weise kommentiert.

Aber nicht nur das, der Vorschlag eines Soldaten, medizinische Hilfe anzufordern, wurde sofort abgelehnt. Man hoffte und war erleichtert, dass es keinen Überlebenden gibt, der ausgesagt hätte, dass keine Warnung erfolgte. Diese unterlassene Hilfeleistung ist Grund genug, die dafür Verantwortlichen vor ein Gericht zu stellen. Eventuelle Verjährungsfristen, die eine Anklage verhindern, sind nicht vorhanden, da die Beweismittel erst jetzt zur Kenntnis kamen. So auch dem Ex-Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), der laut eigenen Angaben davon aus den Medien erfahren hatte.

Generalmajor Iqbal Singh Singha, ein indischer Militär, war zu dieser Zeit Kommandeur der United Nations Disengagement Observer Force.

http://burgenland.orf.at/news/stories/2909831/

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