Stuttgart 21: Keine Amputation der Stadtbahn!

Stuttgart: Sieben Gruppen aus der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 haben am Montag eine gemeinsame Kampagne unter dem Titel „FĂŒr unsere Stadtbahn!“ gestartet. Mit dieser Kampagne wenden sie sich gegen das drohende Stadtbahn-Chaos mit Streckensperrungen, Umleitungen, GedrĂ€nge und VerspĂ€tungen.

Hintergrund der Kampagne ist die drohende Amputation der Stadtbahn: FĂŒr insgesamt drei Jahre will die Bahn AG den Stuttgartern Totalsperrungen rund um die Haltestelle Staatsgalerie zumuten – der fĂŒr S21 notwendige Nesenbach-DĂŒker lĂ€sst sich nicht wie ursprĂŒnglich geplant unterirdisch bauen. Die ‚Alternative‘ sind langwierige Baugruben mitten in den Hauptverkehrsadern der Stadt. Diese neuerliche PlanĂ€nderung der Bahn ist absolut inakzeptabel. Die Kampagne fordert: Keine Amputation der Stadtbahn! Sowie an die Stuttgarter GemeinderĂ€te gerichtet: S21-VertrĂ€ge kĂŒndigen – Stuttgarter Interessen vertreten!

„Der Gemeinderat ist in erster Linie dem Wohl der Stadt Stuttgart und damit dem Wohl der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger verpflichtet“, sagt Andrea Hund von der Infooffensive. „Die Stadt hat sich mit den VertrĂ€gen zu Stuttgart 21 eine ‚Projektförderpflicht‘ auferlegt, die nun zu einem offensichtlichen Interessenskonflikt zwischen S21 und dem Stadtbahn-Verkehr fĂŒhrt. Dies betrifft nicht nur die AufsichtsrĂ€te der SSB im Gemeinderat sondern alle Mitglieder des Gemeinderats. Die Lösung: KĂŒndigung der S21-VertrĂ€ge und damit der Projektförderpflicht.“

Die Kampagne „FĂŒr unsere Stadtbahn!“ wird von folgenden Gruppen getragen:

– AktionsbĂŒndnis gegen S21
– Gewerkschafter gegen S21
– IHK-Kaktus-Initiative
– Infooffensive Baden-WĂŒrttemberg
– Ingenieure22
– ParkschĂŒtzer
– VCD Kreisverband Stuttgart