#ISS #ScottKelly #StationCDRKelly: Schämen Sie sich, Sir!

Kommentar Militär, Krieg Wissenschaft

scottkelly

U.S.-Jagdbomber-Flieger im Kampfeinsatz in der „Operation Desert Storm“ im Zweiten Golfkrieg, aktiver Teilnehmer an der Zerstörung des Irak, derzeitiges Besatzungsmitglied als "Langzeit-Experiment" ein Jahr an Bord der I.S.S., macht in Twitter Stimmung gegen Nordkorea (Demokratische Volksrepublik Korea) - ein Land, umzingelt von der U.S.-Army und somit das Wettrüsten befeuernd.

Die Internationale Raumstation I.S.S. ist einer der letzten von der Öffentlichkeit wahrgenommenen Orte - zugegebenermassen nicht von allen, der als Symbol für eine internationale friedliche Zusammenarbeit der "Grossmächte" auch während kritischer Zeiten der Spannung verbindend zwischen diesen "Weltenlenkern" steht.

Fast alle zur Erde zurückgekehrten Bordmitglieder berichteten über die aussergewöhnliche Erfahrung beim Blick auf unseren zerbrechlichen, einzigartigen Planeten, den es zu schützen gilt, erwähnten wie wichtig es ist, Frieden zu bewahren und lobten die gute Zusammenarbeit zwischen den Astronauten verschiedener Nationen auf der Station.

Interessante, nie zuvor gesehene Fotos und Videos verdankt die Weltbevölkerung der Existenz dieser Raumstation.

Auf Twitter stellt der u.s.-amerikanische Astronaut Commander Scott Joseph Kelly fast täglich wirklich atemberaubende Bilder zur Verfügung. So auch am 26.September 2015 von einem Überflug bei Nacht über die Koreanische Halbinsel.

Derartige Aufnahmen sind nichts Neues. Deutlich ist der Unterschied der künstlichen Beleuchtung zwischen beiden koreanischen Staaten zu erkennen und wurden schon oft im Internet als Beispiel herangezogen, um die Mangelwirtschaft unter einer Diktatur hämisch zu beweisen, ein mittlerweile alter, speckiger Hut. Kelly haut überflüssigerweise in die gleiche Kerbe und stellt sich damit armseligerweise auf die gleiche Stufe mit diesen Personen.

Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden und völlig normal, ein Foto von diesem Fleckchen Erde zu zeigen.

Nicht normal hingegen ist der Kommentar von Scott Kelly in seinem Tweet nach Art hinterlistiger Trolle, die alles auf subtile Weise in den Dreck trampeln, noch dazu mit einem provozierenden Hashtag verlinkt auf Nordkorea, zu diesem Foto:

Feel bad for the people of #NorthKorea when I see with my own eyes they live without electricity

Dieser Satz ist voller politischer Intentionen gegenüber der von der Regierung der Vereinigten Staaten verhassten Existenz des abgeschotteten Landes im Norden der koreanischen Halbinsel und passt zu einem indoktrinierten Irakkriegs-Bomberveteran der Luftwaffe der U.S.-Armee der Bush-Ära. Hatte Commander Kelly sich damals auch schlecht gefühlt gegenüber der Bevölkerung des Iraks, deren Infrastruktur einschliesslich der Elektrizitätsanlagen mutwillig zerstört wurde?! Saßen diese Menschen nicht nachts ohne Beleuchtung oder abgedunkelten Fenstern in ihren Wohnungen aus Furcht, ein Ziel vor (seinen) Bomben abzugeben?!

Auszug aus Wikipedia:

"Kelly wurde der Jagdstaffel VF-143 „Pukin' Dogs“ zugeteilt, nachdem er einen weiterführenden Lehrgang auf dem Flugzeugmuster F-14 „Tomcat“ absolviert hatte. Die VF-143 ist auf der Naval Air Station Oceana in Virginia Beach, Virginia, stationiert und bildet mit anderen Einheiten das Carrier Air Wing Seven (CVW-7). 1990 war Kelly mit der VF-143 an Bord des Flugzeugträgers „USS Dwight D. Eisenhower“ zwischen März und September auf dessen sechstem Einsatz im Mittelmeer dabei. Nach einem Auftrag auf der Naval Air Station Fallon in Nevada im Mai 1991 wurde CVW-7 mit der „USS Eisenhower“ ausgesandt, um die „Operation Desert Storm“ zu unterstützen. Ende September 1991 lief man mit dem Ziel Persischer Golf aus. Nach Beendigung des Kampfeinsatzes im Zweiten Golfkrieg nahm das Geschwader im März 1992 auf dem Rückweg in die USA an einer NATO-Übung teil. Die „USS Eisenhower“ war Teil der „Teamwork 92“, die zwei Wochen lang in den Fjorden Norwegens abgehalten wurde. Bevor Kelly das VF-143 verließ, nahm er im August 1992 an der Jungfernfahrt der gerade in Dienst gestellten „USS George Washington“ teil."

Milliarden von Menschen leben auf diesem Planeten aus Armut oder wegen kriegerischer Zustände ohne Zugang zu sauberem Wasser oder einer modernen Infrastruktur. All diese Erdbewohner müssten ebenso das Mitleid Kelly's erregen (die traditionell bevorzugte natürliche Lebensweise mancher Volksgruppen ausgenommen).

Der verschwenderische Verbrauch an elektrischer Energie ist kein Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung der Menschheit. Mit ihrer Gewinnung gehen unwiederbringliche Landschaften verloren und hinterlassen in den meisten Fällen eine zerstörte, mit Giften verseuchte Umwelt mit katastrophalen Folgen für die nachfolgenden Generationen. Sei es der Braun- oder Steinkohleabbau, die Uranminen für die Brennstoffstäbe der Atomkraftwerke, die Erdgas- und Ölindustrie, grosse Staudämme für Wasserkraftwerke, Grossplantagen für die Gewinnung von Pflanzenölen für Brennstoffe. Gemeinden werden vertrieben, Menschen ausgebeutet.

Die meisten Kriege werden seit Jahrhunderten im Kampf um Ressourcen geführt und garantieren im Augenblick noch den Industrienationen auf Kosten anderer den gewohnten Lebensstil und der Grossindustrie die Profite.

Einsparung von Energie wird von allen Seiten gepredigt, Gesetze verabschiedet (oft zu Lasten der "kleinen Leute"), der "Earth Day" jedes Jahr zelebriert - alle wissen, dass ein Teil der Menschheit über ihre Verhältnisse lebt.

Und seien wir ganz ehrlich: wer verfällt nicht in ehrfürchtiges Staunen über einen mit Sternen übersäten Nachthimmel in glasklaren Nächten, der den meisten Menschen in verstädterten Gebieten verwehrt ist. Auch Scott Kelly wird das in seiner exponierten Stellung im Orbit sicher gern bestätigen können.

Das beliebte Campen in der Natur und eine Feuerstelle in der Nacht sind Ausdruck einer in uns tief verwurzelten Sehnsucht nach einem Leben ohne den ganzen industriellen Klamauk in all seinen Erscheinungsformen.

"Scotty" erhält in diesem Sinne genügend Kommentare auf seinen Tweet - nicht alle Personen sind gehirngewaschen und lassen sich manipulieren:

Just imagine the source of light: coal getting burned, that coal transported in ships,.... Is it really worth?

is electricity essential? I'd rather have clean air, safe water, food and shelter

In Syria we live without electricity ..

I bet they have the best view of the stars thougb

not a bad thing for the environment though.

They're doing much less damage to the climate and future generations...

It's terrible .. Although the people of the USA have plenty electricity but still can't see the light ..

Pretty good for stargazing though.

And you feel good abut the "developed world" killing the planet with resources exploitation to make their electricity? SAD

Not sure if I feel bad. I'm sure thought, they can see way more stars than me in the Baja California.

barrels of laugh 😀 have you seen pakistan?

...and I feel sad for the people of Gaza who are living in siege and lack medicine, food and electricity.

don't feel bad for them there not destroying the planet. It gets dark at night for a reason.

if you see in tge Arabian peninsula total black spot , the thats Yemen .. no electricity at all

Bitte keine weitere noch so kleine Propaganda dieser Art von Bord der Internationalen Raumstation. Sie ist dem hauchdünnen Waffenstillstand zwischen beiden koreanischen Staaten nicht dienlich.

Ihre private Meinung in Ihrer Position, Herr Kelly, geäussert auf einer Plattform wie Twitter, ist ein öffentliches Statement. Auch wenn ein Mitarbeiter der N.A.S.A. diesen Twitter-Account pflegen sollte und unter Ihrem Namen twittert, ist es für andere Ihr persönlicher Auftritt.

Geniessen Sie die aktuelle besondere "Blutmondfinsternis" in einer Nacht, in der viele Menschen trotz Lichtverschmutzung, zum Teil durch sinnloses Leuchtreklamengeflimmere, zum Himmel schauen und tragen Sie in Zukunft mit dem Gewicht Ihres Bekanntheitsgrads dazu bei, die Erde ohne Krieg zu einem besseren Ort für alle Menschen zu machen. Fangen Sie damit an, diplomatische Abrüstungsgespräche auf der koreanischen Halbinsel zu unterstützen.

Weiterhin guten Flug und glückliche Landung bei der Rückkehr zur Erde im nächsten Jahr und vor allem beste Grüsse an den Rest der Mannschaft.