Stuttgarter Anwohner-Netzwerke fordern von Regierungspräsidium Fortsetzung der S21-Erörterung zur 7. Planänderung

Pressemitteilung der Stuttgarter Anwohner-Netzwerke in der Bürgerbewegung gegen das urbane industrielle Programm "Stuttgart 21" (S21).

Netzwerke der betroffenen Eigentümer fordern vom Regierungspräsidium endlich eine Fortsetzung der Erörterung zum Grundwassermanagement!

Die Netzwerke der von den Bauarbeiten zu Stuttgart betroffenen Eigentümer fordern das Regierungspräsidium auf, die Mitte September abgebrochene Erörterung zur Erhöhung des Grundwassermanagements endlich wieder fortzusetzen. Bei der Erörterung blieben aus Zeitmangel zahlreiche Fragen offen, die für die Gebäudesicherheit ihrer Häuser entscheidend sind.

Vertreter der Netzwerke Kernerviertel, Killesberg und Untertürkheim haben sich daher in den letzten Wochen mehrfach schriftlich an das Regierungspräsidium gewandt und auf die Notwendigkeit der Behandlung und Beantwortung von 35 Fragen hingewiesen. Dennoch steht die Entscheidung über eine Fortsetzung der Erörterungsverhandlung weiterhin aus.

"Viele der Fragen und Forderungen haben sich insbesondere daraus ergeben, dass einige Tagesordnungspunkte nur gestreift bzw. unzureichend behandelt wurden und viele der Wortmeldungen der Netzwerke nicht angemessen beantwortet oder Einwendungen bzw. Vorträge nur unvollständig präsentiert werden konnten." so Ulrich Hangleiter, Sprecher des Netzwerks Killesberg e.V. "Die Fragen haben sich auch nach den kritischen Vorträgen von Dr. Lueger zum Grundwassermodell der Bahn ergeben, die die realistischen geologischen Verhältnisse in Frage stellen, und zu den Auswirkungen auf die Gebäudesicherheit ergeben." Er fordert auch, dass der beauftragte Geologe, Dr. Hermann Behmel seine Präsentation zu den geologischen Risiken für den Killesberg zu Ende halten kann.

Auch Frank Schweizer vom Netzwerk Kernerviertel fordert eine Fortsetzung der Erörterung zum Grundwassermanagement, da viele Fragen zur Gebäudesicherheit, aber auch zum Planänderungsverfahren selbst offen blieben. "Die Vertreter der Bahn gingen beispielsweise nicht auf die vorgebrachten Einwände ein, dass der das Kernerviertel betreffenden Abschnitt 1.2. in der Planänderung zum Grundwassermanagement schlichtweg fehlt. Es ist fraglich, ob die beantragten deutlich höheren Grundwasserentnahmemengen und die daraus resultierenden größeren Absenktrichter sich an die Grenzen der Planfeststellungsabschnitte der DB halten bzw. vor dem Kernerviertel halt machen, das unmittelbar neben der Baustelle für den Tiefbahnhof liegt."

Die Anträge der Netzwerke sind mit der Empfehlung an die Gesprächsleitung des Regierungspräsidiums verbunden, bei der weiteren
Erörterung die Verhandlungsführung zu straffen. Dazu wurden dem RP konkrete Vorschläge gemacht.

Die noch offenen Fragen der Netzwerke sind auf der Webseite netzwerke-21.de als Anlage zur dieser Pressemitteilung eingestellt.