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US-Drogenbehörde: Selbstgebautes U-Boot von Drogenschmugglern in Ecuador gefunden
Von Daniel Neun | 4.Juli 2010
Die “Drug Enforcement Administration” (DEA) der USA hat auf dem Märchenmarkt der Medien mal wieder einen echten Knaller gelandet. Der Hit hat sich bereits in die “Bild”-Charts vorgeblödelt (1). Anzunehmen ist, dass dieser Schwachsinn uns jetzt bis in die Abendnachrichten hinein angeboten wird.
Die Story: Wir, die Helden der Drogenbekämpfungsbehörde eines Staates mit der Besatzungszone Afghanistan, aus der 97 Prozent allen Heroins auf den Weltmarkt stammt, haben dem Staat Ecuador dabei geholfen, nahe der Grenze zu Komlumbien ein von kolumbianischen Drogenkartellen selbstgebautes 30 Meter langes U-Boot zu entdecken, was für “transozeanischen” Schmuggel von Drogen nach Mittelamerika vorgesehen war. Es hätte Tonnen von Kokain transportieren können.
Die Medieneule “associated press” (2), welche gestern der Weltöffentlichkeit diese Geschichte überbrachte, verwies auf zwei weitere Vorfälle dieser Art. Im August 2007 hätten US-Streitkräfte bereits ein “u-boot-ähnliches Wasserfahrzeug” mit Tonnen von Kokain vor Guatemala aufgegriffen. Und im Juli 2008 hätte Mexikos Marine ein “selbstgebautes U-Boot” vor der pazifischen Küste aufgegriffen.
Der entsprechende Wikipedia-Eintrag zu “Drogen-U-Booten” (“narco Subs”) vermerkt dann, dass es sich bei diesen Fahrzeugen nicht um Unterwasserfahrzeuge, sondern “streng genommen” um Überwasserfahrzeuge mit entsprechendem Tiefgang gehandelt hatte. Erst die gestrige Meldung wurde zum Anlass genommen, die Rubrik “Echtes U-Boot?” als Kapitel von “20.000 Tonnen Koks unter dem Meer” aufzunehmen.
Wozu nun diese Story gut gewesen sein soll, man weiss es nicht. Aber irgendeinen Sinn und Zweck wird auch diese Geschichte wieder einmal gehabt haben.
Mal sehen, was uns demnächst für wilde Heuler erreichen, in denen böse Männer in (selbstgemachten) U-Booten eine Rolle spielen.
Quellen:
(1) http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=13177730.html
(2) http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hWWaDpbp70jcVu-47SgbZRskY_jgD9GNVAI82
Topics: Aktuelle Nachrichten, Politik | 3 Kommentare »
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4.Juli 2010 at 12:13
möge der allmächtige verhindern, dass so ein u-boot den taliban in die hände fällt!
TERROR-U-BOOTE AUF DEM RHEIN!!!
wir werden alle sterben
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4.Juli 2010 at 13:23
Bei den sog. “U-Booten” handelt es sich um Halbtaucher, d.h. Boote, die wie ein U-Boot aussehen, die aber nur so weit abtauchen, dass der Turm (Durchmesser ca. 1m) knapp einen halben meter aus dem Wasser ragt. das ist auch keine Märchengeschichte, sondern solche Halbtaucher verkehren regelmäßig zwischen Kolumbien und der mexikanischen Westküste, wo sie entladen und dann die Ladung (übrigens auch oft Kolumbianisches heroin, nicht nur Kokain von den Grenzkartellen in die USA weitergeleitet wird. Legalize it, tax it, no more problems!
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4.Juli 2010 at 23:52
Diese Halbtaucher, wie 204999 oben beschreibt, sind tatsächlich im Einsatz.
Kann man sich auch in der Doku “Cocaine Cowboys” anschauen.
Cokain und Heroin legalisieren, finde ich nicht so prickelnd.
Grüße
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