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NATO-Grossmanöver legte mit Jamming GPS, Internet, Handy und Sat-TV bei Schottland lahm

Das grösste europäische NATO-Jahresmanöver “JOINT WARRIOR 112″ fiel zwar nicht gleich ins schottische Gewässer zu Nessie, dennoch wurde durch erfolgreiche Beschwerden aus zivilen Kreisen ein Teil des Übungsplanes durchkreuzt, der darin bestand, sich bewusst selbst und somit auch zwangsläufig Unbeteiligte durch Störungen (Jamming) der NAVSTAR GPS-Signale des Navigationssatellitensystems zur Positionsbestimmung und Zeitmessung mit Störsendern des Militärs zu behindern.

Von petrapez | 18.Oktober 2011

Fregatte Rheinland-Pfalz F209

Störenfried NATO von Zivilisten erfolgreich Flügel gestutzt – Grossmanöver “Joint Warrior 112″ im Atlantik versuchte gemeinsame Operationsbereitschaft ohne Global Positioning System (GPS)-Signale zu trainieren – ohne Erfolg, denn schottische Fischer, die auf hoher See in Lebensgefahr gebracht wurden, Anwohner und Politiker der britischen Inseln machten dieser “Navigations-Ausfallübung” einen Strich durch die Rechnung und liefen Sturm gegen das britische Verteidigungsministerium. (Foto unter CC-Lizenz,Monsterxxl, Wikipedia)

Das grösste europäische NATO-Jahresmanöver “JOINT WARRIOR 112″ fiel zwar nicht gleich ins schottische Gewässer zu Nessie, dennoch wurde durch erfolgreiche Beschwerden aus zivilen Kreisen ein Teil des Übungsplanes durchkreuzt, der darin bestand, sich bewusst selbst und somit auch zwangsläufig Unbeteiligte durch Störungen (Jamming) der NAVSTAR GPS-Signale des Navigationssatellitensystems zur Positionsbestimmung und Zeitmessung mit Störsendern des Militärs zu behindern.

Zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst, finden diese internationalen gemeinsamen militärischen Übungen unter der Bezeichnung “Joint Warrior – “Gemeinsame Krieger” mit der Armee von Grossbritannien, der NATO und alliierten Streitkräften statt, die vom britischen Verteidigungsministerium UK Ministry of Defence (MoD) koordiniert werden. Auch die Bundeswehr darf bei diesen regelmässigen kostspieligen Manövern nicht fehlen obwohl das Gejammere über notwendige Kosteneinsparungen den Bundestag hierzu durchaus beschäftigen sollte und reichlich Potential vorhanden ist.

See-, Luft- und Landstreitkräfte sind an dem Manöver beteiligt. Die Luftwaffen der teilnehmenden Nationen haben ihren Ausgangspunkt auf den Stützpunkten der Royal Air Force RAF Lossiemouth und RAF Leuchars an der Ostküste. Das detaillierte Arsenal der teilnehmenden Kampfjets und Versorgungsflugzeuge ist hier aufgelistet.

Hauptschwerpunkt in diesem Herbst sind die Minenkriegsführung und U-Boot-Aktivitäten neben scharfen Schiessübungen im Seegebiet nordwestlich von Schottland, das mit seinen tiefen und flachen Gewässern unterschiedliche Bedingungen bietet. Die maritimen “Oberflächenschiffe” und U-Boote sowie die Landstreitkräfte beteiligen sich an der Ausbildung zur Gefechtsverstärkung und integriertes Kampftraining im länderübergreifenden Zusammenspiel. Theoretisch kann das Manöver die gesamte britische Insel einschliesslich der umgebenden Meere und den Luftraum nutzen.

An Kriegsschiffen wurden aufgeboten (Zitat von For Argyll und einige veröffentlichte Fotos):

“- From the USA, the Commander of Destroyer Squadron (DESRON) 26 is embarked in the USS Arleigh Burke (DDG-51), the leader of a class of guided missile destroyers. The Ashleigh Burke accompanied by the Fleet Replenishment Oiler, USNS Kanawha (T-AO 196) – both based in Norfolk, Virginia.
- From Denmark are: HDMS Esbern Snare (L17), an Absalon-class command and support ship; and HDMS Vædderen – (F359), a Thetis-class ocean patrol vessel .
- From Turkey is the frigate, TCG Orucreis (F245).
- From Germany comes the Bremen class frigate, FGS Rheinland-Pfalz – F209.
- From the Netherlands is the third De Zeven Provinciën class frigate, HNLMS De Ruyter – F804
- From Estonia is the launcher ENS TASUJA (A432)
- From Germany is FGS Usberrhern (M1095)
- From Poland comes the minesweeper ORP Flaming (621 )
- From Norway is the minesweeper HNOMS Maaloey
- From the UK come the Fleet Amphibious Flagship and High

Readiness Assault Ship, HMS Bulwark (L15), with 150 men and 19 vehicles of the 2nd Marine Infantry (Le Mans) Regiment embarked; Hunt-class mine countermeasure vessel HMS Hurworth (M39) Sandown class minehunter HMS Penzance (M106), Hunt-class minesweeper HMS Cattistock (M31), Hunt-class minesweeper HMS Ledbury ( M30) and Sandown-class minehunter HMS Blyth (M111).”

Die inzwischen gänzlich verlassene Insel Garvie Island vor Cape Wrath, dem nordwestlichsten Punkt der Insel Grossbritanniens und als ständiges “Bombodrom” durch die Royal Air Force genutzt, wurde jährlich das Ziel für Bombardierungen und Luftangriffe mit den entsprechenden Auswirkungen auf die heimischen Arten und die Umwelt, was unweigerlich zu Spannungen zwischen Naturschutzorganisationen und dem Militär führte.

Die Whale and Dolphin Conservation Society übte scharfe Kritik an dem britischen Verteidigungsministerium, dass das aktuelle NATO-Manöver “Joint Warrior 112″ ohne Umweltverträglichkeitsprüfung in dieser “exercise3 area” geplant wurde. Hier befindet sich der Wanderweg der Orcas und vor kurzem strandeten Grindwale an der Küste.

In diesem Bericht “Beaked whales ‘scared’ by navy sonar” vom 14.März 2011 auf BBC werden Untersuchungen von Wissenschaftlern der University of St Andrews, Schottland, die mit marinen Experten aus der ganzen Welt zusammengearbeitet haben vorgestellt, dass Sonar der Kriegsschiffe Wale in grösserem Ausmass als bisher bekannt negativ bis hin zum Stranden an Land beeinflusst. In mehreren Fällen konnte der Tod der Tiere in direktem Zusammenhang mit Seemanövern nachgewiesen werden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift PLoS One unter dem Artikel “Beaked Whales Respond to Simulated and Actual Navy Sonar” am 14.März 2011 veröffentlicht.

Die Unterwasseraktivitäten der U-Boote des aktuellen Manövers vor Schottland beinhalten die begleitenden Schleichfahrten einer “Nation im Transit” neben anderen normalen maritimen Unternehmen wie kommerzielle Schifffahrt und Fischerei und erinnert damit an die Kriegseinsätze im Golf von Aden oder die US-Präzenz unter Wasser im asiatischen Raum.
Diese Übungen wurden bei Orsay (Innere Hebriden), im Bereich des Nordkanals und bei den Äusseren Hebriden durchgeführt.

Zu den Aufgaben der Kriegsschiffe “oberhalb des Meeresspiegels” gehören im Mündungsbereich des Flusses Clyde, dem Nordkanal und im Süden der Sea of Hebrides auch die Feststellung der Identität von Schiffen, die einer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit – wie Fischerboote und kommerzielle Schifffahrt – nachgehen.

Das geplante Stören von GPS-Signalen von Stützpunkten durch die Manöverbeteiligten beeinflusst Geräte mit GPS innerhalb von zwanzig nautischen Meilen.

Am 7.September 2011 veröffentlichte das Hauptquartier Northwood der Royal Navy vor Beginn des Marinemanövers, das vom 3. bis 17.Oktober 2011 stattfindet, einen ausführlichen zwanzigseitigen Lageplan mit Seekarten über die bevorstehenden Aktivitäten der NATO-Partner auf See (Auszug aus dem “Joint Tactical Exercise Planning Staff” (JTEPS))

1. Denial of GPS services through the jamming of the GPS signal is a real and present danger to both military and civilian maritime and air users. The ability to conduct jamming is spread throughout the modern world. Naval Forces are required to train under such conditions in order to demonstrate the effects it has systems and to train personnel in other modes of operating.

2. Jamming of GPS signals will affect equipment using GPS within 20 nautical mile line of sight of the jamming sites. These are located at:
a. Faraid Head – 58 36.2N 004 46.4W
b. Loch Ewe NE – 57 51.9N 005 41.1W
c. Loch Ewe SW – 57 47.2N 005 47.5W

3. The planned times GPS Denial are shown in the table below. These timings are also promulgated in; Notice to Airmen, Notice to Mariners, WZ Navigation Warnings. The Coastguard will make a Securité broadcasts before and after each jamming event in the local area.

Am 7.Oktober 2011 berichteten Fischer der Western Isles (Äussere Hybriden), dass ihre GPS-Geräte “wie aus heiterem Himmel” ausgefallen waren.

Austen Campbell, Kapitän des Fischerboots “Ocean Spirit” von Stornoway sagte laut BBC, dass die Mannschaften nichts von der Störung bis zu deren Systemausfall am vergangenen Freitag wussten und meinte

“Wir wurden darüber überhaupt nicht benachrichtigt. Wir dachten, es gab ein Problem mit unserem Boot, aber jeder unserer anderen Kollegen war auch davon betroffen. Wir verlieren unseren Verdienst bis die Übung vorüber ist. Solange sind die Boote in Gefahr.”

Die lokale Behörde Comhairle nan Eilean Siar der Western Islands berichtete, dass es auch zur Beeinflussung der Internetverbindungen, der Handys und Satelliten-TV kam.

“Weil die gesamte Auswirkung der Störung unklar ist, ist es völlig inakzeptabel, dass das Verteidigungsministerium, welches die Übungen verursacht, es zu Unterbrechung der Kommunikationsnetze der Insel kommen lässt.

Ich werde das Verteidigungsministerium schriftlich auffordern, Klarheit über genau das, was hier vorgegangen ist, zu schaffen und Zusicherungen über zukünftige Übungen zu geben.”

so Angus Campbell, Chef von Comhairle.

Rob Gibson, Mitglied des Schottischen Parlamentes, sagte, dass das Verteidigungsministerium die Sicherheit der Besatzungen der Fischerboote gefährdet hat.

“In der Nord Minch fielen die Notsignale für Seeleute aus, weil die GPS-Ausfälle sie zum Schweigen gebracht haben.

Sie sagen, es ist für unsere Verteidigung – aber um welchen Preis?”

Die Militärs der Royal Navy beteuerten, dass es bei den gleichen Übungen im April diesen Jahres zu keinen Beschwerden gekommen war und dass man versuchen würde, die Sicherheitsbedenken auszuräumen. Alle geeigneten Massnahmen während der “Störung” bei der diesjährigen zweiten Übung seien ergriffen wurden, einschliesslich der Warnung in dem Leitfaden, der am 7.September 2011 ausgestellt wurde (siehe oben).

Die schottische Regierung bestätigte den Erhalt des Guides im September mit den Informationen an die Fischereifahrzeuge, Reedereien und Umweltschützer und hatte ihn auf ihre Website gesetzt, aber eine Sprecherin fügte hinzu, dass die Verantwortung beim Verteidigungsministerium (MoD) liegt, die Nachricht an die potentiell Betroffenen zu verbreiten.

Ein Sprecher der Royal Navy äusserte sich dazu

“Diese Mitteilung warnte vor den Jamming-Operationen, nannte das genaue Datum und die Zeit, wann sie auftreten würden sowie die Standorte. Ein Warnhinweis, genannt NAVWARN 269, wurde auch am 3. Oktober durchgegeben und von den beiden Küstenwachen in Aberdeen und Stornoway wurden regelmässig die Warnungen als Benachrichtigungen für die Seefahrer, dass die Operationen stattfinden werden auf VHF-Sendungen übertragen.”

und fügte hinzu:

“Um aber völlig sicher zu sein, dass es keine echten Sicherheitsbedenken gibt, hat das JTEPS diese Störungen für den Rest der Übung “Joint Warrior 112″ ausgesetzt. Für die nächste geplante Übung im Frühjahr 2012 werden wir uns in der kommenden Zeit mit den zuständigen Behörden über die Durchführung von GPS-Ausfällen zusammensetzen, damit alle Parteien voll und ganz vor dem Beginn des Manövers im Bilde sind.”

Quellen:
http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-highlands-islands-15242835
http://forargyll.com/2011/10/exercise-joint-warrior-112-information-and-concerns/
http://www.fightercontrol.co.uk/forum/viewtopic.php?f=74&p=270279

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Topics: Militär und Krieg | 6 Kommentare »

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6 Kommentare to “NATO-Grossmanöver legte mit Jamming GPS, Internet, Handy und Sat-TV bei Schottland lahm”

  1. Olli meint:
    18.Oktober 2011 at 10:57

    Zwei Dinge werden hier sichtbar. Die erfolgreiche Seefahrt kannte kein GPS über Jahrhunderte. Einen Schalter umlegen genügt und alle auf hoher See geraten in Lebensgefahr. Die unbedingte Abhängigkeit von moderner Technik auch in der Nutzung weiterer Kommunikationskanäle wie TV und Handy wird hier auch sehr deutlich. GPS ist eine Erfindung primär für das Militär, zwar auch zivil genutzt, aber dennoch ein Monopol der USA. Erschreckend wie sich die moderene hochtechnisierte Welt neben der finanziellen Unabhängigkeit auch hoffnungslos in die Hände einzelner Wenige begeben hat. Nur ein Knopfdruck bei einer Übung und alles Zivile geriet ins Chaos. Wie einfach wird es für die Weltmacht sein, wenn diese ihre “Spiele” ausweiten will?!

    Beliebter Kommentar. Wie beurteilen Sie ihn? Daumen hoch 20 Daumen runter 0

  2. Travelbob meint:
    18.Oktober 2011 at 13:50

    Ich möchte mich dem Kommentar von Olli anschließen und folgendes hinzufügen:

    Ich kann nur jedem raten, sich unabhängig von all diesen technischen Spielreien zu machen, die zugegeben reizvoll und praktisch sind. Sein ganzes Leben aber auf diese Hilfsmittelchen auszurichten, die alle von Strom und Technologie von Dritten abhängig ist, wäre einfach dumm.

    Ich persönlich habe kein Navi und habe es auch nie gebraucht. Ich verteufel die Dinger nicht, aber ich bin froh, dass ich noch in der Lage bin Karten zu lesen und einen Kompass zu bedienen.

    Ich kenne Menschen aus meinem persönlichen Umfeld, die nicht mehr in der Lage sind, von A nach B ohne Navi zu fahren. Ich finde das unfassbar! Die Unselbständigkeit, die aus diesem technologischen Fortschritt hervorgegangen ist, ist schon grob fahrlässig!

    Ich finde es auch sehr bedenklich, dass Fischer nicht mehr in der Lage sind, ohne GPS Ihre Position zu bestimmen oder sicher nach Hause zu kommen bzw. ihre Fischgründe zu finden und nicht auf Sandbänke aufzulaufen….sehr bedenklich.

    Jeder Hobbysegler, der was auf sich hält, lernt auch das traditionelle Navigieren und koppeln.

    Außerdem macht es mittlerweile schon wieder Spaß, seinen Weg ohne technische Kinkerlitzchen zu finden. Wer das schon lange nicht mehr gemacht hat, sollte es mal ausprobieren.

    Ach ja, bei der Bundeswehr lernt jeder Soldat Karten zu lesen…warum wohl?

    Interessante Debatte. Was denken Sie? Daumen hoch 11 Daumen runter 0

  3. Alex meint:
    18.Oktober 2011 at 14:05

    @Olli du darfst aber auch nicht vergessen, dass vor hunderten von Jahren es 1. bedeutend weniger Schiffverkehr auf hoher See umherpflügte und 2., GPS ist ja nicht nur in der Seefahrt beheimatet, sondern wird inzwischen mehr und mehr als Überwachungsinstrument umfunktioniert, es bedurfte in der Geschichte immer nur eine kleine Minderheit, die Erfindungen für die Menschheit so abgeändert haben, dass sie nun zu Feinden der Gesellschaft wurde. Atomenergie-Atombombe, Schießpulver-Kanonen, Fernsehen-Propaganda, usw- usf.

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  4. Northern meint:
    18.Oktober 2011 at 20:19

    Hallo, ich bin seit ca. einer Woche vor Ort und kann das bestätigen, es sind auch einige größere Schiffe gekentert. Ich bringe das mit dem GPS ausfall in Verbindung. Des weiteres wurde gewisse Strandteile auch gesperrt wegen radioaktiver Strahlung, könnten das die Auswirkungen sein? Vor wenigen Tagen berichtete die BBC von 17 weiteren Giften an den Küsten, was natürlich auch teilweise an der öllastigen Nordsee liegen könnte. Weitere Infos erwünscht.

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  5. Nico meint:
    19.Oktober 2011 at 17:18

    Wie sich Leute zusehr auf die morderne Technik verlassen und süchtig danach sind, wenn dann mal was ausfällt ist das gejammer groß.

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  6. Olli meint:
    20.Oktober 2011 at 13:10

    @Alex. Es ist zwar richtig, dass sich die Schifffahrt bis heute vervielfacht hat, aber die “Lebensgefahr” durch “Orientierungslosigkeit” mangels GPS ist eigentlich ein Armutszeugnis. Die Unfallgefahr durch Schiffs-Kollisionen sehe ich ohne GPS nicht. Radar wird nach wie vor verwendet und auch die modernen U-Boote können auf Tauchfahrt nicht sehr viel mit GPS anfangen. Eine Überwachung durch GPS ist nur möglich, wenn das GPS-Gerät im Fahrzeug oder im Schiff aktiv seine Position an eine Gegenstelle rückmeldet. Die GPS-Signale gehen von den Satelliten aus und werden entsprechend ausgewertet, bzw. interpretiert. Europa arbeitet nach wie vor am “eigenen” Naviagionssystem Galileo, woran sich auch außereuropäische Nationen beteiligen. Außer die USA (natürlich). Diese hat sich gegen die Realisierung des Galileo-Projekts mit fragwürdigen Argumenten (u.a. Störung des GPS-Systems) gewehrt. Die Nutzung von Galileo soll überwiegend für die zivile Nutzung konzipiert sein. Eine offizielle Darstellung besagt allerdings die “Kompatibiltät” des Galileo-Projekts zum GPS. Darüber hinaus wurde der Streit zwischen EU und der USA öffentlich, bei dem die USA das Vorrecht für Störsignale ohne vorherige Absprache und sogar die Kontrolle über Galileo verlangt…das hört sich alles nicht mehr nach reiner ziviler Nutzung an. Im Endeffekt allerdings werden die einvernehmlichsten Verträge Null und Nichtig, wenn es zum Ernstfall kommt, da spielt das Blatt Papier keine Rolle mehr. Die USA will das Zepter nicht aus der Hand geben, egal ob auf dem Etikett GPS oder Galileo steht.

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