Kreuzritter-Massaker, die nächste: Comey sagt, Trump habe gesagt

Im derzeitigen koordinierten Bemühen von geheimdienstlichem Komplex und israelischer Regierungs-Gang den U.S.-Präsidenten irgendwie auf Kurs bzw unter Kontrolle zu bringen (das Kreuzritter-Massaker), legt nun der von Donald Trump rausgeworfene ex-F.B.I.-Direktor James Comey nach, wieder über die "New York Times".

Comey lies der Zeitung von einem Gehilfen Teile einer Mitschrift vorlesen (welche die Zeitung ihren Angaben zufolge nicht im Original zu Gesicht bekam), welche Comey wiederum seinen Angaben zufolge nach einer Sitzung im Oval Office des Weißen Hauses anfertigte.

Nochmal in Zeitlupe: der rausgeworfene Direktor des F.B.I. schickt einen Gehilfen zur "New York Times" und lässt den Teile einer Mitschrift vorlesen, die er, James Comey, seinen Angaben zufolge nach einem Treffen in der Machtzentrale der U.S.-Regierung bezüglich der Äußerungen des U.S.-Präsidenten selbst schriftlich angefertigt hat.

Präzedenzlos.

Laut der "New York Times" und dem, was ihr von einem Gehilfen des rausgeworfenen Direktors der U.S.-Geheimpolizei vorgelesen wird, drängte also der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika während eines Treffens im Oval Office ihn, Comey, Untersuchungen des F.B.I. gegen den von Trump rausgeworfenen ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Mike Flynn zu beenden.

Wörtlich zitiert die "New York Times" aus dem ihm vorgelesenen Memo den U.S.-Präsidenten mit den Worten:

“I hope you can see your way clear to letting this go, to letting Flynn go. He is a good guy. I hope you can let this go.”

Übersetzt:

"Ich hoffe, Sie sehen für sich einen Weg die Sache sein zu lassen, Flynn gehen zu lassen. Er ist ein guter Kerl. Ich hoffe, sie können das sein lassen.

Das Weiße Haus dementierte dazu gegenüber der "New York Times":

"Dies ist keine wahrheitsgemäße oder stimmige Darstellung der Konversation zwischen dem Präsidenten und Mr. Comey."

Das F.B.I. ermittelt gegen Flynn wegen Kontakten zu Russlands Regierung. Flynn hatte sich im Dezember 2015 gegen Geld mit Wladimir Putin öffentlich an einen Tisch gesetzt, u.a. mit der grünen Präsidentschaftskandidatin Jill Stein und Regisseur Emir Kusturica. Flynn kann also als echt unauffälliger Spion des Russkis durchgehen (Flynn ist ehemaliger Direktor des Militärgeheimdienstes D.I.A. und bekam von der Obama-Regierung den Sicherheitszugang der höchsten Stufe).

Laut CNN-Korrespondentin Juliette Kayyem hat Flynn einen Deal mit dem F.B.I. gemacht. Wenn Flynn das tat, ist völlig offen wann er das tat.

Man kann nun mutmaßen, dass Flynn möglicherweise kompromittierende Informationen über den Präsidenten an Comey und das F.B.I. weiterreichte, mit denen Comey dann wiederum versuchte den Präsidenten zu erpressen, u.a. zu mehr Geld für das F.B.I. Vor wenigen Tagen feuerte Trump den F.B.I.-Direktor.  (11.05.2017, „Auch ich, mein Donald..?“).

Comey geht mit seiner (über höchst bemerkenswerte und wahrscheinlich zur rechtlichen Absicherung vorgenommene Umwege wie Gehilfen und Vorlesen vorgenommenen) Veröffentlichung von vermeintlichen oder tatsächlichen Gesprächsprotokollen von geheimen Sitzung der U.S.-Regierung ein sehr, sehr großes Risiko ein. Mal abgesehen von rechtlichen Konsequenzen macht Comey genau das, wovor ihn Trump noch vor wenigen Tagen öffentlich gewarnt hatte.

Der U.S.-Präsident am 12. Mai in einem Tweet:

"James Comey sollte besser hoffen, dass es keine Tonaufzeichungen von unseren Konversationen gibt, bevor er anfängt an die Presse zu leaken"

Präzedenzlos.

(...)

11.01.2017 Es sind natürlich die U.S.-Geheimdienste, die Trump erpressen (wollen)
Keine Polizeibehörde, kein Geheimdienst, kein Militär sagt „Gib Geld, Macht, Krieg, Gesetze, Vollmacht! Sonst setzt es ein Attentat durch uns!“.
Nein, sie sagen: „Gib Geld, Macht, Krieg, Gesetze, Vollmacht! Sonst setzt es noch ein Attentat! Und zwar von denen da! Wir können sie kaum noch zurückhalten!“

Artikel aktualisiert um 10.47 Uhr