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Water Makes Money: Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen
Von petrapez | 22.März 2011
Arte zeigt am heutigen Dienstag, den 22.März 2011 zur besten Sendezeit die Dokumentation “Water Makes Money”
Am 13.Januar 2011 berichtete Radio Utopie über die Klage des Wasserkonzerns gegen die Verbreitung dieser erschütternden Dokumentation “Konzern VEOLIA: Verbot der Doku “Water Makes Money” und gab einen Hinweis auf die heutige Sendung zum Internationalen Wassertag sowie zum Aufruf, sich dem drohenden Verbot des Filmes zu widersetzen.
Um dem ungehemmten Treiben und der Ausbeutung der Ressourcen zu Lasten der Umwelt und der Menschen ein Ende zu bereiten ist die erste Voraussetzung dazu das Wissen um die Hintergründe und Zusammenhänge.
Unter diesem Gesichtspunkt sollten sich alle bewussten Bürger, die den Film noch nicht kennen, den Beitrag heute im Fernsehen anschauen. Wiederholung des Beitrages sind von Arte am 24.03.2011 um 10.05 Uhr und am 31.03.2011 um 14.45 Uhr angekündigt worden.
Die Einschaltquoten sollten heute in die mehrere Millionen Zuschauer gehen, um den Fernsehanstalten zu zeigen, was ordentliches Fernsehen ist und Arte den Rücken stärken, denn Veolia drohte bereits rechtliche Schritte gegen die Ausstrahlung an.
Zeigt dem Konzern mit dem Einschalten die Rote Karte!
Arte kündigt die Sendung auf der Webseite mit folgenden Angaben an (Ausschnitt):
“Die französischen Konzerne Veolia und Suez zählen zu den Großen im wachsenden Weltmarkt der privaten Wasserversorgung. Sie sind auf allen fünf Kontinenten präsent und kaum eine Woche vergeht ohne Neuerwerbungen. Doch ausgerechnet im Heimatland Frankreich verlieren sie jetzt an Boden. Anfang 2010 mussten beide Konzerne an ihrem Hauptsitz Paris die Wasserversorgung zähneknirschend an die Stadt übergeben und sich auch aus Rouen zurückziehen. Demnächst folgen wohl Bordeaux, Toulouse, Montpellier, Brest und andere Kommunen, die ihre Wasserversorgung wieder in die eigene Hand nehmen wollen. Die Dokumentation erklärt die Gründe für diese Entwicklung.
Private Konzerne versorgen rund 80 Prozent der französischen Bevölkerung mit Trinkwasser. Doch im ganzen Land schwindet das Vertrauen in ihre Seriosität, denn die Wahrheit über das Gebaren der Konzerne drängt an die Oberfläche: Wasserzähler werden dem Kunden faktisch doppelt berechnet, der Austausch von Bleileitungen erfolgt nur teilweise, dringende Reparaturen werden dem Verbraucher als Neuanschaffung in Rechnung gestellt. Inzwischen liegen die Wasserpreise bei privaten Betreibern in Frankreich um 20 bis 60 Prozent höher als bei öffentlichen Versorgern. Skandalös sind auch die üblichen geheimen Deals der Wassermultis mit den Kommunen: Der Konzern kauft sich bei der Gemeinde ein, um Wasser zu liefern oder Abwasser zu entsorgen. Diese 200 oder 300 Millionen Euro oder mehr gelten als Kaufsumme oder auch als Geschenk an die Kommune. Doch die Zahlung der Konzerne entpuppt sich dann als Kredit, der von den Wasserkunden über 20 oder 30 Jahre mit Zins und Zinseszins in dreifacher Höhe zurückgezahlt werden muss.
Beispiele in Frankreich und im deutschen Braunschweig machen ein System sichtbar, das den Wasserkonzernen erlaubt, ihren globalen Expansionskurs zu finanzieren – ein System, das inzwischen viele Franzosen motiviert, die Rückkehr zur kommunalen Wasserversorgung anzustreben…”
Weitere Informationen stehen Ihnen direkt auf der Webseite http://www.watermakesmoney.com/ zur Verfügung.
Artikel zum Thema
13.01.2011 Konzern VEOLIA: Verbot der Doku “Water Makes Money”
Quelle: http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1212648,day=4,week=12,year=2011.html
Topics: Bevölkerungskontrolle, Dokumentationen, Kapital | 7 Kommentare »
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22.März 2011 at 16:22
hi, habe vernommen, dass wohl nestle hinter dieser doku stehen soll, um die konkurrenz auszuboten. hat vllt jemand nähere infos dazu?
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22.März 2011 at 19:19
Nö, das höre ich von dir jetzt das erste Mal. Sicher die übliche diskreditierende Verleumdungskampagne, wenn es ans Eingemachte geht. Und selbst wenn, ändert es nichts an den offen gelegten Fakten. Veolia könnte sich ja revanchieren und eine Doku über Nestle ins Leben rufen. Die könnte mit dem Kampf nordamerikanischer Gemeinden gegen den Konzern anfangen, da gibt es viel Widerstand gegen die Machenschaften mit Wasser vor Ort.
Allerdings sollte man bedenken, dass sich diese Clique nicht gegenseitig anschwärzt und das in Medien verbreitet, das könnte ja Schule machen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus – bei aller Konkurrenz gibt es Solidarität gegen den gemeinen Wasser saufenden Pöbel – gegen uns.
22.März 2011 at 20:49
[...] [...]
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22.März 2011 at 21:56
@freidenker
Hier noch zwei Hinweise zum Thema “ausboten der Konkurrenz”.
Nestlé Schöller Produktions GmbH – Veolia Umweltservice:
http://www.veolia-umweltservice.de/assets/Downloads/PDF/Veolia-Umweltservice-Referenzblatt-Nestle-Schoeller.pdf
Was ist VEOLIA?
http://www.veolia-umweltservice.de/was-ist-veolia/
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23.März 2011 at 15:17
Diese Doku ist ein Hammer! Wer sich bis jetzt nicht vorstellen konnte, was Konzerndiktatur bedeutet, bzw. wie diese abläuft, dem wurde hier geholfen! Erschlagend der Umfang des Organigramms der Lobbyisten-Tanks zur Beknetung der Brüsseler Räte-ReGIERung. Veolia-Fuzzies als Kommissions-, und UN-”Berater”, aber Hölla! Diese Pest von Scheinwirtschaft frisst sich durch alle Institutionen. Eigens eingerichtete Schulen waschen die Hirne unbefangenen Menschenmaterials. Und die Absolventen denken dann, sie hätten etwas Nützliches gelernt. Bis ganz unerwartet der Vorhang fällt…
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24.März 2011 at 20:39
Veolia ist außerdem auch als Militärdienstleister aktiv. Der Konzern führt pro Jahr über 18.000 Transportaufträge für die deutschen Militärs durch.
Die Veolia-Tochterfirma ELGA Berkefeld profitiert zudem direkt von den sog. Auslandseinsätzen. Sie verkauft Wasseraufbereitungsanlagen an die Militärs aus Deutschland, Irland, Italien, Österreich, Schweden und Norwegen. Dabei wird in den Vordergrund gestellt, dass damit humanitäre Hilfe geleistet werden kann. Tatsächlich sind die Geräte notwendig für den Betrieb von Feldlagern. Zu ELGAs Kunden gehören außerdem die Militärs aus Jemen, Türkei, Oman, Indonesien und den arabischen Emiraten.
Die Profite aus Veolias Machenschaften landen zudem u.a. direkt beim Rüstungskonzern Dassault, der 5,9% der Aktien besitzt.
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25.März 2011 at 10:16
Sehr schön übrigens auch der darauf folgende Film.
“Flaschenwahn statt Wasserhahn”. Der Hammer in meinen Augen die Sache mit dem Wasser von den Fitschie-Inseln.
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