Unser potemkinsches Dorf
WĂ€hrend die Bevölkerung von Hawaii unter Schachtabdeckungen tauchte, und #TheResistance kreischte, dass das orange Monster es schlieĂlich getan und Kim Jong Un gezwungen hat, das Inselparadies zu bombardieren, brauchte es die Abgeordnete Tulsi Gabbard, die besonnene und sehr sympathische ReprĂ€sentantin dieses Staates, um eine ErklĂ€rung herauszugeben, die die vom MilitĂ€r frĂŒher ausgesandte Botschaft „Alle in Deckung“ widerrufen hat.
Gabbard tat dies innerhalb von Minuten, wodurch eine groĂe Panik mit potenziell gefĂ€hrlichen Folgen vermieden wurde, wĂ€hrend die Behörden fast eine Stunde brauchten, um einen Widerruf zu veranlassen.
Wie ist das passiert? Die offizielle Geschichte ist, dass „jemand den falschen Knopf gedrĂŒckt hat.“ Ăber die IdentitĂ€t dieses jemand oder die Folgen, die ihm oder ihr widerfahren sind, hören wir kein Wort.
Dieser bizarre Vorfall unterstreicht die völlige AbsurditÀt und Undurchschaubarkeit des permanenten Ausnahmezustands, unter dem wir leben. Denn es stellte sich heraus, dass es kein System gab, das in der Lage war, den Notfallalarm zu widerrufen, sobald er aufgehoben wurde. Ein stillschweigendes VerstÀndnis der RealitÀt hinter unserer MilitÀrstrategie: es ist ein Himmelfahrtspakt.
Es unterstreicht auch die Aura eines potemkinschen Dorfes dessen, was routinemĂ€Ăig als unsere Nationale Sicherheits-Organisation bezeichnet wird: in diesem Fall war es ein Typ auf Hawaii, der Flip Flops trug und allzu begierig darauf war, seinen Dienst zu beenden und wieder ins Wasser zu gehen, nachdem er den endlosen Drill durchgegangen war, den er Hunderte, wahrscheinlich Tausende Male zuvor, absolviert hatte.
Also, wer war der TĂ€ter, und was ist mit ihm passiert? Die hawaiianischen Behörden weigern sich, ihn zu identifizieren – denn „er wĂ€re ein AusgestoĂener“. Das ist ein militĂ€risches Disziplinarsystem, das in der ganzen Welt einzigartig sein muss. Der Chefadministrator des Systems, ein Mr. Miyagi, erklĂ€rte es so:
„Betrachtet man Art und Ursache des Fehlers, der zu diesen Ereignissen gefĂŒhrt hat, so liegt das tiefere Problem nicht darin, dass jemand einen Fehler gemacht hat, sondern darin, dass wir es zu leicht gemacht haben, dass ein einfacher Fehler sehr schwerwiegende Folgen haben kann. Das System hĂ€tte robuster sein sollen, und ich werde nicht zulassen, dass ein Einzelner fĂŒr ein systemisches Problem bezahlt.“
Was ist mit den einzelnen Architekten des Systems? Sie können Ihren letzten Dollar darauf wetten, dass keiner von ihnen irgendwelche Konsequenzen dafĂŒr tragen wird, fast den dritten Weltkrieg begonnen zu haben. Meine GĂŒte, ich erinnere mich an einen Vorfall am 11. September 2001, bei dem die „Verteidigung“, fĂŒr die wir Milliarden ausgegeben hatten, einfach nicht funktionierte und Tausende von Menschen sterben mussten – und keine einzige Person gefeuert wurde.
Ineffizienz und völlige Inkompetenz sind in Strukturen eingebaut, die so groĂ, unhandlich und trĂ€ge sind wie das amerikanische Imperium, und das ist es, was das Konzept der Dekadenz wirklich mit sich bringt: die Schludereien schleichen sich ein, die glĂ€nzenden OberflĂ€chen sehen etwas baufĂ€llig aus, ĂŒbertriebenes Selbstvertrauen und SelbstgefĂ€lligkeit infiltrieren sowohl die FĂŒhrer als auch die GefĂŒhrten, und schon bald sind Sie das österreichisch-ungarische Reich: groĂ, grell, unhaltbar und grundsĂ€tzlich reif, in StĂŒcke zu zerfallen.
Was nicht heiĂen soll, dass das Imperium wirklich auf den letzten Beinen steht und durch sein eigenes Gewicht fallen wird – obwohl das durchaus möglich ist. Schauen Sie sich an, was mit den Sowjets passiert ist. Doch die Beherrscher – und Bewohner – solcher Reiche ĂŒberschĂ€tzen immer ihre StĂ€rke und Ausdauer: sie leben in der Blase ihrer eigenen Ăberheblichkeit.
Dieses knallende GerĂ€usch, das Sie hören, kann mehr verheiĂen als das, mit dem jeder gerechnet hat …
Orginalartikel Our Potemkin Village vom 17. Januar 2018
Quelle: http://www.antikrieg.com/aktuell/2018_01_17_unser.htm
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