Demütigen und degradieren – Eindrücke aus dem Gazastreifen (1.Teil)

Es genĂĽgt, eine einzige Nacht im Gefängnis zu verbringen, um einen Eindruck zu bekommen, was es bedeutet, sich unter der totalen Kontrolle einer externen Macht zu befinden. Und man braucht kaum einen Tag mehr im Gazastreifen, bis einem bewusst wird, wie schwierig der Versuch ist, im größten Open-air-Gefängnis der Welt zu ĂĽberleben, wo 1,5Millionen Menschen – im am dichtesten bevölkerten Teil der Welt – ständig einem ziellosen und oft brutalen Terror und willkĂĽrlichen Strafen ausgesetzt sind – zu keinem anderen Zweck als zu demĂĽtigen und zu erniedrigen.

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Adieu, lieber Krieg!

BENJAMIN NETANJAHU und sein Schirmherr Sheldon Adelson setzten auf Mitt Romney und benĂĽtzten den Staat Israel als ihren Chip.

Sie haben verloren.

FĂĽr Adelson, den Casino-Magnaten bedeutete das nicht viel. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.

Für Netanjahu ist das natürlich etwas völlig anderes. Er wuchs in den US auf (wo er Romney 1976 kennen lernte), und rühmte sich ein großer Experte Amerikas zu sein. Es war einer seiner Haupt- Publikumsmagneten, da die Beziehungen zu den USA für Israel so lebensnotwendig sind. Jetzt steht er zusammen mit seinem von Adelson empfohlenen Botschafter in Washington DC als Troddel da.

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Der MunitionshĂĽgel und die nicht theoretische Besatzung

„Es kann nicht leichthin gesagt werden, die Zeit ist längst vorbei für eine vorsichtige Sprache und feine Rhetorik : Die Besatzung ist grausam und ungerecht. Die Besatzung ist gegen Gott und gegen die Liebe (gegenüber dem Nächsten) und unglaublich, dauerhaft gewalttätig. Die Besatzung gründet sich auf ein System rassistisch-ethnischer Trennung, die tatsächlich der südafrikanischen Apartheid und der Trennung in den südlichen USA der 60er Jahre ähnelt.

DĂĽrre in Texas

Ich muss zugeben, dass bei dieser Debatte Obamas Antworten ein paar mal viel besser waren als meine. Zum Beispiel fiel mir keine scharfe Antwort auf Romneys Vorwurf ein, dass die US jetzt weniger Kriegsschiffe haben als vor hundert Jahren. Obamas trockene Entgegnung– die US-Armee habe jetzt auch weniger Pferde, war glatt genial. Besser hätte er nicht darauf antworten können. Wer hätte so eine dämliche Bemerkung voraussehen können?

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