Trump legt Veto gegen Resolution des Kongresses ein, den Jemenkrieg zu beenden

Trump behauptet, die Beendigung des Krieges wĂŒrde seine „verfassungsmĂ€ĂŸigen Kompetenzen“ schwĂ€chen

Am Dienstag beendete PrĂ€sident Trump monatelange BemĂŒhungen im Kongress, eine Resolution auf der Grundlage des KriegsermĂ€chtigungsgesetzes gegen die Beteiligung der USA am Krieg gegen den Jemen zu beschließen, indem er dagegen ein Veto einlegte und behauptete, das sei ein „gefĂ€hrlicher Versuch, meine verfassungsmĂ€ĂŸigen Kompetenzen zu schwĂ€chen“.

Die Gesetzesvorlage, SJ Res 7, war eine einfache Vorlage nach dem War Powers Act (KriegsermÀchtigungsgesetz) aus dem Jahr 1973. Der Gesetzentwurf stellte fest, dass der Kongress den US-Krieg im Jemen nie genehmigt hat und forderte ein Ende. Die US-Verfassung gibt dem Kongress die alleinige Befugnis, Kriege zu erklÀren, und damit auch die Befugnis, ein Ende illegaler Kriege anzuordnen.

Es ist ein bloßer Unfall in der Funktionsweise von Gesetzen, dass der PrĂ€sident sogar gegen BeschlĂŒsse im Rahmen des War Powers Act, die explizit als Kontrolle der Versuche des PrĂ€sidenten, illegal kriegerische Handlungen zu setzen, gerichtet sind, sein Veto einlegen kann. Dennoch erlangte SJ Res 7 einen so knappen Sieg im Senat, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass auch nur der Versuch unternommen wird, das Veto außer Kraft zu setzen.

Das droht einen sehr gefÀhrlichen PrÀzedenzfall zu schaffen, denn nach Jahrzehnten, in denen PrÀsidenten unilaterale Kriegsbefugnisse beanspruchten, war der Jemen die erste wirkliche Herausforderung im Rahmen des War Powers Act, die an Dynamik gewann. Dass sie mit einem leichten Veto und wenig Kontroversen ausgelöscht wurde, trÀgt nur dazu bei, dass der PrÀsident zumindest de facto einseitige kriegerische Befugnisse hat, und die Kontrolle des Kongresses nur auf dem Papier existiert.

Orginalartikel „Trump Vetoes Congressional Resolution to End Yemen War“ vom 16.4.2019

Quelle: antikrieg.com