Offener Brief an Bundestag und Merkel

Erst jetzt hat uns ein „Offener Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages 2008“ von Ingmar Wengel erreicht. Mit vielen guten Argumenten zu viel böswilliger Ausbeuterei und verfassungswidriger, staatlicher Sklavenarbeit bei Hungerlöhnen und 40 Stunden am Tag, ohne Urlaub, ohne Rechte, aber immer noch als Hartz IV-Leistungsempfänger, hat hier Ingmar Wengel sich noch einmal die MĂĽhe gemacht, an Verstand, Ratio, Vernunft und Verpflichtung gegenĂĽber Allgemeinwesen und Verfassung zu appellieren – leider gegenĂĽber Personen, die sich qua Beruf so etwas nicht leisten können. So sollten sich lieber alle normalen, nicht korrupten Menschen jenseits aller Parteien diesen Brief hier durchlesen, denn er dokumentiert nicht nur das Ausbluten der vertrauensseligen, bĂĽrgerlichen Gesellschaft durch eine skrupellose, antagonistische, sinnlose BĂĽrokratie und Oberschicht, sondern auch die Bereitschaft und Fähigkeit entsprechend viel gesellschaftliche Dynamik zu erzeugen, um dem ein Ende zu machen.

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Buback-Mord und RAF-Akten: Grosse Koalition der Vertuscher

Berlin, Karlsruhe: Nachdem durch Recherchen des Sohnes vom 1977 ermordeten Generalbundesanwalt Siegfried Buback ans Licht gekommen war, dass das Bundesamt des deutschen Inlandsgeheimdienstes „Verfassungsschutz“ seit Anfang der 70er Jahre die Agentin Verena Becker (welche offenbar 1977 den Vater von Michael Buback erschoss) mitten in der Kommandoebene der sogenannten Roten Armee Fraktion (RAF) geparkt hatte, ist der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) nun ganz konsequent dabei, die Sache niemals vor Gericht kommen zu lassen. Erst nach massivstem öffentlichem Druck durch Angehörige wie Michael Buback und die Witwe des ermordeten Siemensmanagers Beckurts, die im Zuge bis heute ungeklärter Attentate dieser jahrelang völlig verschwundenen und dann Mitte der 80er Jahre mysteriöserweise wieder aufgetauchten Terrororganisation ihre Verwandten verloren, musste schliesslich die Generalbundesanwältin am Bundesgerichtshof vor kurzem Akteneinsicht bezĂĽglich des Buback-Mordes von 1977 beim Bundesamt fĂĽr Verfassungsschutz fordern.

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Gaza: Avnery zum Waffenstillstandsangebot der Hamas an Israel

Jerusalem: Also, ich geb mir ja alle MĂĽhe, aber es gibt so Sachen, die kann einfach nur er ĂĽber Israel, sein ehrenwertes Establishment und den militärisch-industriellen Komplex schreiben. „The Old Man“ ist im Englischen eine Respektsbezeichnung, die soviel heisst wie „Vater“, „Boss“, „Häuptling“ oder eben Präsident. In diesem Sinne: der Alte Mann von Israel hat wieder zugeschlagen. Er hebt abermals den anständig-semitischen Teppich und siehe da: auch er ward orientalisch. Hier nun die deutsche Ăśbersetzung des Kommentars von Uri Avnery ob des schrecklichen Friedensangebotes der Hamas durch den Regierungschef in Gaza, Ismail Haniyeh. (vom 22.12., erschienen heute auf Lebenshaus Alb.) Hilfe, ein Waffenstillstand! Von Uri Avnery, 22.12.2007

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"Streik":Wann schmeisst Tiefensee endlich diese Bahn-Extremisten raus?

Berlin: Nun haben sich die Seilschaftler im total durchgeknallten und verselbstständigten Staatskonzern „Bahn AG“ endgĂĽltig geoutet. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Bahn-Aufsichtsrat Brunnhuber hatte heute, in Verzweiflung ob der neuen Verhandlungen ĂĽber eine Tarifeinigung mit den LokfĂĽhrern, in der „Bild am Sonntag“ versucht, neue Streiks zu provozieren und eine Vereinbarung zu sabotieren. Brunnhuber hatte gesagt, das Staatsunternehmen sei gewappnet, wenn es nicht zu einer Einigung, sondern zu neuen Streiks komme. In der „Bild“ sagte dieser Vertreter der Deutschen im Parlament, es stĂĽnden zusätzliche LokfĂĽhrer zur VerfĂĽgung, um auf einen Streik reagieren zu können. Der Vertreter der 82 Millionen EigentĂĽmer dieses Sauhaufens DB AG, Wolfgang Tiefensee, fand diese Ă„usserungen Brunnhubers „äusserst bedenklich“ (1).

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Warum die GDL-LokfĂĽhrer Erfolg haben

Berlin, Frankfurt: Wahrlich kein Tag des Autopiloten. Die Bahn AG muss wieder mit der Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂĽhrer ĂĽber einen eigenständigen Tarifvertrag verhandeln. Warum? Das Ende der Deutschland AG Die Deutschland AG, sie schlingert, man könnte sagen – sie schmiert ab. Das alte Geflecht der Erpressung, der Korruption und des unerträglichen Betrugs aus Seilschaften, Beteiligungen und Mitwisserschaft, welches sich in fast 60 Jahren im Kapitalismus westdeutscher Nachkriegszeit wie ein gieriges Spinnennetz ĂĽber die Republik erhoben hatte, es ist durch eine kleine, mutige und 140 Jahre alte Gewerkschaft zerrissen worden, die zwar ĂĽber keine Lobby, keinen Apparat und wenig Geld verfĂĽgt, aber dafĂĽr etwas anderes – RĂĽckgrat, Ehre und Kampfeswillen. Denn die GDL hat etwas geschafft, was selbst Gott nur mit unserer Hilfe hinbekommt: sie hat eine deutsche „Regierung“ zum Handeln gezwungen.