#GazaDayofRage, Israel: Heimatfrontkommando verbietet Friedensdemonstration in Tel Aviv

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Für den heutigen weltweiten Protest gegen das andauernde Massaker des Regimes von Israel in seiner Kolonie Gaza, Palästina, ist auf dem Rabin Platz in Tel Aviv um 20 Uhr Ortszeit eine Friedensdemonstration angemeldet, zu der sich via Facebook bereits rund viereinhalbtausend Personen angekündigt haben. Das Heimatfrontkommando des Regimes hat diese Demonstration nun verboten.

Die "Haaretz", wie alle israelischen Zeitungen der Militärzensur unterworfen, es sei denn sie würden mal aus dem Gazastreifen berichten, schreibt dazu heute (hier eine Spiegelung der Meldung):

"Die Tel Aviver Polizei gibt bekannt, dass sie die für diesen Abend auf dem Rabin Platz der Stadt geplante linksgerichtete Demonstration nicht erlauben wird.

`Entsprechend der Sicherheits-Situation, der Bedrohung durch Raketen, und hinsichtlich der durch das Heimatfrontkommando dargelegten Empfehlungen, ist entschieden worden, dass keine großen öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel ("in open areas") zugelassen werden´.

Entsprechend der gestrigen Instruktionen durch das Heimatfrontkommando der I.D.F. (Anm.: das Militär), sind Ansammlungen von über 1000 Personen unter freiem Himmel im Umkreis von 40-80 um den (Gaza)Streifen nicht erlaubt. Sowohl Jerusalem, als auch Tel Aviv fallen unter diese Kategorie. In Gebieten im Umkreis von 40 Kilometern um den Streifen sind Ansammlungen von über 500 Personen verboten, sowohl unter freiem Himmel, als auch in geschlossenen Räumen."

Das Heimatfrontkommando hat dieses faktische Demonstrationsverbot für Tel Aviv bereits am 18. Juli erlassen, einen Tag nach einer u.a. von der Veteranengruppe "Breaking the Silence" organisierten Demonstration gegen Krieg und Faschismus.

Wie Elizabeth Tsurkow, Projektleiterin der Flüchtlings- und Migrantenhotline HRM, via Twitter meldet, haben die Veranstalter der für heute Abend geplanten Demonstration, u.a. die in Israel bereits so überaus beliebten Volllinken von Hadash und Meretz, diese nun "verschoben".

Nichtsdestotrotz werden heute weltweit Demonstrationen für den Frieden, für Palästina und für die Menschen im gepeinigten Gaza demonstrieren, u.a. in London und Berlin (Hashtag bei Twitter: #GazaDayofRage).

Durch das Demonstrationsverbot vermeidet das Militär in Israel nun für es selbst hochnotpeinliche Bilder der Solidarisierung von Menschen weltweit mit Israelis, wenn auch nur Linken, Dissidenten, Sozialisten und Gegnern des Gaza-Krieges.

Ein deutscher Contralinker der Partei "Die Linke" möchte vor Freude platzen.