N.S.A. warnte 1999 vor Infiltration des U.S.-Telefonsystems durch israelisches Konsortium

Ein am 13. Dezember 2001 on Air gegangener Bericht des TV-Senders „Fox News“ berichtete, im Zuge einer vierteiligen Serie ĂŒber die mutmaßliche Spionage israelischer Agenten und Konsortien in den Vereinigten Staaten vor und nach den Attentaten des 11. Septembers, ĂŒber das Konsortium Amdocs Ltd. Nach den 9/11-Attentaten waren in den U.S.A. ĂŒber 60 mutmaßliche israelische Agenten festgenommen worden, darunter ein Dutzend Angestellte von Amdocs. Wie „Fox News“ berichtete, hatten U.S.-Ermittler den Verdacht,

„gewisse VerdĂ€chtige der Attentate des 11. Septembers es möglicherweise geschafft hatten ihnen voraus zu sein, indem sie wussten wen und wann Ermittler per Telefon angerufen hatten.“

„Praktisch alle Verbindungsdaten / Anruflisten („call records“) und Rechnungen“ fĂŒr die Telefongesellschaften in den U.S.A. – heute im Allgemeinen ĂŒber den Begriff „Metadaten“ mit Aufzeichnungen ĂŒber Verhalten im und Gebrauch des Internets zusammengefasst – wurden demnach von einen einzigen Konzern gehandhabt: Amdows Ltd, mit Sitz in Israel. Wie „Fox News“ berichtete, hatte Amdocs mit den 25 grĂ¶ĂŸten Telefongesellschaften in den Vereinigten Staaten VertrĂ€ge abgeschlossen und mit noch mehr weltweit. Reporter Carl Cameron konstatierte, es sei in den U.S.A.

„praktisch unmöglich auf normalen Telefonen einen Anruf zu tĂ€tigen ohne eine Amdocs Aufzeichnung davon zu generieren.“

In 1999 gab demnach die „National Security Agency“ N.S.A. einen „Top Secret sensitive compartmentalized information report“ TS/SCI heraus und warnte davor,

„dass Aufzeichnungen von Anrufen in den Vereinigten Staaten in auslĂ€ndische HĂ€nde fallen wĂŒrden – in Israel, im Besonderen.“

In einem internen Memo von Amdocs wurde demnach spezifiziert, wozu die „Metadaten“, die Aufzeichnungen der Anrufe benutzt werden könnten:

„Weitreichende Techniken und Algorithmen fĂŒr Datenabbau („data mining“) … sowohl die Eigenschaften / den Besitzstand des Kunden („properties“) umfassend (zum Beispiel die KreditwĂŒrdigkeit), als auch die Eigenschaften des spezifischen Verhaltens“

Nach Informationen von „Fox News“ hatte die N.S.A. die „Central Intelligence Agency“ C.I.A. und die Bundespolizei „Federal Bureau of Investigation“ F.B.I. in mehreren geheimen Konferenzen ĂŒber die Gefahren informiert. U.a. habe ein Diagramm des Argonne National Laboratory – (nicht nur) involviert in die gesamte Energieversorgung der U.S.A., darunter die durch Atomkraftwerke – verdeutlicht, dass dass im Falle einer Infiltration des Telefonsystems „bedeutende SicherheitslĂŒcken möglich“ seien.

In einem weiteren Briefing der U.S.-Geheimdienste wurde demnach u.a. darauf verwiesen, dass man hinsichtlich von hochtechnologischer AusrĂŒstung und Programmen zunehmend auf auslĂ€ndische Konzerne angewiesen sei:

„Viele Faktoren haben zu wachsender AbhĂ€ngigkeit von in Übersee produzierten Kode gefĂŒhrt… Wir kaufen eher als auszubilden oder Lösungen zu entwickeln.“

Laut „Fox News“ glaubten die Geheimdienste der U.S.A. nicht, dass die israelische Regierung involviert sei im „Missbrauch von Informationen“. WorĂŒber sich U.S.-Regierungsvertreter sorgten sei jedoch, dass Amdocs Daten in die falschen HĂ€nde geraten könnten,

„im Besonderen das organisierte Verbrechen. Und das wĂ€re nicht das erste Mal dass so etwas geschehen ist.“

Zwischenbemerkung: Ein Jahr vor dem Erscheinen des „Fox News“ Berichts hatte am 13.12.2000 der Administrator der Drogenbehörde D.E.A. Donnie Marshall vor dem Unterausschuss fĂŒr VerbrechensbekĂ€mpfung des Rechtsausschusses im ReprĂ€sentantenhaus ausgesagt, dass „israelisches organisiertes Verbrechen“, zusammen mit „russischem organisierten Verbrechen“, in Kollaboration mit Kartellen in Kolumbien, tief in den weltweiten Ecstasy-Schmuggel und den in die Vereinigten Staaten involviert sei.

An gleicher Stelle sagte D.E.A. Speacial Agent Lewis Rice am 15.07.2000 aus, dass „israelische Syndikate Hauptquelle fĂŒr die Vertreiber-Gruppen“ in den U.S.A. fĂŒr aus Europa geschmuggeltes Ecstasy seien.

Wie „Fox News“ nun am 13.12.2001 nach vorliegenden Dokumenten berichtete, wurden 1997 in einem Fall von Drogenhandel in Los Angeles Telefon-Informationen dazu benutzt

„die Kommunikation des F.B.I., des Secret Service, der Drogenbehörde und der Los Angeles Polizei vollstĂ€ndig zu kompromittieren“


Fox News – Part2 – Israeli Spy ring von exprofesso

1999 hatte das israelische Amdocs Konsortium nach eigener Aussage

„eine Basis von erfolgreichen Projekten mit ĂŒber 70 bedeutenden Telekommunikations-Konzernen ĂŒberall in der Welt installiert“

und schloss eine „strategische Kooperation“ mit dem Narus Konzern, dass sich wiederum mit dem Sun Microsystems Konsortium assoziierte. Das Narus Konsortium, dass 2010 vom Boeing Konsortium gekauft wurde und heute auch offiziell „als weltgrĂ¶ĂŸter Hersteller von MassenĂŒberwachungstechnologie“ gilt, im Jahre 1999 ĂŒber sich selbst:

„Narus-Anwendungen („applications“, apps) ermöglichen eine schnelle Identifizierung neuer Möglichkeiten fĂŒr Internet-Dienstleistungs-Unternehmen – von Sprach(ĂŒbertragung), Fax und Video ĂŒber IP zum Anwendungs-Hosting, unified messaging (Anm.: E-Mail, Fax, SMS, MMS etc.) und vielen anderen – und erfassen den Wert dieser Leistungen durch wertbasierte Abrechnung.“

Der Rest ist Wikipedia:

„1997 wurde das Unternehmen von einem israelischen Team unter der Leitung von Ori Cohen, als VizeprĂ€sident fĂŒr Wirtschaftsförderung und Technologieforschung des Video-Networking Unternehmens VDONet und Stas Khirman in Israel initiiert.Beide arbeiten seit MĂ€rz 2013 fĂŒr die Deutsche Telekom AG.

Seit 2004 ist bekannt, dass Narus ein Zulieferer des US-amerikanischen Geheimdienstes war, damals wurde der ehemalige Direktor der NSA William P. Crowell als Vorstand bei Narus ernannt.“

In einem 2002 – also zum Zeitpunkt einer eher periphĂ€ren Verbreitung von Internet, allgemein zugĂ€nglichen Informationen und deshalb spĂ€ter durch staatliche Dienste organisierter massenhafter Desinformation in Deutschland – bekannt gewordenen Hintergrundbericht des Bundesnachrichtendienstes mit dem Datum 05. April 2002 (wir berichteten) heisst es:

„Wiederholt haben amerikanische Ermittlungsbeamte bei Treffen mit unseren Leuten ihre große Sorge darĂŒber ausgedrĂŒckt, dass die israelische Regierung durch eine Firma namens Amdocs in der Lage sei, fast die gesamte Telefonkommunikation innerhalb der USA zu ĂŒberwachen. Es wurde mit Bestimmtheit angefĂŒhrt, dass diese in Israel ansĂ€ssige Firma einen Vertrag mit den 25 grĂ¶ĂŸten US-Telefongesellschaften erhalten hat. Dieser Vertrag kam trotz der EinwĂ€nde und Bedenken der US-Ermittlungsbehörden zustande.“

Am 3. Februar 2014 erstatteten digitalcourage, der Chaos Computer Club und die Internationale Liga fĂŒr Menschenrechte beim Generalbundesanwalt Harald Range Strafanzeige gegen

1) US-amerikanische, britische und deutsche Geheimdienstagenten und ihre Vorgesetzten,
2) den PrÀsidenten des Bundesnachrichtendienstes (B.N.D.), Gerhard Schindler,
3) den PrĂ€sidenten des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutzes (B.f.V.), Dr. Hans-Georg Maaßen,
4) den PrĂ€sidenten des Amtes fĂŒr den MilitĂ€rischen Abschirmdienstes (M.A.D.), Herrn Ulrich Birkenheier,
5) die Leiter der LandesĂ€mter fĂŒr Verfassungsschutz,
6) den Bundesminister des Inneren, Dr. Thomas de Maiziére,
7) die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die ĂŒbrigen Mitglieder der Bundesregierung,
8) sowie die AmtsvorgÀnger der VerdÀchtigen

wegen geheimdienstlicher MassenĂŒberwachung, verbotener GeheimdiensttĂ€tigkeit, Verletzungen des persönlichen Lebensbereichs und Strafvereiteilung im Amt.

Seit Inkrafttreten des Grundgesetzes vier Jahre nach dem Faschismus verweigern alle GeneralbundesanwĂ€lte in der Republik diesbezĂŒgliche Ermittlungen. Auch Generalbundesanwalt Harald Range.

Mit friendly fire GrĂŒĂŸen.