Amerikas Kindersoldaten

Heute untersucht Ann Jones, die Autorin des gefeierten neuen Dispatch-Buchs „Sie waren Soldaten: Wie die Verwundeten aus Amerikas Kriegen zurückkehren – die unsägliche Geschichte,“ einen weiteren Weg, wie das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika Amerikas Jugend ins Visier nimmt – via einem ganz und gar nichtvirtuellen, offline, sozialen Netzwerk der alten Schule: dem Junior Reserve Officers Training Corps (JROTC – Ausbildungskorps junger Reserveoffiziere). Es ist ein bestürzender Einblick in die Art von alltäglicher militärischer Indoktrinierung, die vielleicht gerade in Ihrer nächsten Nachbarschaft stattfindet, und fast so leise, wie die Regierungsagenten in ihren favorisierten digitalen Fantasiewelten ein und aus gehen.

ARD strahlte umstrittene Argentinien-Doku aus

Trotz Kritik von Aktivisten und Journalisten hat die ARD am Montag dieser Woche eine dokumentarische Reportage zu den Verwicklungen von Mercedes Benz in die Verbrechen der Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) ausgestrahlt. Im Vorfeld hatte die deutsche Dokumentarfilmerin und Fachbuchautorin Gaby Weber schwere Vorwürfe gegen den WDR als Auftraggeber des Streifens erhoben. Die Kölner Redaktion habe ihre ursprünglichen Recherchen nachdrehen lassen.

Was ist die wirkliche Agenda des amerikanischen Polizeistaats?

Warum hat Washington es nötig, die Presse- und Meinungsfreiheit zu attackieren, rücksichtslos die Gesetzgebung, welche Whistleblowers wie Bradley Manning und Edward Snowden schützt, mit Füssen zu treten, abweichende Meinungen und Proteste zu kriminalisieren, und Journalisten wie Julian Assange, Glenn Greenwald und Fox News-Reporter James Rosen zu bedrohen?

Bevor Sie jubeln …

Letztes Wochenende entführte ein Team von Navy SEALs einen Libyer, Abu Anas al-Libi, auf einer öffentlichen Strasse in Tripoli. Die Marinesoldaten hatten keinen Haftbefehl, hatten keine Erlaubnis der lokalen Behörden oder der libyschen Regierung, um diese Entführung durchzuführen, und hielten sich gesetzwidrig in Libyen auf und trugen Waffen in der Öffentlichkeit. Viele von al-Libis angeblichen Komplizen waren bereits in den Vereinigten Staaten von Amerika verhaftet, angeklagt und verurteilt worden. Die Vereinigten Staaten von Amerika hätten sich um seine Auslieferung bemühen können, wie sie es bei einigen von ihnen getan hatten, hätte nicht Präsident Obama die amerikafreundliche Regierung von Oberst Muammar Gaddafi ins Nichts gebombt, ohne eine Kriegserklärung durch den Kongress.

Ägypten: Letztes Gefecht des „war on terror“

Bereits am Tage des Putsches in Ägypten, am 3. Juli, sagte ich exakt die Entwicklung voraus, die sich derzeit abspielt. Das war kein Zeichen besonderer Intelligenz, sondern schlicht von Übung und korrekter Diagnose. In Ägypten versuchen die gleichen Kräfte, die seit fast 12 Jahren von einem durch Attentate erzeugten Krieg profitieren, diesen sowohl blutigen wie kafkaesken Prozess weiter am Laufen zu halten. In diesem „war on terror“ profitieren nicht nur diejenigen, die Attentate und Krieg hätten verhindern müssen – Geheimdienste, Polizei, Militär – sondern mindestens im gleiche Maße auch die Nomenklatura der jeweiligen Gesellschaft, die eine Entmachtung durch demokratische Mittel und die Entwicklung bzw Weiterentwicklung eines Öffentlichen Bewusstseins durch Kommunikation und Information der Bevölkerung scheut.

U.S.-Militär: Sondertraining Schneller Einsatztruppen zum internationalen Einsatz gegen Demonstranten

Soldaten der 22nd Marine Expeditionary Unit, der 2nd Marine Expeditionary Force’s Special Operations Training Group, des 1. Battalions, der 10th Marines (Artillerie) wehrten und bekämpften simulierte Demonstranten ab. Bekleidet waren die “Streitkräfte” genauso, wie es mittlerweile auch in Deutschland bei der Polizei beim Einsatz in den Strassen auch bei noch so kleinen, angemeldeten friedlichen Kundgebungen aller Coleur Einzug gehalten hat: kugelsichere Westen, Kevlar-Helme, Schienbeinschützer, Schilde, Schlagstöcke, Masken, Schrotflinten, Pfefferspray (Oleoresin Capsicum) und M-4 Karabiner.