JFK und 9/11 – Gewonnene Einsichten aus dem Studium beider VorgĂ€nge

Peter Dale Scott widmet sich in zwei VortrĂ€gen gewissen Parallelen zwischen der Ermordung von John F. Kennedy 1963 und den TerroranschlĂ€gen vom 11. September 2001. Es ist seine Überzeugung, dass beide Ereignisse dem zulasten gelegt werden können, was er die amerikanische Kriegsmaschine nennt.

Von Peter Dale Scott, Übersetzung Lars Schall

Die Kunst der amerikanischen Panikmache

Und Rogers steht nicht allein mit seinen Anschuldigungen. Letztes Jahr sprach NSA-Direktor General Keith Alexander vom „Verkauf“ von Regierungsdokumenten. Vor zwei Wochen sprach der Direktor der nationalen Geheimdienste James Clapper, der den Kongress im MĂ€rz bezĂŒglich des NSA-Bespitzelungsprogramms belogen hat, von Snowden, der „Komplizen” habe, worunter er Journalisten verstand, die seine AktivitĂ€t ermöglichten. Die Absicht ist eindeutig, das Whistleblowing selbst zu kriminalisieren, wie auch jede Medienbeteiligung in der Folge. Die Argumentation beruht auf dem Spionagegesetz, das so interpretiert werden kann, dass jeder, der in den Besitz geheimer Information kommt, als „Helfer, Mitverschwörer oder MittĂ€ter“ kriminalisiert werden kann, sogar wenn er selbst nicht die Dokumente nimmt. Wenn Rogers & Co Erfolg haben, dann wird die Konsequenz sein, dass Journalisten und Zeitungen nie Nachrichtenquellen aufbauen werden zur Erlangung von geheimen Informationen, die die Regierung blamabel findet, oder die illegale Handlungen ans Licht bringen. Das Argument Nixons, dass „es nicht illegal ist, wenn der PrĂ€sident es tut,“ wird die Oberhand gewinnen.

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Verdeckte C.I.A.-Operationen in Pakistan: Journalist vor Abreise nach Europa entfĂŒhrt

Khan, der ursprĂŒnglich aus Nord-Waziristan stammt, verlor dort im Dezember 2009 neben weiteren Menschen seinen Sohn und Bruder bei einem Drohnen-Angriff und versuchte als erster pakistanischer BĂŒrger im Jahr 2010 die U.S.-Regierung zu verklagen. Seither reiste Khan als freier Journalist zu den StĂ€tten und Opfern dieser unmenschlichen “neuen Opfer und Kosten minimierenden” Strategie der C.I.A. und des Pentagons, von der nach heftigen weltweiten WiderstĂ€nden von der Gesetzgebung in Washington versucht wird, diese auf eine legale Basis zu stellen.

Der Tiefenstaat und 9/11

Peter Dale Scott interpretiert 9/11 in diesem Essay als keinen beispiellosen Staatsstreich, sondern als einen Vorfall in einer Reihe von Ă€hnlichen unerklĂ€rlichen Ereignissen, die alle Ă€hnliche Ergebnisse zeitigten, bis hin zurĂŒck zum zweiten Golf von Tonkin-Zwischenfall, der Kennedy-Ermordung, ja selbst bis hin zum falsch erinnerten Beginn des Korea-Krieges. Allein, von all diesen Tiefenereignissen kann 9/11 als das erste gesehen werden, das nicht nur strukturelle, sondern auch verfassungsmĂ€ĂŸige Auswirkungen gehabt hat. Bis heute befinden sich die USA in einem permanenten Ausnahmezustand.

Von Peter Dale Scott, Übersetzung Lars Schall