USA: Attentat auf Mitglied des StreitkrÀfte-Ausschusses

Tucson: Gabrielle Giffords, Abgeordnete des US-ReprĂ€sentantenhauses, Mitglied des StreitkrĂ€fte-Ausschusses und Mitglied in dessen Bereitschafts-Unterauschuss (Subcommittee on Readiness), der u.a. im Rahmen des „Base Realignment and Closure“-Programms zustĂ€ndig fĂŒr die Schließung von MilitĂ€rbasen ist, wurde heute bei einem gezielten Attentat aus nĂ€chster NĂ€he in den Kopf geschossen. Unklar ist, ob und wie sie dieses Attentat ĂŒberlebt hat. Giffords hielt eine WĂ€hlerveranstaltung „Congress on Your Corner“ ab (1). Es war also ihre Veranstaltung und nicht irgendeine zufĂ€llige Menschenansammlung. Bezeichnenderweise wurde ihre höchst einflussreiche Position im US-Parlament in der leider immer noch einflussreichen Informationsindustrie in Deutschland geflissentlich ĂŒbersehen.

McChrystal raus, Petraeus degradiert: Die „Warlord AG“ Afghanistan bekommt einen neuen GeschĂ€ftsfĂŒhrer

Der PrĂ€sident der Republik USA, Barack Obama, zitiert seinen Afghanistan-Kommandeur Stanley McChrystal erst nach Washington, um ihn dort zu feuern. Angeblich geht es um harsche Worte gegen die zivile Regierung im „Rolling Stone“. Am gleichen Tag erscheint ein Bericht des Kongress-Unterausschusses fĂŒr Nationale Sicherheit und AuswĂ€rtige Angelegenheiten, welcher unter der Überschrift „Die Warlord AG“ minutiös belegt, dass die MilitĂ€rs des von den USA angefĂŒhrten Nordatlantikpaktes jeden einzelnen Versorgungstransport in ihre Besatzungszone von KriegsfĂŒrsten bewachen lassen, Milizen finanzieren und dass diese Gelder eine „signifikante potentielle Quelle fĂŒr die Finanzierung der Taliban“ darstellen. Dann stellt sich der PrĂ€sident in die mittwöchentliche Abendsonne – sein Generalstabschef Michael Mullen darf am Rande stehen – und verkĂŒndet die Degradierung seines bisherigen MilitĂ€rdiktators David Petraeus vom Chef des Zentralkommandos zum Nachfolger seines bisherigen Untergebenen McChrystals in Afghanistan. Eine Zivilistin, wer da ZusammenhĂ€nge sieht. Am Montag, den 22.Juni, veröffentlichte die Washington Post auf ihrer Webseite den neunundsiebzig Seiten langen Bericht des „Unterausschusses fĂŒr Nationale Sicherheit und AuswĂ€rtige Angelegenheiten“ mit dem Titel „Warlord, Inc.: Extortion and Corruption Along the U.S. Supply Chain in Afghanistan“, fĂŒr den der Leiter des Ausschusses, der Republikaner John F. Tierney (D-Mass.), verantwortlich zeichnete (1, 2).