Pentagon versucht verzweifelt zu beweisen, dass Fortschritt im Afghanistan-Krieg möglich ist

Vorsitzender der Generalstabschefs: Das 18. Kriegsjahr wird "grundlegend anders" sein

Während die USA den Krieg in Afghanistan weiter eskalieren, ist die offizielle Position, dass es keine Zeitpläne mehr gibt, keine Fristen. 17+ Jahre nach dem Konflikt ist jeder Vorwand eines schnellen Endes längst verflogen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass das Pentagon keinen Druck verspürt, da die absurden Behauptungen von "Fortschritt" heute so hohl klingen wie 2004 oder 2013 oder zu irgendeinem anderen Zeitpunkt im Krieg. Die Vereinigten Staaten von Amerika mögen sich wohl fühlen, wenn sie sich jahrzehntelang zu mehr vom Gleichen verpflichten, aber NATO-Verbündete, die immer wieder für eine neue Eskalation herangezogen werden, sind zunehmend skeptisch, dass es zu einem wirklichen Endspiel kommen wird.

Die Führer des Pentagons wollen verzweifelt zeigen, dass es dieses Mal anders ist und dass sie nicht nur ihre Räder in Afghanistan drehen, obwohl das in Wirklichkeit das ist, was passiert. Der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff General Joe Dunford besteht darauf, dass dieses Jahr "grundlegend anders" sein wird als die letzten 17 Jahre des US-Krieges in Afghanistan.

Insbesondere ist in den Zusicherungen General Dunfords von keinerlei konkreter Änderung die Rede. Stattdessen behauptet er nur vage, dass "die richtigen Leute" da sind und dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika weiterhin engagieren werden. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass das Pentagon in den letzten 17 Jahren jemals eingeräumt hätte, die "falschen Leute" in Afghanistan zu haben.

Die Behauptungen über Fortschritte sind während des gesamten Krieges gegen Afghanistan unverändert und leer wie eh und je, mit immer weniger Territorium unter der Kontrolle der afghanischen Regierung. Das ständige unmittelbare Ziel des Afghanistan-Krieges ist nach wie vor, die Illusion eines Fortschritts aufrechtzuerhalten, um zu verhindern, dass die Forderungen nach einer Beendigung des Konflikts zunehmen.

Orginalartikel Pentagon Desperate to Prove Progress Is Possible in Afghan War vom 30. März 2018

Quelle: http://www.antikrieg.com/aktuell/2018_04_01_pentagon.htm

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Autor auf Antiwar.com