Stuttgart 21, bisher unbekanntes Bahnpapier: Tiefbahnhof nur für 32 Züge pro Stunde dimensioniert

Leistungsaussagen Stuttgarter Hauptbahnhof, Modell S21, Modell K21

Leistungsaussagen Stuttgarter Hauptbahnhof, Modell S21, Modell K21

Eindrucksvolle Bestätigung der Stresstest-Kritik

„Die neu aufgetauchte Vorgabe zur Dimensionierung des Tiefbahnhofs aus 1997 bestätigt eindrucksvoll, sogar auf den Zug genau, die Stresstest-Korrektur von WikiReal.org!“ so Christoph Engelhardt, Initiator des Faktencheck-Portals. „Die versprochenen 49 Züge pro Stunde sind Makulatur, der Bahnhof war nur auf 32 Züge ausgelegt worden. Stuttgart 21 ist ein Rückbau der Infrastruktur, die Planrechtfertigung ist entfallen.“ (siehe auch Pressemitteilung vom 02.02.2012)

Die Gruppe Ingenieure22 hatte gestern ein jahrelang der Öffentlichkeit unbekanntes und selbst von der Bahn um Jahre verspätet beim Eisenbahn-Bundesamt eingereichtes Dokument veröffentlicht. (Dokumente als .zip in höherer Auflösung)

Die der Personenstrom-Analyse vorgegebenen 30 Züge entsprechen in der Kapazitätsbewertung 32 Zügen.

„Die unverantwortlich überhöhten Leistungsversprechen sind sämtlich in sich zusammengefallen. Am Ende des Tages sind wir nach der Korrektur der auf WikiReal.org dokumentierten Fehler und Richtlinienverstöße im sogenannten Stresstest wieder bei den anfangs für Stuttgart 21 zugrunde gelegten 32 Zügen angekommen. Das Handeln der Bahn ist unverantwortlich, Stuttgart benötigt einen leistungsfähigen Bahnknoten. Der geplante Tiefbahnhof wäre schon bei seiner Fertigstellung überlastet, die Bauarbeiten müssen gestoppt werden. Es ist überfällig, dass sich Bahn und SMA der Kritik
in den von dem Landesverkehrsministerium angekündigten Gesprächen stellen!“ schließt Engelhardt.

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