Antidemokraten in Regierung, Parteien und Presse verlieren den Verstand
Jorgos Chatzimarkakis (FDP) schlĂ€gt in der Springer-Zeitung „Bild“ die „Umbenennung“ Griechenlands und die Installation einer neuen Verfassung vor. Der Leiter des Innenresorts der Spinger-Zeitung „Die Welt“, Torsten Krauel, nennt Kanzlerin Merkel die „Königin Europas“ und betitelt seinen Artikel: „Die EU ist heute Angela Merkels DDR“.
Beide werden denken, daĂ sie völlig normal sind und daĂ da drauĂen nur dieses gemeingefĂ€hrliche, alternativlose Volk herumlungert, was man vor sich selbst und seiner Demokratie beschĂŒtzen muss. Dabei stehen Chatzimarkakis und Krauel als Fallbeispiele fĂŒr eine Generation von Privilegierten und Beförderten, die nur das tun können was ihnen gesagt worden ist und ausschlieĂlich das wahrnehmen, was sie sich in ihrem eigenen RealitĂ€tstunnel selbst zuschreiben. So ein Verhalten kennen Fachleute aus jeder Sekte und die Deutschen mittlerweile aus jeder etablierten Partei ihren Zeitungen.
Original-Ton Chatzimarkakis, offizielles Etikett „liberal“:
„Das jetzige System muss komplett zerfallen und gegen ein neues ersetzt werden. .. Der Name Griechenland steht bei vielen in Europa fĂŒr ein kaputtes politisches System, Vetternwirtschaft. Im Zuge eines ehrlichen Neuanfangs sollte die griechische Verfassung neu geschrieben und das Land in allen Sprachen konsequent ÂŽHellasÂŽ genannt werden. Das Land braucht ein neues Image.“
Es bleibt nur noch die Frage, in was sich die FDP noch umbenennen will, wenn bei 0.5 Prozent irgendjemand die Beatmungsmaschine ausstellt um weitere Kosten zu sparen. Ob da noch ein neues Image hilft? Jetzt, wo man sich so eindrucksvoll zu Putschisten gegen die Demokratien in Europa umdekoriert hat?
Original-Ton Torsten Krauel. Ein Mann, der es bestimmt nicht leicht gehabt hat im Leben (bitte beachten Sie kurz dieses Foto, ohne zu prusten):
„Sie kann laut werden, sehr laut. Sie kann richtig brĂŒllen; einer, der das erlebt hat, erzĂ€hlt davon mit einer Mischung aus Staunen, VerblĂŒffung und Respekt. Zu spĂŒren ist: Er möchte nie einer zornigen Angela Merkel gegenĂŒberstehen.“
Also wenn man schon einen Mutti-Komplex hat und deswegen Leiter des Innenresorts in der „Welt“ von Friede Springer werden darf, sollte man wenigstens versuchen das ein bisschen besser zu verstecken. Wo sind bloĂ die ganzen Tarnversuche der Gestörten Deutschlands geblieben? Ohne ist denen der Terror ausgegangen?
„Sie sagt zum Beispiel beilĂ€ufig, sie habe mit diesem oder jenem Weltpolitiker ein âargumentationsreiches GesprĂ€châ gehabt. Das klingt nicht unbedingt nach Kampfeswillen. Besonders, weil sie die Feststellung mit fast mĂ€dchenhaftem LĂ€cheln trifft.“
Brrrrrr…. Es schaudert einen. UnwillkĂŒrlich denkt man an Wagner und Ausschnitte und albtraumhafte TV-Spots, die einen nachts zwischen den Spielfilmen ĂŒberfallen. Kann Torsten Krauel nicht irgendjemand zu Hilfe kommen? Oder ihm still und leise den Weg zur entsprechenden Berliner Location weisen? Manch einer (auch der evangelikalen VerrĂŒckten) will ja gerne die Athener Mythen lebendig werden lassen. Mit Ădipus haben sie es schon mal geschafft, diese OberabendlĂ€nder.
Also, liebe „Christdemokraten“, liebe „Liberalen“, liebe „Pro-EuropĂ€er“:
Mutti ist jetzt also „Königin von Europa“? Und die „EuropĂ€ische Union“ (wir unterscheiden da wieder, ein Fortschritt) ist heute also „Angela Merkels DDR“?
Man möchte darauf wetten, daĂ die ehemaligen „Christdemokraten“ und „Liberalen“, genauso wie die ehemaligen „Sozialdemokraten“, ehemaligen „GrĂŒnen“ und autoritĂ€ren „Linken“ auch diesmal das einzige tun werden, was sie noch können: nichts. AuĂer wie gelĂ€hmt aus der WĂ€sche zu gucken und sich zu fragen, in welcher „Welt“ und Sekte sie eigentlich gelandet sind.
(…)
Artikel zum Thema:
02.02.2012 In China fÀllt ein Sack Demokratie um: Finanzreligiöse von Merkel begeistert
Es gibt ja nun wirklich viele Spinner in der Informationsindustrie. Aber was sich da Margarete van Ackeren im âFocusâ heute leistet, wĂŒrde selbst den abgebrĂŒhtesten Calvinisten noch vor Freude platzen lassen.
