Wagenknecht: Ich warte dann mal auf die Debatte über den Zusammenbruch meiner Euro-Religion

Sahra Wagenknecht, designierte Parteiführerin von "Die Linke" im Bundestag, gibt wieder mal ein Interview. In der "Welt" konstatiert die Salonsozialistin den Kommissaren, dem obersten Rat ("Europäischer Rat"), dem macht- aber nicht witzlosen "Parlament", der in keinerlei Vertrag zu findenden "Euro-Gruppe", sowie der Zentralbank der "Europäischen Union", dass in deren zur "Rettung der Euro-Zone" vorgelegten gemeinsamen Papier alles darauf hinaus läuft, die Souveränität der Mitgliedsstaaten im Staatenbund zu "erledigen" und deren Wahlen "irrelevant" zu machen. Ebenso gibt Sahra Wagenknecht nun zu, dass die Währungsunion des internationalen kapitalistischen Finanzsystems mit Namen "Euro" eine "europaweite Abschaffung der Demokratie durch die Hintertür" mit sich bringt.

Das haben wir alles selber geschrieben, schon vor fünf Jahren, in der eigenen Zeitung.

Also, Abgeordnete Wagenknecht (Genossin sagte man früher), was wollen Sie nun dagegen tun was sie selbst getan haben?

"Deshalb muss die Linke die Debatte führen, ob sie sich dieser Logik weiterhin ausliefern will oder sich lieber für ein anderes Finanz- und Währungssystem starkmacht."

Frau Abgeordnete, hauen Sie doch ab!

(...)

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Rechtschreibfehler korrigiert am 11.06.2018