Assad: Werde nicht mit bewaffneten ‘Terroristengruppen’ über Frieden verhandeln

Militär, Krieg

Saudi-Gespräche werden bewaffnete Gruppen im Rebellen-Verhandlungskomitee bevorzugen

Nach den Gesprächen unter verschiedenen Rebellenfraktionen in Saudiarabien schien der syrische Präsident Bashar al-Assad der Aussicht auf Friedensgespräche einen Riegel vorzuschieben, als er sagte, dass er sich weigert, mit „Terroristengruppen“ zu verhandeln, wobei syrische Regierungsvertreter darunter im Allgemeinen Rebellen verstehen, die noch immer bewaffneten Gruppierungen angehören.

Die Konferenz in Saudiarabien endete mit einer Vereinbarung über die Bestätigung eines Komitees, das Gespräche anstreben soll, obwohl gefordert wurde, dass Assad bedingungslos im Rahmen jeglichen Abkommens entfernt werden müsse. Laut Berichten soll das Komitee von bewaffneten Gruppierungen dominiert werden.

An der Saudi-Konferenz und am Komitee, das diese einrichten soll, ist nur ein Teil der Rebellenbewegung in Syrien beteiligt, da viele der Rebellengruppen nicht einmal eingeladen worden waren, darunter keine einzige kurdische Gruppe. Ahrar al-Sham, eine große mit al-Qaeda verbündete Gruppe, war bei den Gesprächen dabei, verließ diese aber, und es ist nicht klar, ob sie dem Komitee angehören werden.

Russland hat versucht, die syrische Regierung und die Rebellen unter einem Abkommen zusammenzubringen, gemeinsam gegen ISIS zu kämpfen, und hat Assad in dieser Angelegenheit unter Druck gesetzt. Die heutigen Äußerungen sind eine seltene Zurechtweisung dieses Bestrebens durch Präsident Assad, der davor vage Unterstützung für diese Auffassung signalisiert hatte.

Orginalartikel Assad: Won’t Talk to Armed ‘Terrorist Groups’ in Peace Process vom 11. Dezember 2015

Quelle: http://antikrieg.com/aktuell/2015_12_12_assad.htm