Syrien: Schwarzmeerflotte auf Standby – Paramilitärs in Washington verlangen Boden-Luft-Raketen

Propaganda, Lügen und Terror: Der "Bürgerkrieg" in Syrien ist ein Krieg der Streitkräfte des einheimischen Regimes gegen Invasoren.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und einige europäische und arabische Spießgesellen, wie Großbritannien, Saudi-Arabien und Katar, führen über Extremisten einen Stellvertreterkrieg ganz nach dem "erfolgreichen" Muster vor einem Jahr in Libyen. Das in Syrien mit der Zerstörung des Landes angerichtete Leid, das bis zum heutigen Tag mit neuen Gewalttaten rivalisierender, mit ausländischem Geld finanzierter Parteien ununterbrochen anhält, ruft in Washington geheuchelte Hilflosigkeit und falsche Informationen für die Presse hervor. Mehrfach wurde die US-Regierung bei ihren Lügen erwischt.

Da das Weiße Haus zu feige und moralisch auch nicht in der Lage ist, die Interessen der Antreiber zum Sturz "unbotmäßiger", nicht zum Vasallentum bereiter Regierungen in einem offenen Krieg durchzusetzen, werden wie immer Paramilitärs unter Vortäuschung, demokratische Verhältnisse einführen zu wollen, vorgeschoben.

Mit allen Mitteln wird versucht, ein Mandat zum militärischen Eingreifen von der Organisation der Vereinten Nationen zu erwirken. Dazu wird der Konflikt zum Bürgerkrieg erklärt und UNO-Beobachter werden aus dem Land abgezogen.

Ein hochrangiger Vertreter der Free Syrian Army (FSA) - der "Freien Syrischen Armee" - traf sich in der vergangenen Woche im US-Außenministerium mit dem US-Botschafter in Syrien, Robert Ford und dem Sonderkoordinator für den Nahen Osten, Frederick Hoff sowie mit hochrangigen Mitgliedern des Nationalen Sicherheitsrats, dem National Security Council, die Präsident Obama zur nationalen Sicherheitspolitik beraten.

Dort zeigte der mit einem iPad ausgerüstete Paramilitär mit Hilfe von Aufnahmen von Google Earth detaillierte Stellungen der Aufständischen und Ziele gegen das Regime.

Der Vertreter der FSA hatte für Washington eine "präzise Liste" mit schweren Waffen, darunter Anti-Panzer-Raketen und schwere Maschinengewehre zusammengestellt, die der US-Regierung in den kommenden zwei Wochen präsentiert werden soll.(1)

Russland hat, im Gegensatz zur Situation in Libyen, in Tartus den einzigen militärischen Flottenstützpunkt im Mittelmeer vor einem Zugriff eventueller neuer Machthaber im Falle eines gewalttätig herbeigeführten Regimewechsels zu sichern (von einer legitim gewählten Regierung kann in weiterer Zukunft keine Rede sein). Noch hält sich Russland zurück, um die Lage nicht noch mehr eskalieren zu lassen und zieht den diplomatischen Weg zur Lösung der Krise vor.

So wurde die "Cesar Kunikov" planmässig nach dem russischen heimatlichen Flottenstützpunkt in Sewastopol im Schwarzen Meer verlegt, die zuvor zu Besuch im italienischen Armeestützpunkt in Messina war. Am Freitag passierte das grosse Landungsschiff den Bosporus und legte gestern in Sewastopol an. Damit wird der US-Medienbericht in der ABC widerlegt, in dem behauptet wurde, russisches Militär wäre zur Unterstützung der syrischen Regierung in Tartus von Bord gegangen.

"Alle Schiffe sind in Sewastopol, auch das grosse Landungsschiff "Cesar Kunikows" und werden dort bleiben. Entweder arbeitet der US-Geheimdienst schlecht oder sie haben ein geringes Wissen über Geographie", hiess es aus Moskau.

Der russische Generalstab liess am Freitag in der Itar-Tass mitteilen, dass eine Reihe von Kriegsschiffen der russischen Schwarzmeer-Flotte bereit ist, nach Syrien auszulaufen.

"Das Mittelmeer ist eine Zone für die die Schwarzmeer-Flotte verantwortlich ist. Daher können Kriegsschiffe in dem Fall, dass es notwendig wird, entsandt werden um den russischen Logistik-Stützpunkt in Tartus in Syrien zu schützen. Mehrere Kriegsschiffe der russischen Schwarzmeer-Flotte, darunter grosse Landungsschiffe mit Soldaten an Bord sind in voller Bereitschaft, auf die Reise zu gehen", lautete vorgestern die warnende Botschaft der russischen Armeeführung.

Im Januar diesen Jahres hielt sich der russische Flugzeugträger "Admiral Kuznetsov" zu einem routinemässigen Besuch in Tartus auf.

Die zu offensichtliche falsche Behauptung der US-Aussenministerin Hillary Clinton über jüngste Waffenlieferungen und Helikopter, die den Konflikt dramatisch eskalieren lassen würden, waren so dilettantische Lügen, dass sie sogar vom US-Verteidigungsministerium mit einer Veröffentlichung in der New York Times widerlegt werden mussten und die russischen Angaben bestätigten.(3)

Dort hiess es am 11.Juni in dem Artikel "Copters in Syria May Not Be New, U.S. Officials Say", dass "She (Anm. Clinton) put a little spin on it to put the Russians in a difficult position", um Russland in der Weltöffentlichkeit mit genau kalkuliertem Aufwand unter Druck zu setzen und dass es weder Waffenlieferungen, Helikopter und andere Lieferungen gab, mit denen die Regierungstruppen von Präsident Bashar al-Assad in Syrien gegen die Bevölkerung vorgehen würde.

Dennoch wurde Hillarys Behauptungen noch vor zwei, drei Tagen durch die deutsche Presse gepeitscht, deren Redakteure nicht lesen wollen oder schreiben dürfen.

Weitere detailliertere Angaben in der Schlacht der Medienpropaganda finden sich in dem Interview mit Michel Chossudovsky, das PressTV mit dem kanadischen Professor für politische Analysen zu den US-gesponserten Banden verübten Gräueltaten in Syrien am Freitag, den 15.Juni veröffentlichte:

"US sponsors gangs committing atrocities in Syria" (4)

und in dem Artikel

"SYRIA: NATO's Next "Humanitarian" War?"

von Chossudovsky auf GlobalResearch vom Februar 2012. (5)

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Quellen:
(1) http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9334707/US-holds-high-level-talks-with-Syrian-rebels-seeking-weapons-in-Washington.html
(2) http://www.itar-tass.com/en/c32/448445.html
(3) http://www.nytimes.com/2012/06/14/world/middleeast/copters-in-syria-may-not-be-new-us-officials-say.html
(4) http://www.presstv.ir/detail/2012/06/15/246284/us-sponsors-syrian-massacres/
(5)http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=29234

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