Demo gegen TTIP und CETA in Berlin
Mitteilung der BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. vom 7. Oktober 2015
Ein bunter Haufen von Gewerkschafter_innen, Atomkraftgegner_innen, Frackgegner_innen und Kritikern der Massentierhaltung hat am kommenden Samstag ein gemeinsames Ziel: Sie fahren nach Berlin und schlieĂen sich der GroĂdemonstration gegen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP und den Handelsvertrag zwischen der EU und Kanada mit dem KĂŒrzel CETA an.
Die BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. (BI) hat einen Bus organisiert und gemeinsam mit der AG Fracking der BI werden die WendlĂ€nder mit vollem Equipment in die Hauptstadt fahren: Treffpunkt in Berlin sind deren reichlich bestĂŒckten Info-StĂ€nde.
Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) wird seit 2013 unter Ausschluss der Ăffentlichkeit ausgehandelt. Ăhnlich wie CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement), das zwischen der EU und Kanada seit 2009 ausgehandelt wird, droht ein massiver Abbau von Demokratie: gewerkschaftliche Rechte, Verbraucherrechte und erreichte Standards im Umweltschutz sehen die Kritiker in Gefahr.
âIm Fokus stehen nicht die viel diskutierten Chlorgas-HĂ€hnchen, gemeinsam mit vielen Initiativen kritisiert wir vor allem, dass diese Abkommen private Schiedsgerichte vorsehenâ,
sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Unternehmen können die Vertragsstaaten vor Tribunalen verklagen, wenn sie ihre zukĂŒnftigen Profiterwartungen durch Gesetzgebungen eingeschrĂ€nkt sehen. Damit kĂ€men im Streitfall auf die Staaten Klagen in Milliardenhöhe zu. Zugleich wird der Spielraum fĂŒr eine Gesetzgebung zugunsten des Gemeinwohls erheblich eingeschrĂ€nkt. Profitieren werden vor allem Transnationale Konzerne. Viele der gröĂten US-Firmen unterhalten in Kanada Niederlassungen. Ăber CETA wĂŒrden sie EU-Staaten verklagen können, selbst wenn das TTIP-Abkommen zwischen den USA und der EU scheitert.
Die Demonstration beginnt am Berliner Hauptbahnhof um 12 Uhr. Eine Anmeldung im BI-BĂŒro ist aussichtlos, der Bus ist bereits völlig ausgebucht, empfohlen werden Fahrgemeinschaften per Bahn ab Salzwedel oder Wittenberge.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
