EU-Delegation des Europäischen Parlaments in Gaza

Militär, Krieg

Europäische Parlamentarier: Anwendung von Weisser Phosphor Munition gegen die Bevölkerung von Gaza in der israelischen Offensive "Gegossenes Blei" muss vor ein Gericht wegen Kriegsverbrechen

Eine hochrangige Delegation des Europäischen Parlaments ist am Freitag zu einem Besuch im blockierten Gazastreifen eingetroffen, um ihre Solidarität mit der Bevölkerung von Gaza zum Ausdruck zu bringen.

Die Delegation, die aus 55 Mitgliedern von 12 europäischen Ländern des EU-Parlaments besteht, reiste von ägyptischer Seite über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen am Freitag Nachmittag ein.

Die Hamas hätten mitgeteilt, es sei der erste Besuch einer solchen hochrangigen Delegation des Europäischen Parlaments seitdem im Gaza-Streifen die Hamas die Kontrolle über die verarmten Enklave im Juni 2007 nahm.

Die europäischen Parlamentarier forderten die sofortige Beendigung der israelischen Blockade des Gazastreifens, hiess es.

Der britische Parlamentarier Sir Gerald Kauffman sagte auf einer Pressekonferenz am Grenzübergang Rafah, dass der Besuch der Delegation "eine Botschaft der Solidarität mit Gaza ist, die israelische Belagerung zu beenden."

"Unsere Mühsal hierher zu reisen ist nichts im Vergleich zu der Geduld der Bevölkerung des Gazastreifen durch die erstickende unlautere israelische Belagerung, die gegen sie verhängt wird." hätte Kauffman gesagt.

Zu dem israelischen Angriff auf Gaza im vergangenen Winter sagte er:

"Jede Verwendung von weissen Phosphor gegen Zivilisten müssen vor ein Kriegsverbrecher-Tribunal gebracht werden."

Arafat Madi, der Chef der europäischen Kampagne gegen die israelische Blockade teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass es für die Delegation "ein gemeinsames Ziel sei, die Solidarität mit dem palästinensischen Volk zum Ausdruck zu bringen."

Der stellvertretende Sprecher der Hamasregierung in Gaza empfing die Delegation und meinte, dass der Besuch der europäischen Parlamentarier "eine Gelegenheit ist, ihnen das Leiden der 1,5 Millionen (Gaza) Menschen zu zeigen."

Artikel zum Thema

23.01.2009 Bundesregierung dementiert Wissen über Waffentransport nach Israel: Chronologie der "Wehr Elbe"-Affäre
18.01.2009 Israel: Palästinenser brachten ihre Kinder grösstenteils selber um
17.01.2009 Deutsche Juden und Jüdinnen sagen NEIN zum Morden der israelischen Armee
16.01.2009 Türkei fordert Ausschluss Israels aus UNO für Dauer des Gaza-Krieges

Der Präsident der UNO Vollversammlung, Miguel d’Escoto Brockmann, wörtlich:

“Gaza steht in Flammen. Es ist in eine loderne Hölle verwandelt worden.. Die Verletzungen von internationalem Recht sind gut dokumentiert: Kollektivbestrafung, unangemessene militärische Gewalt, Angriffe auf zivile Ziele, darunter Wohngebiete, Moscheen, Universitäten und Schulen”

10.01.2009 USA und Deutschland: massive Waffenlieferung an Israel unmittelbar vor Gazakrieg
08.01.2009 Kriegsverschwörung in Berlin und Jerusalem: Deutsche Soldaten sollen in den Gazastreifen
29.01.2008 Deutscher Flotten-Einsatz vor Gaza geplant

Quelle: http://news.xinhuanet.com/english/2010-01/16/content_12818214.htm

Comments are closed.