„Das, was Kiew jetzt macht, ist amoralisch und unmenschlich“
ErklĂ€rung des offiziellen Vertreters des AuĂenministeriums Russlands, Alexandr Lukaschewitsch vom 23. Juli, zu den Ereignissen in der Ukraine
In Russland hĂ€lt so wie in der ganzen Welt der Schmerz ĂŒber den Tod von völlig unschuldigen Menschen – der Passagiere der „Boeingâ – unvermindert an. Sie wurden Opfer eines Krieges, der in der Ukraine gefĂŒhrt wird. Dabei möchte Kiew nicht auf die Stimme der Vernunft hören und einen Waffenstillstand eingehen, was nicht nur einmal von Vertretern der Volksmilizen vorgeschlagen wurde. Die SchlĂ€ge aus schweren Waffengattungen erfolgen unter anderem auch auf Ortschaften, die sich in unmittelbarer NĂ€he der Absturzstelle des Flugzeugs befinden.
Die Kiewer Vertreter halten es fĂŒr notwendig, jeden Tag und jede Stunde an Russland gerichtete unsinnige und durch nichts bekrĂ€ftigte Beschuldigungen zu erheben, anstatt eine vollstĂ€ndige und unvoreingenommene internationale Untersuchung der GrĂŒnde fĂŒr die Katastrophe mit möglichst weitgehender Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Arbeit zu unterstĂŒtzen. Statt dessen fĂŒhren nach erscheinenden Informationen die ukrainischen Sicherheitsbehörden ohne VerstĂ€ndigung der internationalen Organisationen gewisse geheime AktivitĂ€ten durch und zwar sowohl mit den InformationstrĂ€gern der ukrainischen LuftraumĂŒberwachung – der militĂ€rischen und der zivilen – als auch mit ihren Mitarbeitern. Das widerspricht ganz klar den Aufgaben einer objektiven und unvoreingenommenen Untersuchung.
Das wird ĂŒbrigens nicht das erste Mal gemacht.
Wo ist die versprochene Untersuchung der BeschieĂung von Menschen auf dem „Maidan“? Wer sind diese Menschen, die sowohl auf die eigenen Leute als auch auf die Polizei aus einem GebĂ€ude schossen, das der Kommandant des „Maidan“ kontrollierte? Deren Gesichter sind ja bekannt. Obwohl ich mich entsinne, dass viele geachtete europĂ€ische und amerikanische Nachrichtensender diese objektive Information nicht brachten.
Wo ist die Untersuchung der schrecklichen Tragödie in Odessa, wo zielgerichtet und kaltblĂŒtig unter Teilnahme von Personen, die staatliche Ămter bekleideten, dutzende Menschen bei lebendigem Leib verbrannt und die aus den Fenstern des brennenden GebĂ€udes springenden Menschen mit KnĂŒppeln totgeschlagen wurden? Das konnten ĂŒbrigens viele in Europa und in den USA ebenfalls nicht sehen.
Leider wurde auch ĂŒber die Ereignisse in der Ostukraine ein Informationstabu verhĂ€ngt. Auf den ursprĂŒnglichen friedlichen Protest der Menschen, welche die Einhaltung ihrer Rechte forderten, antwortete Kiew mit SchĂŒssen aus Massenvernichtungswaffen auf Ortschaften, Siedlungen und dicht besiedelte GroĂstĂ€dte. Jetzt explodieren RaketengeschoĂe in Wohnbezirken von Donezk und Lugansk. Es starben bereits hunderte Menschen. Wenn das jemand fĂŒr normal hĂ€lt, dann soll dieser nicht mehr hochgestochene Worte ĂŒber die Einhaltung der Menschenrechte in den Mund nehmen. Das, was Kiew jetzt macht, ist amoralisch und unmenschlich.
Das AuĂenministerium Russlands fordert noch einmal alle zu einem unverzĂŒglichen Waffenstillstand auf. Das ist notwendig fĂŒr die Rettung der Leben von Kindern, Frauen und alten Leuten. Das ist notwendig fĂŒr die GewĂ€hrung der Bedingungen fĂŒr die vollstĂ€ndige Untersuchung der Tragödie, welche mit den Flugzeugpassagieren im Himmel ĂŒber der Ukraine geschah.
