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Klimagipfel: Pflanze jeder ein Apfelbäumchen
Von petrapez | 6.Dezember 2009
Vernichtung der Wälder seit der Antike bis heute ist Hauptursache an sinkendem Grundwasserspiegel, Verkarstung und Fortschreiten der Wüstenbildung.

(Foto: See below / Wikipedia)
Die morgen in Kopenhagen beginnende Klimakonferenz könnte mit grossem Konsens und ohne Frust für alle Beteiligten schnell zu einem Abschluss kommen, man braucht nur dem gesunden Menschenverstand zu folgen. Da dieser bei den jetzigen Vertretern der Weltwirtschaft und ihrer Politikerlobby naturgemäss nicht vorauszusetzen ist, haben wir den Zustand zu verzeichnen, dass die gegensätzlichen Meinungen ohne Nutzen für den Planeten zu bringen, aufeinanderprallen und der Stärkste – nicht der Vernünftigste – sich durchsetzen wird.
Dabei wäre alles ganz einfach, wenn man der Natur genau zuhört. Bei den heutigen Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung, ihrer Publizierung und Verbreitung des Wissens stehen der Menschheit zum ersten Mal weltweit die Chancen offen, ihr eigenes Tun genau zu analysieren. Dabei würde sie zu den logischen Schlussfolgerungen kommen, dass der Planet durchaus ein paar Grad mehr an Temperaturerhöhungen verkraftet, ohne in globaler Wüstenbildung zu versanden, das zeigen blühende Landschaften vergangener Zeitalter, als es bei höheren Temperaturen nur so voll Lebensformen wimmelte.
Belege dazu können Wissenschaftler ohne Ende erbringen, die die Landschaften nach längst vergangenen Spuren zu Flora und Fauna untersuchen.
Der Punkt, an dem die Menschheit heute steht, ist tatsächlich die Verschmutzung der Erde durch ihre eigene Schuld. Viel weitreichender als der politisierte Streit, ob denn nun CO2 durch hausgemachte Emissionen das Klima erwärmt oder nicht, ist die Erkenntnis, dass es schon immer Temperaturschwankungen durch kosmische oder planetare Einflüsse gab und ein zeitlicher Stillstand des Systems eine seltene Ausnahme ist.
Der heutige Stand der Lebensformen würde sich ohne fortlaufende Temperaturschwankungen der Erde anders darstellen, ganz sicher wäre die Evolution andere Wege gegangen und es würde den Homo sapiens gar nicht geben.
Die Erde unterliegt fortwährenden dynamischen Prozessen, die sich durch unzählige chemische und physikalische Faktoren gegenseitig beeinflussen. Mit unseren Computermodellen sind diese niemals zu erfassen, da man sie mit Milliarden mal Milliarden von Eingangsdaten in Echtzeit speisen müsste, was völlig illusorisch ist. Dazu fehlt die Technik, um diese Vorgänge vollständig zu beschreiben. Jede chemische Reaktion, jedes Molekül, jedes “Ausatmen” von Gasen müsste zum identischen Zeitpunkt bekannt sein.
Nicht einmal ausgewählte Bereiche können repräsentative Ergebnisse liefern, da wieder andere Einflussfaktoren ausgeschlossen wurden. Mathematische Modelle nichtlinearer Systeme und Chaosforschung zeigen, dass geringste Abweichungen der Ausgangsdaten unvorhersehbare Änderungen hervorbringen. Die Wissenschaftler sprechen gern zur Veranschaulichung für den Laien vom “Schmetterlingseffekt”.
Bei all diesen ständigen Änderungen der Faktoren kommt es dennoch zu bestimmten Regelkreisen, oft für menschliches Ermessen in längeren “trägen” Zeitabläufen, zum Beispiel die globalen Meeresströmungen, die nach den derzeitigen Erkenntnissen als Temperaturspeicher die grösste Bedeutung für das Klima haben.
Die Entwicklung der Pflanzen haben den Sauerstoff in die Atmoshäre abgegeben, vorher hätte kein Mensch hier atmen können. Für die Flora wird Kohlenstoffdioxid als Lebensprozess benötigt. Das es nun Pläne zum Geo-Engeneering gibt, Schwefel zur Reflektion des Sonnenlichtes mit Flugzeugen in die Atmosphäre zu bringen, ist der grösste Selbstmord, den sich die Menschheit jetzt antun kann. Von dem Verbrauch von Kerosin dabei einmal abgesehen, ist diese Verdunkelung mit nicht vorhersehbaren Folgen für die Chlorophyllbildung der Pflanzen verbunden, von den giftigen Folgen des Schwefels gar nicht zu reden, der zu “saurem Regen” führt und in der Atmosphäre neue Reaktionen auslöst.
Um eine Katastrophe für die Menschheit zu verhindern gibt es nur eine Lösung: Keine chemischen giftigen Substanzen in die Umwelt einleiten und mit der Entwaldung aufhören. Die Wälder sind für den Wasserhaushalt und Wolkenbildung notwendig. Die zu beobachtende fortschreitende Wüstenbildung ist auf den Rückgang des Grundwassers in diesen Regionen zurückzuführen und nicht auf CO2-Verschmutzung in der Luft. Beispiele dafür findet man in der Antike im Nahen und Mittleren Osten, als durch die Verhüttung von Erzen mit Beginn der Eisenzeit riesige Landstriche für das benötigte Brennmaterial entwaldet wurden und der Grundwasserspiegel fiel. Als Konsequenz entwickelte sich ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem und Speicheranlagen für das kostbar gewordene Wasser.
Der Libanon ist für sein Symbol der Libanon-Zeder bekannt, diese Wälder sind durch die Menschen vergangener Tage unwiederbringlich verschwunden.
Weltweit wurden zu Gunsten der Landwirtschaft die Flächen gerodet und leiteten damit die Prozesse ein, deswegen die Staatschefs heute in Kopenhagen zusammen gekommen sind.
Das oberste Gebot dieser Konferenz muss sein, wieder mit Programmen zur Aufforstung zu beginnen und bestehende Flächen zu schützen.
Die Menschen in Deutschland können auch – jeder Einzelne – dazu seinen Beitrag leisten, vor der eigenen Haustür kann man beginnen, egal, ob man einen eigenen Garten besitzt oder Grünflächen vor der Wohnanlage hat.
Um das Klima zu verbessern, kann man einheimische Hecken und Bäume pflanzen, anstatt diese pflegeleichten englischen Rasen mit gleichen Koniferen, viel mehr als jetzt zu beobachten ist. Die Kommunen müssen aufhören, die Stadtbäume radikal zu köpfen. Häuserwände können mit Kletterpflanzen begrünt werden, das verbessert das Stadtklima – und das Wohlbefinder der Bewohner. Nicht umsonst spricht man von “idyllischen Winkeln”, die meist einen alten Pflanzenbestand haben.
Pflanzt man zusätzlich Apfel- oder Kirschbäume, spart man giftige Abgase ein, die durch Transporte und Kühlung der Importware entstehen.
Anstatt alles abzusensen und “clean” zu halten, brauchen einheimische Kräuter, Sträucher und Bäume wieder ihren Platz in unserer Landschaft. Es gibt kein Unkraut. Auch die Tierwelt wird es uns danken und vom Aussterben bedrohte Arten könnten wieder Lebensraum finden. Für unsere Ahnen waren Bäume heilige lebensspendende Vermittler zwischen Erde und Himmel, und sie hatten recht.
Das muss das Hauptziel der Klimakonferenz sein – und der Planet kann wieder beginnen, frei zu atmen und für den Menschen überlebenswichtige Bedingungen bereit stellen.
Topics: Ökologie, Medizin, Gesundheit, Politik | 8 Kommentare »
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6.Dezember 2009 at 13:51
Ein guter und richtiger Artikel, aber solange diese schwachsinnige Politikerkaste mit Unterstützung korrupter Wissenschaftler das Sagen haben, wird sich eine vernünftige Umweltpolitik nicht durchsetzen. Leider. Deshalb sollten solche Konferenzen oder Gipfel nicht durchgeführt und die Kosten gespart werden.
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6.Dezember 2009 at 14:39
Ein hervorragender Artikel, der das Potential hat, alle Menschen für den Waldschutz zu begeistern. Auch ich sehe die Temperaturerhöhung als das geringere Problem. Wenn wir genug intakte Wälder haben, kann die Natur sich viel leichter an etwaige Temperaturveränderungen anpassen.
Ich sorge mich viel mehr um Atemluft, Grundwasser- pegel, Artenvielfalt und um die gewollte Trauma- tisierung der Bevölkerung durch Vernichtung der heimischen Wälder.
Falls das mit dem Temperaturanstieg stimmen soll- te, dann würden uns die Bäume außerdem helfen, diesen zu lindern.
Einige Maßnahmen, die dem Wald helfen, und mit denen wir hier in Deutschland vorangehen können:
1. Waldschutz als Bundesaufgabe
Die Föderalismusreform 1 hat das GG so geändert, dass die Länder über den Waldschutz bestimmen kön- nen. In NRW hat man nach der Kyrill-Katastrophe ein Waldgesetz gemacht, wonach bei Umkippen eines Baumes direkt ein ganzes Rechteck drumherum kahlgeschlagen werden kann – damit sich der Einsatz der Maschinen lohnt. Es sind Muster der Verwüstung entstanden, die an Weltbankprojekte erinnern und jetzt für NRW maßgablich mit dafür verantwortlich sind, dass die Fähigkeit des nord- rhein-westfälischen Waldes zur CO 2 -Bindung zu- rückgegangen ist. Selbst Hinweisschilder von Naturschutzgebieten in NRW haben seitdem das Wandern gelernt. Zum Entsetzen der Wanderer.
Darum muss Waldschutz wieder Bundesaufgabe wer- den und ein strenges Bundeswaldgesetz her.
2. “Charta für Holz” Wahnsinn verhindern
Der Koalitiionsvertrag (siehe unter http://www.cducsu.de) von CDU, CSU und FDP auf Bundesebene verlangt eine Weiterentwicklung der “Charta für Holz”. Was damit gemeint ist, zeigt eine grauenvolle Mitteilung des Bundes deutscher Forstleute (in dbb-aktuell Nr. 45 vom 26.11.2009). Dort wird argumentiert, die Wälder drohten nach den Anrechungsregeln des Kyoto-Protokolls zu einer Kohlenstoffsenke zu werden, da Experten damit rechneten, dass die Fähigkeit der Wälder, Kohlenstoff zu binden, in den nächsten Jahren abnehmen werde. Und der BDF-Vorsitzende Hans Jacobs fordert auch noch als Schlussfolgerung, langlebige Holzprodukte als Kohlenstoffsenken anzuerkennen.
Als Reaktion auf zuviel Holzeinschlag würde man, ginge es nach Herrn Jacobs, hier also Möglichkeit schaffen, direkt den ganzen Wald abzusäbeln, dar- aus Möbel zu machen, und dafür kyoto-mäßig auch noch belohnt zu werden.
Es kann nicht das Interesse der deutschen Förster sein, zu wesentlich niedriger bezahlten Aushilfs- gärtnern zu werden. Der deutsche Wald braucht dringend den Rücktritt von Herrn Jacobs.
3. Frischpapiersteuer
Alles in die Papierfabriken gelangende Frischmaterial wird pro Tonne besteuert, egal was für Papier daraus produziert wird. Das ist mit wenig Zollbeamten effektiv zu kontrollieren und hat die Lenkungswirkung, den Papierverbrauch deut- lich zu senken und die Altpapierquote zu erhöhen. Das in Fabrik gelangende Altpapier muss natürlich
steuerfrei bleiben.
4. Frischholzsteuer
Sämtliches Frischholz, was in die Fabrik gelangt zur Herstellung von Möbeln, Gartenmöbeln und Zäunen, wird bei Eingang bei der Möbelfabrik pro Tonne besteuert. Die Verwendung von Holz aus Gebrauchtmöbeln wird nicht besteuert.
5. kommunale Gebrauchtmöbellager
Alle noch verwendungsfähigen Gebrauchtmöbel müs- sen von den Kommunen gesammelt und vorwiegend an Bedürftige als Sachleistung gegeben werden. Der Rest ist an Verbraucher und den Möbelhandel zu verkaufen.
6. Beweislastumkehr für Schadstoffe in Möbeln
Der schnellste Weg, Schadstoffe aus den Möbeln zu bekommen, damit beschädigte Möbel wieder zu Mate- rial für neue Möbel werden.
7. Raubholzhehlerei bestrafen
Wer vorsätzlich illegal eingeschlagenes Holz oder Produkte daraus importiert, muss härter bestraft werden als bei normaler Hehlerei.
8. Durchgriffshaftung
Für alle Schäden durch illegalen Holzeinschlag müssen Manager und Mehrheitsaktionäre voll haft- bar gemacht werden.
9. Ökosteuer für Holzheizungen
Der Betrieb von Holzheizungen muss vom Einbau von Geräten abhängig gemacht werden, die das ver- brauchte Holz messen und damit vollautomatisch die Daten für die vom Endverbraucher zu zahlende Öko- steuer berechnen. Da kann man leider nur beim Endverbraucher und nicht beim Brennholzhandel ansetzen, weil die Endverbraucher sonst die Wäl- der plündern würden. Die Kontrolle, ob die Mess- geräte ordentlich eingebaut wurden, kann von den Schornsteinfegern durchgeführt werden.
Die Ökosteuer Heizholz muss moderat genug sein, damit die Verbraucher nicht wieder zu Öl und Gas zurückkehren, und gleichzeitig hoch genug, um schnell deutliche Verbrauchsminderungen bei Holz- heizungen durchzusetzen.
10. Verwendung der Einnahmen aus den neuen Ver- brauchsteuern
Die Einnahmen sollten in erster Linie zur Wieder- aufforstung verwendet werden, daneben auch zur Stadtbegrünung, damit jeder Bürger etwas davon hat.
Das sind einige wirksame Vorschläge gegen die Holzverschwendung.
Wald wird außerdem zerstört, um Platz für andere Nutzungen zu schaffen. Das kann man zumindest lin- dern, indem man die Produkte, für die besonders häufig Wald zerstört wird, mit Verbrauchsteuern belegt (z. B. Ökosteuer auf Palmöl und Sojaöl).
Volker Reusing
Thorner Str. 7
42283 Wuppertal
0202 / 2502621
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6.Dezember 2009 at 17:00
Ein wunderbarer und zutreffender Artikel !!!

Leider werden sich diese Vorschläge nie in die Tat umsetzen lassen
Solange es nicht läuft wie schon lange gefordert:
“egalite – fraternite – liberte” und immer noch die “Großen dieser Welt” in der Lage sind unsere Schicksale zu steuern, wird Lug und Trug uns umgeben und führen
MfG. el_mar
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6.Dezember 2009 at 17:17
Guten Tag!
Ich finde den oben stehenden Artikel motivierend und einfach nur gut.
Ich habe schon seit längerer Zeit einen Gedanken im Kopf rumschwirren.
Ich denke dabei an einen Film, den alten Teil von Star Wars. Dort konnte man diese “Bären” sehen. Diese wiederum hatten ihre Städte mitten im Wald.
Ich denke unsere Technologie würde es ermöglichen, in der Zukunft, zumindest kleinere Orte so zu bebauen.
Sollte es so einen Ort geben, würde ich persönlich gerne in so einen Ort einziehen.
Ich denke die Zeiten von toller Skyline, Smog und
Verkehrslärm sind vorüber. Viele Menschen sehnen sich wieder nach Natur.
Was sagt die Gemeinschaft dazu?
Grüße
RajoZola
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6.Dezember 2009 at 17:36
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von MikeMcDay und Ivor Schandor, CONTRACOMA erwähnt. CONTRACOMA sagte: Klimagipfel: Pflanze jeder ein Apfelbäumchen: Vernichtung der Wälder seit der Antike bis heute ist Hauptursache a… http://bit.ly/7fOAzP [...]
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6.Dezember 2009 at 23:08
Die Kritik in Artikel und Kommentaren, daß Politiker nicht genug für die Ökologisierung tun, teile ich.
Der Normalbürger aber sitzt im Glashaus und sollte nicht mit Steinen schmeißen.
Ich wohne im Dorf am Rande Berlins. 30%, 40% und mehr der Leute sind arbeitslos oder Rentner, haben reichlich Zeit. Alle Gärten sind reine Ziergärten. Jedes Jahr im Herbst wird sämtliches Laub zusammengerafft. Nur weg damit! und spazieren gefahren.
Biogärten, ökologischer Gartenbau, Permakultur sind seit 20, 30 Jahren bekannt. Aber 90% der Leute denken nicht im Traum daran, für ihr eigenes Verhalten einfachste Konsequenzen zu ziehen.
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7.Dezember 2009 at 01:21
Hallo,
guter Artikel! Allerdings ist dort wohl ein Fehler aus Unwissenheit unterlaufen. Es geht um die alte Lehrbuchmeinung, dass Pflanzen Sauerstoff abgeben. Dies ist hier eindeutig widerlegt worden:
http://www.fehler-der-wissenschaft.de
Herzliche Grüße an alle
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7.Dezember 2009 at 21:20
Wenn wir Brasilien, Indonesien etc. den Regenwald abkaufen würden (um ihn zu schützen für alle zeit) dann wäre das allemal besser als Glühbirnen auszutauschen und ähnlicher Schwachfug.
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