Zypern: Aufstand der Währungskonsumenten, 67 % für Währungswechsel

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Laut Umfrage 91 % gegen Konten-Raub, über 67 % für Austritt aus dem Währungs- und Finanzsystem "Euro".

Zypern, Nikosia: In einer gestern veröffentlichten Umfrage decken 91 Prozent die Entscheidung des Parlaments dem kollektiven Raubzug an den Bank-Konten in Zypern nicht zuzustimmen. Vorher hatten "Europäische Union", "Europäische Zentralbank", "Internationaler Währungsfonds" in Brüssel in Tateinheit mit Zyperns Präsident Nikos Anastasiades und der Regierung Zyperns einen Raub an allen auf Bank-Konten in Zypern liegenden Guthaben in Höhe von 6,75 % und ab einem Guthaben von 100.000 Euro in Höhe von 9,9 Prozent beschlossen. Damit soll die "Rekapitalisierung" von im "Euro"-System verschuldeten Banken mit Sitz in Zypern finanziert werden. Diese "Rekapitalisierung" hatte zuvor der Staat Zypern übernommen und sich so selbst verschuldet.

Allein der 1899 gegründeten Bank of Cyprus (und dem sie tragenden Konsortium Cyprus Popular Bank) hatte der Staat Zypern unter Finanzminister Vassos Shiarly letztes Jahr 1,8 Milliarden Euro geschenkt. Finanzminister Shiarly war vor seinem Amtsantritt selbst leitender Manager der Bank of Cyprus, die auch unter dem Namen Laiki Bank operiert. (Radio Utopie berichtete).

Am Dienstag (19.) Abend nun hatte das Parlament von Zypern das Vorhaben abgelehnt. Auf welcher Rechtsgrundlage der von E.U., I.W.F., E.Z.B., Präsident und Regierung Zyperns beschlossene Plan überhaupt ablaufen sollte verblieb ebenso unklar, wie die Frage ob das Geld von den Banken faktisch bereits eingezogen wurde.

In der gestrigen Umfrage gaben nun die Zyprioten des Weiteren zu Protokoll, dass sie für einen Wechsel des derzeitigen Finanzsystems seien. 67,3 Prozent befürworteten einen Austritt Zyperns aus dem Währungs- und Finanzsystem "Euro", dass derzeit siebzehn Staaten benutzen - alle von ihnen unter stetig sinkender Begeisterung seiner Währungskonsumenten.

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