Die Gräueltat

Als die Leichen der drei von Touristenführern gefunden wurden, erreichte die Explosion einen neuen Höhepunkt. Soldaten setzten zehntausende von Botschaften ins Internet und riefen zur Rache auf, Politiker stachelten sie an, die Medien fügten dem noch Öl ins Feuer, Lynchmob versammelte sich an vielen Plätzen in Jerusalem, um arabische Arbeiter zu jagen und zusammenzuschlagen.

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250 Kinder zur Zeit in israelischen Gefängnissen

Der Grund fĂĽr das Anwachsen ist die kĂĽrzliche Verhaftungskampagne in der Westbank durch die israelische Armee unter dem Vorwand, die drei vermissten israelischen Siedler zu suchen (nach PNN).
Masalha berichtete, dass die Soldaten die Kinder während der Haft schlagen, was nach der UN-Konvention für die Rechte der Kinder ein Verbrechen darstellt.
Die Kinder werden auch mitten in der Nacht aus ihren Wohnungen (und Betten) geholt – und dies wird als Kidnapping angesehen.

Die Welt ist krank von Israel und seinem Wahnsinn

Die Welt ist in einem fürchterlichen Zustand, sagen sie. Im Irak, Nigeria, Syrien und sogar in der Ukraine sei die Situation viel grausamer. Doch das komplette Nicht-Interesse an den entführten Israelis kommt nicht allein davon. Es ist unmöglich, von der Welt Sympathie zu verlangen, wenn Israel die Entscheidungen der Welt ignoriert; es ist unmöglich, eine Aktion von Israel zu verlangen, wenn die Besatzung auf ewig weitergeht, und es ist unmöglich, Solidarität mit dem Schicksal von Israels Opfer zu verlangen, wenn dieses selbe schikanierte Israel weiter tötet, verletzt und Unschuldige routinemäßig verhaftet.

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Ein bewaffnetes Ghetto

In der israelischen Ausgabe der New-York-Times war ein großer Teil der ersten Seite für ein Bild einer palästinensischen Mutter genommen, die um ihr Kind trauert – und nicht ein Bild mit den 3 Geiseln.
Aber als den drei Müttern, die zu Propagandazwecken zur UN-Menschenrechts-Kommission nach Genf geschickt worden waren, ein kühler Empfang gewährt wurde, war die israelische Regierung erstaunt. Delegierte waren mehr an den Menschenrechtsverletzungen durch Israel interessiert als an den Geiseln – für viele Israelis ein weiteres offensichtliches Beispiel für Antisemitismus in der UN.

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