Miguel David: Geht hin und schmeisst die Politiker raus

Presse- und BĂŒrgerportal Radio Utopie: Ein Artikel von Miguel David, Maschinenbauingenieur. Möchten auch Sie Gehör finden? Schreiben Sie uns.

Mein Name ist Miguel David. Ich bin Maschinenbauingenieur, EigentĂŒmer einer kleinen Motoreninstandsetzung und betreibe diese seit 17 Jahren, seit 3 Jahren mit einem hervorragenden Mitarbeiter in Vollzeit. Wir setzen Motorenteile instand oder fertigen gelegentlich auch Neuteile aus Halbzeug an. Warum diese AusfĂŒhrungen, wen sollte das interessieren. Ganz einfach:

1. Wir sind produktiv wertschöpfend tĂ€tig. An der Basis der Wirtschaft. Kunden beauftragen uns freiwillig und wir sorgen dafĂŒr das aus Schrott wieder funktionstĂŒchtige Produkte werden. Die Anforderungen an PrĂ€zision und ZuverlĂ€ssigkeit sind hoch, die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich GewĂ€hrleistung werden immer schĂ€rfer.
Dies ist der Grund fĂŒr das zunehmende Aussterben dieser TĂ€tigkeitsform. Hohe Anforderungen, hohes Risiko, vergleichsweise niedrige Gewinnspannen. Wir haben die Preise in den letzten 6 Jahren nicht erhöht obwohl die Betriebsausgaben kontinuierlich steigen, Energie + Entsorgungskosten, Werkzeuge, Halbzeug, Verbrauchsmaterial sind in dieser Zeit massiv teurer geworden, Sie wissen das aus eigener Erfahrung. Unsere Kunden haben aber nicht mehr Geld in der Tasche sondern zunehmend weniger, daher ist es nicht möglich die Kosten einfach auf die Preise umzulegen. Wir haben uns am kleiner werdenden Markt gehalten durch eine Verbesserung der Effizienz in kleinen Schritten, welche aber eine Zunahme von Stress zur Folge hatte.

Dieser winzige Exkurs soll Ihnen die Situation eines typischen Handwerksbetriebes in den letzen 10 Jahren vor Augen fĂŒhren. Niemand zwingt die Menschen zu uns zu kommen. Wir sind nicht der TÜV und nicht der Schornsteinfeger und nicht der Staat.

2. Als Ingenieur ist es ĂŒblich Probleme sachlich anzugehen um akzeptable Lösungen im Rahmen eines Budgets zu finden. Kann ich selber die Lösung nicht bieten, so hole ich mir Rat. Funktioniert eine Lösung nicht oder nicht zufriedenstellend, so verwirft man die alte Version, spannt man sinngemĂ€ss ein neues Blatt Papier auf und beginnt mit frischen Gedanken von vorne, alleine oder im Team.

Seit etwa 2 Jahren beschĂ€ftige ich mich mit der Eurokrise und Politik im allgemeinen motiviert durch folgende Feststellung: Die Politiker haben die besten Finanzexperten und Ökonomen die man bezahlen kann, ein Heer von Fachleuten an Ihrer Seite und doch verschlimmert sich die Krise zunehmend. Die Verschuldungen steigen und die Lebensbedingungen der Bevölkerungen verschlechtern sich, die Infrastrukturen werden marode, die Arbeitslosigkeit steigt in nie gekannte Höhen.

DafĂŒr gibt es nur 2 logische ErklĂ€rungen:
A) Die Experten und die Politiker sind völlig inkompetent und sehen die Ursachen der Probleme nicht.
B) Die Krise ist beabsichtigt, da irgendjemand mit extrem großem Einfluss auf die Politiker davon profitiert. Dies schließt die Politiker selber ein.

Da praktisch alle politischen Entscheidungen der letzten Jahre/Jahrzehnte zu Lasten der BĂŒrger (und Staaten = BĂŒrger), aber zum Vorteil von großen Banken, Konzernen und reichen Individuen gehen
bleibt, bleibt B) als logische BegrĂŒndung ĂŒbrig.

Mit anderen Worten dienen die Politiker denen die wir nicht gewĂ€hlt haben zu unseren Lasten. Die Mainstreammedien helfen bei der Verschleierung da diese von Konzernen und dem Staat (diesmal Staatsapparat, nicht BĂŒrger)  gesteuert werden. Wo wird das enden falls wir BĂŒrger so weitermachen wie bisher? Was ist die Obergrenze fĂŒr Steuern und Abgaben? Wie weit geht die Enteignung der BĂŒrger noch und zwar sowohl die kontinuierliche als auch durch Sondermaßnahmen (siehe Zypern). Gibt es eine Grenze ab der die Gier der MĂ€chtigen gestillt ist? Nein. Es existiert keine Grenze fĂŒr Gier.

Und allen zweifelnden und zurĂŒckhaltenden BĂŒrgern der Welt, Europas und speziell Deutschlands sei gesagt:

Eure Einstellung „Lass mich mit dem Mist in Ruhe, ich weiß das alles schon lange, da kann man sowieso nichts machen“ ist den MĂ€chtigen sehr gut bekannt.

Und was macht ein RĂ€uber der Euch die HĂ€lfte Eures Einkommens durch Steuern und Abgaben geraubt hat nachdem Ihr gesagt habt „da kann man halt nichts machen“ beim nĂ€chsten Mal? Er wird von Euch, durch diese passive Haltung ermuntert, den geraubten Anteil zu erhöhen. 60%,70%,90%,95% bis Ihr völlig verschuldet, ohne ein Dach ĂŒber dem Kopf hungrig im Arbeitslager steckt.

Ach ja, das Arbeitslager sieht natĂŒrlich moderner aus. Vielleicht so wie bei Foxconn.

Passive Haltungen ermuntern Verbrecher. Wehrt Euch! Leistet Widerstand. Verweigert Gehorsam. Fangt an zu denken und zu Handeln. Der Reichstag gehört Euch. Ihr habt Ihn bezahlt. Geht hin und schmeisst die Politiker raus.