Russischer Atomkreuzer kreuzte mitten im US-indischen Seemanöver “Malabar 2010″ auf

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Das Rätselraten um die Mission des Atomkreuzer „Pjotr Weliki“ der russischen Marine, der am 18.April den Suezkanal durchquert hatte und ins Rote Meer gefahren war, ist gelöst.

Selbst die Ägypter waren beunruhigt, in welcher Mission das Kriegsschiff unterwegs war und versuchten mit aussergewöhnlichen Kontrollen durch zusätzliche Sicherheitsoffiziere dem Zweck auf die Spur kommen.
Durch hartnäckige diplomatische Verhandlungen konnten die Russen die erweiterte unerwartete Inspektion verhindern. Danach wurde der Kreuzer während der ganzen Fahrt durch den Kanal von ägyptischen Küstenschutzschiffen begleitet. Die ägyptische Seite habe jeden Anlass genutzt, um Zugang für ihre Vertreter an Bord des Schiffes zu fordern, teilte Kapitän zur See, Sergej Schuga des Kriegsschiffs mit. (1)

Gestern hiess es nach Angaben von RIA Novosti, dass der hartgesottene Kapitän der "Pjotr Weliki", der Nerven wie Ankertrosse haben muss, ohne vorherige Anmeldung in die Gewässer des Indischen Ozeans zum bilateren Seemanöver der US-amerikanischen und indischen Marine gefahren war und unverhofft mitten in der Übung "Malabar 2010" zwischen einem Marineverband, der aus einen Raketenkreuzer und einer Fregatte der US-Navy sowie zwei indischen Fregatten bestand, "auftauchte".

Das russische Kriegsschiff kann von Glück reden, dass es dabei nicht für eine unangekündigte Überraschungs-Attrappe zum Testen der Fähigkeiten der Offiziere des Seemanövers gehalten und von den eifrig Übenden versenkt wurde, denn schliesslich kannten die ihre Positionen untereinander ganz genau.

Dass besonders Witzige an der Sache ist, dass der russische Kapitän auf die Frage "wer da, wohin?" eiskalt mit russischem Humor mitteilte, dass er eine Übungsmission absolviere.

Die Schiffe aus den drei Ländern träfen nun Massnahmen, um einander bei ihren Übungen nicht zu stören, hiess es. (2)

Im Prinzip können sich EU-NAVFUR, die iranische Marine und die indische mit den US-Streitkräften gleich als Flottenverband zusammentun ohne Ausflüchte zu erfinden, um in diese Gewässer zu fahren und sich gegenseitig zur Durchmusterung ihrer modernen geheimnisvollen Schiffe einladen und über allerlei Seemannsgarn inklusive Piratengeschichten austauschen. Dann passiert auch nichts...

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23.04.2010 Iranisches Seemanöver: EU NAVFOR bringt Kriegsschiffe in Stellung
22.04.2010 Iranisches Seemanöver “Great Prophet 5? im Persischen Golf

Quellen:
(1) http://de.rian.ru/safety/20100418/125958253.html
(2) http://de.rian.ru/safety/20100429/126123532.html

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