Willkommen in der Deppenkolonie.
„Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“: U.S.-Geheimdienste machen in Deutschland was sie wollen, seit 1968 Geheimabkommen mit allen Regierungen Westdeutschlands und der Berliner Republik.
Nachdem heute ĂŒber den „Spiegel“ die Kollaboration des Bundesnachrichtendienstes B.N.D. mit der National Security Agency N.S.A. bei der totalen Spionage gegen die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Berliner Republik bestĂ€tigt wurde – B.N.D.-PrĂ€sident Gerhard Schindler hatte diese bei der Sitzung des „Parlamentarischen Kontrollgremiums“ der Geheimdienste des Bundestages am 3. Juli zugegeben – legte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ / „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ nach.
Nach ihren Recherchen, kein Jahrzehnt zu frĂŒh, machen die Geheimdienste der Vereinigten Staaten von mindestens Amerika im Deutschland des 21. Jahrhunderts immer noch was sie wollen. Berufen wird sich dabei – man lese mit Schmerzen – auf den „Truppenvertrag von 1952“ (mit Westdeutschland), das „Zusatzabkommen zum Nato-Truppenstatut von 1962“ (mit Westdeutschland) und das „Verwaltungsabkommen von 1968“ (mit Westdeutschland). Und was die operative derzeitige Kollaboration des B.N.D. angeht auf „mehrere AbsichtserklĂ€rungen“.
Wer das jetzt begriffen hat: diese Geheimabkommen wurden offensichtlich seit 1968 durch alle Kanzler, Minister und Regierungen Westdeutschlands und der Berliner Republik immer wieder erneuert.
Ich will jetzt nicht weiter auf mein Leben in diesem unseren Lande eingehen, welches ich in dieser Truman Show bereits hinter mir habe. Ich will und werde auch gar nicht weiter darauf eingehen, wie es vielleicht weiter geht, wenn mir keiner mehr z.B. meine Ideen und meine Kunst klaut bevor ich sie veröffentliche. Ich weiĂ nur, dass ich, wenn ich eine dieser „Aber-das-war-doch-völlig-klar“-Heuchler aus diesem MĂŒllhaufen Bundestag, dem „Chaos Computer Club“, diesen ganzen Journalismus-Prothesen oder einen von den anderen feigen Waschlappen und VerrĂ€tern in die Finger kriege, die mich (und die Mannschaft von Radio Utopie) verleumdet und vergeblich versucht haben zu zerbrechen, fĂŒr nichts garantieren kann auĂer fĂŒr das Grundgesetz. Welches naturgemÀà selbst dieses Pack mit noblen Rechten ausstattet, welches sie haben ohne es zu wollen.
Ich bin, mit gewohnt stoischem Interesse, nun gespannt, welchen Schwachsinn meine lieben MitbĂŒrgerInnen (vorne weg die Alphauntertanen, hinterher wackelnd die Kunden) jetzt wieder erzĂ€hlen werden, um sich ihre ganze klĂ€gliche, korrupte, vom Kapitalismus versaute Existenz in irgendeiner Deppenkolonie schönzureden.
Das wird sicher ein SpaĂ.
Aber: sollte jetzt irgendwer, irgendwer, auf die so unfassbar dumme Idee kommen, wieder mit den Klagelauten ĂŒber die angebliche fehlende SouverĂ€nitĂ€t anzufangen – weil er / sie / es selbst keine hat und sie deshalb diesem Land nicht gönnt, weil Tausende von HochverrĂ€tern in allen etablierten Parteien uns seit Jahrzehnten belogen und betrogen haben, oder weil jammern und klagen einfach viel kundenorientierter ist als Zeitung lesen – dann setze ich mich hin und formuliere eine UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung. Vergessen wir mal das Bundesverfassungsgericht, das hĂ€lt ja Zeit seiner Existenz bewiesenermaĂen sowieso die Schnauze und macht den BĂŒckling, nein, nein… dann setze ich mich hin und formuliere eine UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung. Und wenn ihr morgen eine fix formulierte auf einer Webseite dieser „BRD GmbH“-Faschisten findet, wisst Ihr, welches Original die wieder mal versuchen zu klonen ohne es zu schaffen.
Ich denke, wir haben uns verstanden.
(…)
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