Geostrategisches Ringen und Weltweltraumwaffen: USA drängen Japan zu Export von neuem Raketensystem

Das Raketensystem SM-3 IIA, produziert vom Konzern für Kriegs- und Spionage-Technologie Raytheon, soll nicht nur zum Abschuss von Schiffen, Flugzeugen und Trägersystemen, sondern auch von Satelliten verwendbar sein. Nun drängt das Pentagon die Regierung in Tokio zur Ausfuhr der Raketensysteme, auch nach Südkorea und Israel, welches vor kurzem seinen sechsten Spionage-Satelliten startete, während der Iran den Start seines ersten angekündigt hat. Hintergrund ist ein geostrategisches Ringen zwischen den USA und China. Am Sonntag erschien eine viel- und gleichzeitig nichtssagende Meldung der japanischen Nachrichtenagentur „Kyodo“ (1). Thema waren „gemeinsam von Tokio und Washington“ entwickelten Standard Missile-3 Block IIA Abfangraketen (eine Weiterentwicklung der SM-3). Diese sollen zunächst seegestützt, dann auch von Land aus eingesetzt werden und gegen Schiffe, Flugzeuge, Trägersysteme / ballistische Raketen sowie Satelliten anwendbar sein.

Eine wirklich aktive Bemühung

Das Space Shuttle „Endeavour“ ist heute Nacht im Schein des Mondes mit 7 Astronauten an Bord vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Diese wird nun, zur allgemeinen Enttäuschung derer die das Menschheitsprojekt bereits abgeschrieben hatten, wohl doch längerfristig im Orbit bleiben können. Die „Endeavour“ („Bemühung“) jedenfalls leitet im Laufe ihrer mindestens zehntägigen Mission zusammen mit den derzeitigen 3 Bewohnern der ISS den grössten Ausbau eines von Menschen geschaffenen Objektes im Weltraum ein, „der je von Astronauten versucht wurde“.

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