Feuer für die British Telecom und Banker

Die Menschenrechtsorganisation Reprieve weist heute in einem Artikel auf den an der Londoner Börse notierten Telekommunikationskonzern British Telecom und seine Investoren der verschiedenen Banken wie Standard Life, Blackrock, ING und Lloyds hin. Zuvor hatte die Organisation eine Beschwerde bei der britischen Regierung eingereicht.

Reprieve hatte die Telekommunikationsgesellschaft um Stellungnahme für die Bereitstellung der Kommunikationstechnik und Server für die britische Militärbase der U.S.-Armee zur Verbindung mit Camp Lemonier in Djibouti gebeten. Von Camp Lemonier starten die illegalen Drohnenangriffe auf Somalia und den Jemen – Länder, die nicht mit den Vereinigten Staaten von Amerika in vom U.S.-Kongress offiziell erklärten Kriegshandlungen stehen.

Die Antwort der Telecom überrascht nicht: „Es ist sehr komfortabel für uns, die U.S.-Regierung als Kunden zu haben. Was sie mit dem von uns bereitgestellten Service tun ist ihre Angelegenheit, weniger die unsrige.“

Auf Anfrage von Reprieve an die Investoren der Telecom kamen unverbindliche Rückmeldungen, dass das Problem zu etwaigen Menschenrechtsverletzungen in den Vorstandsetagen ihrer Banken nun analysiert würde. Währenddessen warten die Banken das Ergebnis des Beschwerdeverfahrens ab, das auch unter den Gesichtspunkten des Verhaltenskodex der OECD (OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen) durchgeführt wird.

Der Ausgang dieses Verfahren ist vorhersehbar, denn die von staatlichen Steuergeldern finanzierte „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ und die britische Regierung setzen alles daran, die globale Herrschaft für die multinationalen Konzerne zu sichern – wenn es nicht über den Finanzsektor geregelt wird werden Kriege und besondere Vorkommnisse angezettelt.

Rechtsanwältin Catherine Gilfedder von Reprieve erklärt dazu: „BT hat die Antwort bisher verweigert, wie die U.S.-Regierung die Systeme des Unternehmens verwendet. Wenn das Unternehmen eine wichtige Rolle in dem illegalen Drohnenkrieg der U.S.A spielt, dann verdienen es seine Investoren und ihre Kunden dies zu wissen. Hunderte von Zivilisten wurden als Folge der verdeckten Drohnenangriffe getötet, der letzte Schritt in dem fehlgeleiteten ‚War on Terror‘. BT muss deutlich erklären, ob sie daran beteiligt sind.“

Ohne die Beteiligung der Öffentlichkeit wird sich nichts ändern. Der Druck der Bevölkerung muss grösser werden so wie es die Initiativen gegen die Investments der Banken in Rüstungsfirmen (Streubombenmunition) oder Spekulationen mit Lebensmitteln zeigen.

Der Chemie- und Biotechnologiekonzern Monsanto befindet sich nur Dank der Weltöffentlichkeit, die „negative sentiment“ hegt, im Augenblick auf kapitaler Talfahrt.

Wir wünschen allen menschenverachtenden Strukturen weiterhin guten Rutsch in die notwendige Insolvenz!

Quelle: http://www.reprieve.org.uk/press/2013_08_25_BT_drones_investors/