Seoul: Oberbefehl über südkoreanische Armee in Kriegszeiten statt unter U.S.-Kommando

Die neue Regierung der Republik Korea setzt auf Entspannungspolitik mit dem Norden. Das ist das Allerletzte, was dem Industriellen Komplex passieren konnte: die Hoffnung auf Aussicht auf einen Friedensvertrag zwischen beiden koreanischen Staaten.

Präsident Moon Jae-in nominierte den ehemaligen Kommandeur der Seestreitkräfte Song Young-moo zum neuen Verteidigungsminister von Südkorea. Unter dem ehemaligen liberalen Präsidenten Roh Moo-hyun und dessen Entspannungspolitik (Korea: Der merkwürdige Tod des ex-Präsidenten Roh Moo-hyun) diente Song von 2006 bis 2008 als Chef der Marine.

Während der Vorbereitung zur Präsidentschaftswahl gehörte Song Young-moo zum Wahlkampfteam von Präsident Moon Jae-in als Co-Vorsitzender des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit.

Seit der Teilung Koreas beanspruchen die Vereinigten Staaten von Amerika für sich den Befehl über die Truppen der südkoreanischen Armee R.O.K.A. (Republic of Korea Army) im Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Nordkorea, nachdem sich nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs die U.S.-Armee nie von ihren Stützpunkten im Süden Koreas zurückzogen sondern im Gegenteil weiter ausbauen und aufrüsten.

Die vereinbarte Übertragung der Kommandostrukturen im Kriegsfall auf die südkoreanische Stabsführung wurde vom Pentagon immer wieder um unbestimmte Jahre bis frühestens nach 2020 hinausgezögert. Ausführlich berichtete Radio Utopie in 2014 in Korea: U.S.-Oberkommando bis Mitte der 2020er.

Die U.S.-Regierung wird unter keinen Umständen bereit sein, die operative Kontrolle in Kriegszeiten der Regierung in Seoul zu überlassen. Die Verhandlungen werden sich im zähen Kampf hinstrecken, denn sie bedeuten nicht nur das Kommando über die Streitkräfte sondern auch die Befehlsgewalt über das Raketenabwehrsystem Terminal High Altitude Area Defense (T.H.A.A.D.) des Pentagons, mit dem offensiv Lenkwaffenraketen auf Ziele abgefeuert und nicht nur feindliche Geschosse abgewehrt werden können sowie die Kontrolle über die Radarstationen, weit über das Territorium der koreanischen Halbinsel hinaus.

Die stationierten U.S.-Streitkräfte stehen unter dem U.S.-Kommando „U.S.-Streitkräfte Korea“ (USFK). Im Falle eines Kriegsausbruchs übernimmt ein U.S.-General den Befehl und das operative Kommando (OPCON) über beide Armeen. Das Hauptquartier dieses Combined Forces Command (CFC) befindet sich in der Yongsan-Garnison in Seoul. Zusätzliche Armee-Einheiten des U.S. Pacific Command können hinzugezogen werden.

Es geht um die territoriale Oberhoheit der U.S.A. in Asien. Die Demokratische Volksrepublik Korea spielt die gleiche Rolle mit Berichten über Massenvernichtungswaffen wie der Iran, der Irak, Libyen oder Syrien als Feindbild. Und wer garantiert, dass einige Kreise in Washington oder in anderen Staaten nicht dabei nachhelfen, wenn auch verdeckt über Mittelsmänner, Nordkorea in dessen provozierender Politik zu bestärken oder gar mit diversen Technologien und Kriegsmaterialien im Bereich der Raketensysteme und nuklearen Materialien zu versorgen?

Beispiele dafür gab und gibt es zur Genüge, nicht nur von den Vereinigten Staaten von Amerika, über die Nutznießer dieser tödlichen Machenschaften. Solange ein Anlass, ein Grund besteht, wird dieser herangezogen oder inszeniert, das Rüstungspotential nach oben auszudehnen, wie hier in Stephen Bosworths Erfolge in Nordkorea und die prompte Sabotage in 2009 und in In Thailand verhaftete Flugbesatzung ohne Prozess abgeschoben – 35 Tonnen Waffen bleiben im Land in 2010 beschrieben.

Im Falle eines Krieges hat die Republik Korea alles zu verlieren. Die U.S.A. befinden sich auf der entgegengesetzten Seite des Pazifiks. Der Verlust von "Material und Menschen" in anderen Ländern spielen dort keine Rolle, wenn es um die Dominanz geht.

Alle Beteiligten, einschliesslich die Weltöffentlichkeit, müssen Besonnenheit zeigen um nicht Opfer zu werden bei der Herbeiführung eines tragischen Ereignisses, insgeheim ausgeführt von anderer Seite als es offiziell verkauft wird.

Quelle: http://www.koreaherald.com/view.php?ud=20170611000222

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