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“Dein Wunsch ist mir Befehl!” Israels Forderung nach UNIFIL -Verlängerung

Von petrapez | 19.Januar 2010

Grenzübertritt der israelischen Armee im Libanon am Sonntag – Schreibt jetzt die israelische Regierung dem Bundestag seine Entscheidungen vor?

Israel hat die deutsche Regierung offiziell gedrängt, das deutsche Mandat zum UNIFIL-Einsatz zu verlängern, welches im Juni 2010 ausläuft und greift damit offen in die deutsche Politik ein, denn auf Druck der FDP war das Mandat für den Einsatz der Marine nur für ein halbes Jahr bis Ende Juni verlängert worden.

Die Befürchtungen der israelischen Regierung, dass deutsche Parlament könnte wohl möglich keine Verlängerung mehr zustimmen, bestehen zu Recht.

Warum sollten sich die Deutschen in einen Krieg, der so offen mit Israels Drohungen gegen seine Nachbarn ständig angekündigt wird und der nur mit deutscher Unterstützung möglich sein wird, mit hineinziehen lassen.

Nach Angaben des Handelsblatts sagte Netanyahu, dass die Glaubwürdigkeit der UNO-Mission von der Beteiligung Deutschlands abhängig wäre. (1)

Deutschland ist die ganze Welt? Die anderen Staaten, die sich an dem internationalen Einsatz gegen “Waffenschmuggel” zur See beteiligen, ein Niemand? Die Diplomaten dieser Länder dürften sich freuen, das zu hören.

Netanyahu’s psychologische Kriegsführung, um die Bundesrepublik moralisch zu erpressen, bekommt hier einen bitteren Beigeschmack mit Blick auf die Geschichte zu der Rolle Deutschlands als eine grossen “wehrhaften” Macht, ohne die in der Welt nichts läuft.

Das Gesicht der Kanzlerin glänzte wie eine Bowlingkugel ob ihrer wichtigen Bedeutung, poliert und umschmeichelt von den Lobbyisten des Militärgeschäftes.

Um den Worten der israelischen Regierung zu UNIFIL termingerecht zum Besuch in Berlin den entsprechenden Nachdruck zu verleihen, die sich von seinem Nachbarn Libanon “bedroht” fühlt, veranstaltete die israelische Armee am Sonntag einen “notwendigen” Truppenaufmarsch zum Schutz Israels an der libanesischen Grenze und hatte diese völkerrechtswidrig verletzt, indem sie in die Region bei dem Dorf al-Ghadschar marschierte, berichten Medien nach Angaben des Libanon. (2)

“Ein intensiver israelische Aufbau der Streitkräfte mit Mobil-und Festnetz-Patrouillen wurde während der letzten 24 Stunden entlang des östlichen Sektors der Blue Line beobachtet. Es wurden Stellungen israelischer Panzer und intensives Überfliegen durch Kampfhubschrauber und Kampfflugzeuge gesichtet.”

hätte Libanons staatliche National News Agency (NNA) berichtet.

Auf der libanesischen Seite wurde die Aufmerksamkeit der UN Interim Force im Libanon (UNIFIL) und der Patrouillen der libanesischen Armee intensiviert, hiess es.

“Vorher überschritt eine israelische Infanterie-Einheit, bestehend aus zwei “Hummer”, die von der UNO festgelegten Grenze und die als Blue Line bezeichnet wird, 300 Meter weit in Richtung des besetzten Teils bei dem Dorf al-Ghadschar.”

Libanon wirft Israel vor, auf täglicher Basis in seinen Luftraum einzudringen, das sei eine Verletzung der UN-Resolution 1701.

Die israelische Regierung muss endlich damit aufhören, Deutschland zum Militarisieren und zu Truppenaufmärschen im Nahen und Mittleren Osten zu drängen und sich selbst von der deutschen Regierung und Wirtschaft militärisch aufrüsten zu lassen.

Gab es keinen Adolf Hitler im 20. Jahrhundert mit all den unvorstellbaren Gräueltaten?

Die Tinte unter den Dokumenten zu militärischer Zusammenarbeit ist noch nicht getrocknet und die beiden Staatschefs und die Minister beider Länder besuchten das Holocaust-Denkmal in Berlin. (3)

“Es ist ein Glück, darf ich heute für meine Generation sagen, dass wir so eng mit einer israelischen Regierung kooperieren können.”

sagte Merkel. Und Netanjahu ergänzte, dass es 65 Jahre nach dem Holocaust eine tiefe Freundschaft zwischen beiden Ländern gebe.

Wieso wird dann soviel über Verträge zu Kriegsschiffen, U-Booten, Drohnen und militärischer Telekommunikationstechnik verhandelt?

Artikel zum Thema

19.01.2010 CHRONOLOGIE DER IRAN SITUATION: Angela Merkel, die illegale Kriegskanzlerin
18.01.2010 Deutsch-israelisches Spitzentreffen im Berliner Kanzleramt
30.12.2009 Israel verletzt ständig Luftraum des Libanon

Quellen:
(1) http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/deutschland-israel-werben-um-die-high-tech-nation-des-nahen-ostens;2514697
(2) http://news.xinhuanet.com/english2010/world/2010-01/18/c_13140393.htm
(3) http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-01/deutschland-israel-kabinette

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Topics: Politik | 9 Kommentare »

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9 Kommentare to ““Dein Wunsch ist mir Befehl!” Israels Forderung nach UNIFIL -Verlängerung”

  1. Tweets die "Dein Wunsch ist mir Befehl!" Israels Forderung nach UNIFIL -Verlängerung | Radio Utopie erwähnt -- Topsy.com meint:
    19.Januar 2010 at 18:15

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Toner Tinte Drucker, CONTRACOMA erwähnt. CONTRACOMA sagte: RadioUtopie: “Dein Wunsch ist mir Befehl!” Israels Forderung nach UNIFIL -Verlängerung: Grenzübertritt der israeli… http://bit.ly/8nvFzk [...]

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  2. freethinker meint:
    19.Januar 2010 at 19:18

    Wenn die deutsche Regierung mit Merkel es wirklich ernst meint mit der Freundschaft bezüglich Israel, warum helfen sie die Fehler der israelischen Regierung durch ihre Unterstützung zu vergrößern.

    NEIN, dies ist kein Freundschaftsdienst. Keine Mutter hilft ihrem Kind, die Dummheiten und Fehler die es begangen hat zu mehren.

    NEIN, Frau Merkel! Das ist ein Grund zum sich schämen. So viel Weitblick wie eine Mutter hat, sollten auch sie besitzen, auch wenn sie keine geworden sind.

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  3. Rudi Leuchtenbrink meint:
    19.Januar 2010 at 20:29

    “Libanon wirft Israel vor, auf täglicher Basis in seinen Luftraum einzudringen, das sei eine Verletzung der UN-Resolution 1701.”

    Irgendwann demnächst,
    wird ein Land ausbrechen und die Widerstandskämpfer ausreichend mit tragbaren Raketenkomplexen beliefern. Dann wird der ganze Spuk dieser selbstherrlichen Überheblichkeit beendet sein. Im Kampf “Mann gegen Mann” sahen diese Übermenschen ja recht kläglich aus.
    Ich denke dies ist die wahre Furcht des “Westens” vor dem Iran, wenn die einmal loslegen kann “Superangie” anfangen Stricken zu lernen.

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  4. Tur-kay meint:
    19.Januar 2010 at 21:53

    „Verlässliche Partnerin und echte Freundin”
    Zentralrat der Juden feiert 50 Jahre Leo-Baeck-Preis – Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ausgezeichnet…..
    DIE PRÄSIDENTIN dankte der Bundeskanzlerin für ihre unnachgiebige Haltung gegenüber dem Antisemitismus….
    BUNDESJKANZLERIN MERKEL sagte in ihrer Festrede, sie werde dauerhaft dafür einstehen, “dass Rassismus und Antisemitismus in Deutschland und Europa nie wieder Fuß fassen”. Der aufrechte Gang gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus müsse als alltägliche Verpflichtung begriffen werden. “Null Toleranz für Intoleranz” müsse der Leitsatz sein. Die Kanzlerin unterstrich in ihrer Ansprache die entschiedene Haltung Deutschlands an der Seite Israels und betonte, dem Iran erneut mit Sanktionen angesichts der Bedrohung durch das iranische Nuklearprogramm zu drohen.
    http://www.zentralratdjuden.de/de/article/1469.html?sstr=merkel|merkel

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  5. Saito meint:
    20.Januar 2010 at 01:47

    Israel begeht Kriegsverbrechen vor der ganzen Welt und wird mehr und mehr geächtet. Das ficht aber unsere “Trulla aus der Uckermark” nicht an. Sie zieht uns da mit hinein und wird erreichen, daß Deutschland am Ende noch für Israels Kriegsverbrechen wird zahlen müssen.

    mit freundlichen Grüßen

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  6. skooks59 meint:
    20.Januar 2010 at 16:17

    Ohne Deutschland würde es heute kein israel geben und Palestina wäre noch heute.

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  7. Pit meint:
    20.Januar 2010 at 23:04

    Die deutschen und die israelischen Kriegsverbrecher passen doch super zusammen,der gleiche Abschaum,es wird Zeit diesem Pack das Handwerk zu legen.

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  8. Außer der Reihe … Leseempfehlungen zum 21.01.10 « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft meint:
    21.Januar 2010 at 05:23

    [...] petrapez (Radio Utopie) … „Dein Wunsch ist mir Befehl!“ Israels Forderung nach UNIFIL-Verlängerung [...]

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  9. JustineNel meint:
    21.Januar 2010 at 11:42

    “sagte Merkel”:

    „Das entschiedene Eintreten für das Existenzrecht Israels und für das Recht seiner Bürgerinnen und Bürger, in sicheren Grenzen und im Frieden mit seinen Nachbarn zu leben, ist eine unverrückbare Konstante deutscher Außenpolitik aller Bundesregierungen. Dies war und ist, wie ich weiß, auch ein persönliches Herzensanliegen des früheren Bundesaußenministers Joschka Fischer und des früheren Bundesinnenministers Otto Schily“

    Angela Merkel, Bundeskanzlerin, 4.05.2006, Festakt zum 100-jährigen Bestehen des American Jewish Committee in Washington

    “Es ist ein Glück, darf ich heute für meine Generation sagen, dass wir so eng mit einer israelischen Regierung kooperieren können.”

    “15 % der Opfer in Gaza Kinder ”

    http://www.ism-germany.net/2008/12/31/15-der-opfer-gaza-kinder

    Gut, dass die Israelis so einfach Fr. Merkel und ihre Generation glücklich machen können. Die Generation der KZ-Wächterinen wäre damit auch zufrieden.

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