Der grosse E.U.-Sanktionen-Katzenjammer

Kommentar

Im Krieg der Sanktionen geht die letzte Runde an Russland. Die durch die Europäische Union begonnene wirtschaftliche Strafexpedition aus politisch-strategischen Gründen endet mit einem Eigentor in einem Fiasko. Dabei stieg Moskau mit den gleichen Mitteln der Wahl in das böse Spiel ein, um den zugespielten Ball zurückzuschlagen. So etwas nennt man Fair Play, aber auch dies ist nun wieder aus E.U.-Sicht nicht richtig. Die Beamten in Brüssel verlieren persönlich nichts, wenn sie nach eigenem Gutdünken die Puppen tanzen lassen.

So wird auf die Rücken der europäischen Menschen mit dem Knüppel der Sparpakete eingedroschen bis diese ausgesaugt am Boden liegen. Das Gleiche gilt für die Politik für Staaten ausserhalb der Europäischen Union, in deren innere Angelegenheiten "friedensmissionierend" mit Militär und Polizei eingegriffen wird.

Nun ist das geheuchelte Gejammere der eingebildeten, teils adligen Fatzken ohrenbetäubend, weil die Wirtschaften der Mitgliedsländer bedroht sind. Hat man erwartet, das der Gemassregelte zum Dank für die Ohrfeige die andere Wange hinhält?

Eine der Stimmen, die sich jetzt echoffieren, ist der schwedische Aussenminister und ehemalige Ministerpräsident Carl Bildt.

Bildt bezeichnete den selbst verschuldeten Zustand als "die besorgniserregendste Situation in der europäischen Sicherheitspolitik, die er in seiner fünfundzwanzigjährigen Laufbahn je erlebt hatte".

Als Aussenminister sitzt Bildt in der Rat der Europäischen Union und somit im Rat für Auswärtige Angelegenheiten, in dem Beschlüsse einstimmig gefasst werden müssen. Seine Frau hat einen Sitz im Europäischen Parlament - also "informierte kompetente Leute vom Fach mit Expertenohren, die nie rot vor lauter Verstellungen werden". Mit einem klaren Nein einer einzigen Stimme bei dem Beschluss der Sanktionen gegen Russland wäre das ganze Theater geplatzt. Also sollen sämtliche Aussenminister mitsamt ihren feigen Regierungschefs jetzt die Klappe in der Presse und Rundfunk halten, die sich über die Warnungen aus der Industrie hinweggesetzt haben.

Nicht nur die Erzeuger der Grundnahrungsmittel sitzen nun auf ihren Produkten. Für viele fallen gerade jetzt in der Erntezeit saisonbedingte Jobs weg, eine Einnahmequelle für diejenigen, die über keinen gut bezahlten sicheren Arbeitsplatz verfügen.

Jeder einzelne Bürger zahlt die Zeche der Ignoranten mit. Denn jetzt kommen alle geprellten Produzenten angeflattert und verlangen von der E.U. Entschädigungszahlungen aus einem Ausgleichstopf für ihre Absatzverluste, so etwa der Landwirtschaftsminister von Österreich im ORF.

Brüssel wird in die tiefe Tasche, reich gefüllt mit Steuermünzen, greifen und diese grosszügig austeilen, damit Ruhe im inneren Karton herrscht - tut ja nicht weh.

Das Widerlichste an dieser ganzen Farce ist, dass verderbliche Lebensmittel - Obst, Gemüse, Milchprodukte, bergeweise in den Schredder landen werden während die Armut und Arbeitslosigkeit durch die europäische Politik in den Mitgliedsländern steigt und steigt und die Menschen ohne Perspektiven ins Bodenlose ohne absehbaren Halt fallen lässt.

Ohne zu realisieren, dass die Bürger gezielt mit System zu Gunsten der Banken finanziell zur Kasse gebeten werden traben immer noch alle gläubig turnusmässig "gut erzogen" zur Europawahl-Urne in ihr eigenes Verderben anstatt diese ein für allemal links liegen zu lassen. "So blöd kann doch kein Mensch sein?!" - scheinbar doch.

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19.03.2014 EU-Falken rufen nach Eskalierung der Sanktionen, aber nicht alle machen mit

Quelle: http://en.itar-tass.com/world/744125