Neue NASA-Fotos mit US-Flaggen auf dem Mond

Am 27.Juli 2012 veröffentlichte die US-amerikanische Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde Satellitenaufnahmen, die mit der Lunar Reconnaisance Orbiter Camera (LROC) aufgenommen wurden. Sie zeigen die Schatten der Flaggen inklusive der Fahne der Apollo 11-Mission, die unversehrt nach vierzig Jahren durch das Sonnenlicht auf die Mondoberfläche geworfen werden und überraschenderweise noch nicht "vom Winde verweht" sind.

Mit der Veröffentlichung der Fotos ist die Frage um die Mondlandung mit den Astronauten für den einen oder anderen daran Zweifelnden nicht gelöst, schliesslich gehen die Daten zunächst nur an die von der National Aeronautics and Space Administration autorisierten Wissenschaftler und werden gefiltert. Die für die Öffentlichkeit und andere wissenschaftlichen Einrichtungen zugänglichen Messdaten der Satellitenprogramme liegen im Ermessensspielraum der nationalen Sicherheit, soweit diese dadurch nicht gefährdet wird.

Die Diskussionen darüber, ob Neil Armstrong und Michael Collins tatsächlich am 20.Juli 1969 die Mondoberfläche betreten hatten, werden nicht vom Tisch sein, es sei denn, die NASA würde die Daten der Kamera live in Direktübertragung schalten und zeitgleich ohne Umwege für jedermann zur Verfügung stellen.

In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die bemannte Raumfahrt inmitten des Kalten Krieges eine Frage der Prestiges und der technologischen und militärischen Überlegenheit über die Kontrolle des Luftraumes zwischen Ost- und Westblock. Am 12. April 1961 flog Juri Gagarin als erster Mensch erfolgreich ins All. Der militärisch-strategische Part Amerikas empfand sich höchst gedemütigt und wurde nach der Lesart ihrer Experten als Verlierer in diesem Wettrennen in einen "nationalen Schockzustand" versetzt. Damals hatten sich weltweit alle Menschen über diese Leistung aufrichtig gefreut und der Traum von der Eroberung des Weltraumes mit dem Flug zu anderen Planeten schien ein Stück näher gerückt und keine Utopie. Die Militärs hingegen forderten noch mehr Gelder für das Wettrüsten und Forschung für Kriegszwecke, die zum Auslöschen von unzähligen Menschenleben führten.

Ungeachtet dessen, ob die Amerikaner die ersten Menschen erfolgreich auf den Mond geschossen haben oder nicht, benötigen die USA innen- und aussenpolitisch eine Aufpolierung ihres wirtschaftlichen und politischen Images, dass durch eigenes Verschulden ihrer von Banken und Grossindustriellen gesteuerten Regierungen auf einen neuen rekordverdächtigen Tiefstand gesunken ist.

Und die berühmtesten US-Flaggen, die sich nach fast einem halben Jahrhundert unbeschadet trotz aller widrigen Einflüsse stolz auf der Mondoberfläche nun vor aller Augen der Weltöffentlichkeit präsentieren, werden als Symbol für die selbsternannte Supermacht USA dringend benötigt.

Die Atommächte befinden sich immer noch in einem "Kalten Krieg" mit Gegenspielern, die mit neuen und alten Verbündeten die gleich geblieben sind.

Gerade erst hat Russland so wie die Vereinigten Staaten von Amerika das Recht für sich in Anspruch genommen, nukleare Waffen bei akuter Gefährdung der staatlichen Interessen einzusetzen.

"Wir haben nicht vor, in ein Wettrüsten einzutreten. Doch niemand sollte an der Zuverlässigkeit und der Wirksamkeit unseres Atompotenzials der Luft- und Weltraumverteidigung zweifeln", warnte der russische Präsident Wladimir Putin am 26.Juli 2012.

Quelle: http://lroc.sese.asu.edu/

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